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"Was uns fast unumgänglich zu lächerlichen Personen macht, ist der Ernst mit dem wir die jedesmalige Gegenwart behandeln, die einen nothwendigen Schein von Wichtigkeit an sich trägt. Wohl nur wenige große Geister sind darüber hinweggekommen, und aus lächerlichen zu lachenden Personen geworden."

So sprach einst ein bekannter Philosoph. Es kann also nicht völliger Blödsinn sein, oder?

Immer wieder höre ich Menschen sagen, gerade wenn sie etwas Schlimmes erlebten und daraus "schlau geworden" sind, man solle seine Zeit nutzen, sie nicht sinnlos verstreichen lassen. Sie glauben verstanden zu haben, unsere Zeit auf Erden ist begrenzt. Es macht keinen Sinn, sich mit Dingen abzugeben, die völlig unwichtig sind. Aber das steht ja im Widerspruch zu dem, was der Philosoph sagte. Nehmen wir das Leben zu "ernst"?

Ich finde, eine interessante Fragestellung für jeden Einzelnen von uns. Warum sprechen z.B. die Engländer von der "German Angst", wenn sie an die Deutschen denken. Die Menschen in einem der reichsten Länder der Welt, haben permanente Lebens- und Zukunftsängste. Warum? Denken sie falsch? Wird ihnen absichtlich Angst gemacht? Ist es ihre "Mentalität"?

Ebenfalls in England, von der BBC, wurde 2013 ermittelt, die "Deutschen" wären weltweit das beliebteste Volk. Bei "den Deutschen" vermutet der Rest der Welt die "hehrsten Absichten". Gut, mit Ausnahme von Griechenland. Aber warum ist ausgerechnet ein so beliebtes Volk, wie das der Deutschen, bekannt für seine überdurchschnittlich stark ausgeprägten Lebensängste?

Es wird also Zeit, darüber nachzudenken, welchen Kopf wir uns machen sollten. Ich war zeitlebens froh, ein Deutscher zu sein. Das hatte auch etwas mit Schiller und Goethe zu tun, auch mit Fußball. Weniger damit, daß ich in einem geteilten Land lebte, an dessen Grenze es viele Tote gab. Zehn Jahre nach Kriegsende wurde ich geboren und als ich alt genug war, um selbständig zu denken, war von diesem schrecklichen Weltkrieg rein äußerlich nichts mehr zu sehen.

Zuhause wurde es manchmal eng mit dem Haushaltsgeld. Damals mußte es irgendwie gehen. Sechs Personen in der Familie und ein Ernährer. Von Existenz-Angst meiner Eltern bekam ich nichts mit. Und als ich in die Pubertät kam, wollte ich eine andere, freiere Republik, weil es mir inzwischen schon recht gut ging und die coolen Leute von der "Kommune 1" so etwas wie meine "Vorbilder" waren. Ich verstand meine Eltern nicht, die den Krieg erlebten und ganz anders "gestrickt" waren als ich, der dachte, alles könnte noch viel besser sein.

Aber diese "Kriegs-Generation" ist es nicht, die heute Angst hat. Sie ist dabei, auszusterben. Es sind "Nachkriegskinder" wie ich, oder meine Kinder, oder meine Kindeskinder, die das Glück hatten, keinen Krieg erleben zu müssen, nun aber ängstlich sind. Wo also kommt sie her, die Angst? Oder besser gefragt, wo kommt unser Denken her, welches uns die Zukunft nicht rosig erscheinen läßt?

Wir sind gute Mülltrenner, wir sind Atomkraft-Aussteiger, wir haben in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts das "Waldsterben" erfunden, welches dann zum Glück nicht stattgefunden hat... Sind wir Deutschen einfach nur ein wenig "besorgter" um unsere Umwelt, als es andere Nationen sind? Wir sind eben auch die, die meinen, egal wie wir uns auch anstrengen, es reicht nicht. Eines Tages werden die Weltmeere verschmutzt und verseucht sein. Eines Tages wird das Trinkwasser knapp sein. Eines Tages wird die Luft so dreckig sein, daß wir sie nicht mehr atmen können. Eines Tages werden wir sagen müssen: "Hätten wir nur besser aufpepaßt...!"

Und dann - in einer schlechter werdenden Welt - wird uns das Geld fehlen, um ein sorgenfreies Leben führen zu können. Gerade im Alter, wenn das Arbeiten schwer fällt und eigentlich nicht mehr sein sollte. Und wer ist Schuld daran? Die Anderen, die Fremden, die Griechen, die Banken... für alle müssen wir zahlen, sodaß nichts mehr bleibt für die "soziale Gerechtigkeit", derer unser Land so sehr bedarf.

Ja, ich glaube schon, es ist das Denken, mit dem wir uns auf einen guten Weg machen können, um von lächerlichen zu lachenden Personen zu werden. Aber bevor wir großartig nachdenken, wählen wir erst einmal eine Regierung, die nichts ändern will, weil es uns ja allen so gut geht... ach, verwirrend wieder einmal, das Ganze! ;-)

28.6.17 22:10


Von Tieren, Pflanzen, Sensationen - Abflug!

Also schön der Reihe nach - zunächst eine Feuerwanze, die ziemliche Probleme mit einer kleinen Kugel hat. Sie hängt mit den Hinterbeinen an einem Grashalm und versucht, die Last zu beherrschen. Letzten Endes fielen beide zu Boden. Im Internet sah ich zwar ähnliche Bilder, konnte aber nicht herausfinden, was es mit der Kugel auf sich hat. Vielleicht weiß es ja jemand!?



In unmittelbarer Nähe der Feuerwanze fand ich den "Wiesenbocksbart". Dem Aussehen nach ein großer Löwenzahn. Schaut man jedoch genauer hin, sind gewisse Unterschiede deutlich zu sehen. Der Ort, an dem ich mich aufhielt, wird "Galgenbuck" genannt. Ein kleiner Hügel, außerhalb der Stadt, mit Büschen und Bäumen. Vor "ewigen Zeiten" nutzten wir häufiger die Gelegenheit, hier ein Lagerfeuer zu machen. Heute steht ein Schild da: "Offenes Feuer strengstens verboten!" Dennoch sah ich drei Feuerstellen, die erst kürzlich benutzt wurden. ;-)



Wie so oft muß ich noch genauer hinsehen... ;-)



Auf den ersten Blick wirkt das Foto nicht besonders "spektakulär". Aber... im Internet gibt es wirklich viele schöne Fotos von Libellen. Doch bei meiner kurzen Suche fand ich kein einziges Foto, auf dem der "Abflug" einer Libelle zu sehen ist. Es gibt natürlich Fotos von fliegenden Libellen, aber die bleiben ja auch gerne mal in der Luft stehen. Also das ist kein "Kunststück", sie im Flug zu fotografieren. Meiner Kamera gelang es, vom "Abflug" einer Libelle ein relativ gutes Foto zu machen! Sie benutzte hierzu eine viertausendstel Sekunde Belichtungszeit.

Falls es jemand nicht weiß... der Abflug einer Libelle ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen. Manchmal drücke ich noch auf den Auslöser der Kamera, obwohl der "Kerl" - hier ein Blaupfeil - schon weg ist. ;-)



Weil es gerade paßt, zeige ich noch einmal, wie ein Marienkäfer "startet". Im Vergleich zu einer Libelle ist er natürlich ein äußerst "träger" Geselle. Nichtsdestotrotz war ich sehr froh, diese Fotos der abfliegenden Marienkäfer "im Kasten" zu haben. Sie zählen zu den "Top 10" meiner besten Fotos und entstanden ebenfalls hier, am "Galgenbuck".



Es war eine "Mutprobe", denn die kleinen Käfer umschwirrten mich heftig, an diesem ganz besonderen Tag. So "unruhig" sah ich die Marienkäfer bis dahin noch nie - und später nicht wieder.

28.6.17 09:18


Blauer Natternkopf!

Heute möchte ich euch den "Gemeinen -" bzw. "Blauen Natternkopf" vorstellen. Er wächst hier bei mir zwischen alten Sonnenblumen, Disteln und vielen weiteren, unterschiedlichsten Pflanzen. In diesen Tagen ist er der beliebteste Nektarlieferant, vor allem für die Hummeln, wie wir gleich sehen werden.



Der Natternkopf regte offenbar schon immer die Phantasie der Menschen an, sodaß er Namen bekam wie "Blauer Heinrich", "Himmelbrand" usw.



Die blaue Blüte lohnt einen genauen Blick. Um einen optischen "Gegenpunkt" zu setzen, gab ich dem Natternkopf eine gelbe Margerite zur Seite.



Immer wieder kommen die Hummeln angeflogen. Es ist jetzt kurz vor 20.00 Uhr. So richtig "Leben" ist nur noch beim Natternkopf!



Der Schlußpunkt ist heute eine Pflanze, die dem Löwenzahn sehr ähnlich sieht. Diese "Pusteblume" jedoch nennt sich "Wiesenbocksbart".

25.6.17 06:10


Der Grashüpfer auf dem Schachbrett!

Mein Tagesausflug begann gestern schon am Morgen. Es war ein schöner Sommertag, welchen so - wie ich hörte - nicht alle Menschen im Lande erleben durften. Nach über neun Stunden kam ich wieder nach Hause - im Gepäck eine Unzahl von Fotos. Zunächst ging ich ohne Umweg zum Libellenweiher...

Diesmal durfte ich ausgiebig fotografieren. Vor allem der Blaupfeil kam mir sehr nahe, aber auch das "'Große Granatauge", welches ihr hier seht, eine Kleinlibelle, die ich für einen "Zwitter" hielt, da sie farblich sowohl der Prachtlibelle, als auch der Federlibelle glich und dazu rote Augen hatte. Das Internet belehrte mich dann eines Besseren...



Es ist mir wichtig, wechselnde Themen in meinem Blog zu haben, und so will ich auch nicht immer wieder Fotos von der gleichen Libellenart zeigen. Doch der Blaupfeil gestattet es mir hin und wieder - als einzige Großlibelle - ihm ganz nahe zu kommen. So habe ich die Möglichkeit, ihn in unterschiedlichen Positionen zu präsentieren. Diesmal zeige ich ihn "lächelnd", nachdem er sich gutmütig auf den von mir vorbereiteten Stecken setzte. Zunächst bevorzugte er für seine kurzen Flugpausen eine Sitzbank, dann einen Stein hinter der Bank und schließlich einen Platz auf der Erde vor der Bank. Als ich ihm all seine Ruhe-Plätze versperrte, bzw. ihn gleich "nervte", wenn er auf dem für mich falschen Platz landete, kapierte er nach lediglich drei Stunden, was ich von ihm wollte. ;-)



Schließlich hatte ich genug vom Libellenweiher und ging stadteinwärts, zum "Italiener". Dort - vor dem Lokal sitzend - bekam ich ein Gespräch mit. Es ging ums "Filmemachen" und die Herrschaften tranken "Espressi". Der Jüngste trug einen schwarzen Hut, wie man ihn von den orthodoxen Juden kennt, und hatte eine langärmlige Jacke an, während mir das Hefeweizen ebenso schnell aus den Poren floß, wie ich es "oben" hineinschüttete... Da sieht man mal wieder. Wir sind eben fränkische Provinz, dumme "Bauern" und dürfen froh sein, wenn die "große Welt" einmal kurz bei uns vorbeischaut. ;-)

Als ich dann aufbrach, sah ich tief in mich hinein und stellte fest, nein, nach Hause will ich noch nicht gehen. So lief ich "hinunter" zu meinem Bach und sei es nur, um die wilden Erdbeeren zu probieren. Dort, wo der alte Mann seinen Garten hatte, wächst wirklich "alles"! Auch die Platterbse, die ich im letzten Jahr kennenlernte. Eine schöne Blüte mit weichen, leuchtenden Farben - hier im späten Abendlicht - deren Nektar viele Insekten anlockt, auch die seltene, große schwarze "Holzbiene", die demnächst sicher hier zu sehen sein wird.



Zuvor ging ich am Gerstenfeld vorbei. Wie ein alter, erfahrener Bauer zerrieb ich eine Ähre in meiner Hand und stellte fest, das Korn ist trocken genug, um gedroschen werden zu können.



Oberhalb des Gerstenfeldes wächst viel Klee auf der kürzlich gemähten Wiese, der im Moment rot und weiß blüht. Vor allem die roten Kleeblüten mag der "Schachbrett-Falter".



Es war mir gar nicht unangenehm, mich am Ende des Tages noch einmal auf den Bauch legen zu müssen, um schöne Fotos zu bekommen. Manchmal wird man ja auch "belohnt", für seine Mühe, denn plötzlich war er da... Der Grashüpfer schaute mich an und war wohl eben so überrascht wie ich. Jedenfalls vergaß er, was er eigentlich am Besten kann - das Hüpfen! Und wer mich bis auf 15 cm an sich heran läßt, der hat "verloren". ;-)

24.6.17 08:16


Der Mammut-Jäger!



Vor vielen Jahren, es war damals kälter als heute, jagten meine Brüder und ich das Mammut. Bevor es jedoch hinaus ging in eine Welt, die nur darauf wartete, unser Leben einzufordern, versammelten sich die Mitglieder unserer kleinen Sippe in der Vorratshöhle, wo der neu gewählte Anführer, der kräftigste meiner Brüder, die Geister der Wildnis beschwor. Es hing alles von unserer erfolgreichen Jagd ab. Kamen wir nicht mehr zurück, oder mit leeren Händen, würden die meisten von uns den Winter nicht überleben. Meine Großmutter erzählte mir, als sie jung war, hat man erfolglose Jäger getötet und ihr Fleisch gegessen. Dabei lachte sie und zeigte ihren zahnlosen Mund. Wer weiß, vielleicht wollte sie mir nur Angst machen.

Meine Großmutter erzählte mir viele Geschichten. Von kleinen und großen Menschen im Wald, von der listigen Säbelzahnkatze und von großen, bunten Vögeln, die einst den Himmel verdunkelten, wenn sie über dem Dorf dahinflogen. Doch im letzten Sommer wurde ich in die Höhle der erwachsenen Männer verlegt. Nun hörte ich ganz andere Geschichten. Besonders hellhörig wurde ich, wenn die Jäger von den gewaltigen Mammuts erzählten. Bis dahin hatte ich noch kein lebendes Mammut gesehen. Ich mußte im Dorf bleiben, durfte die Gesellschaft der anderen nicht verlassen. Das wäre zu gefährlich, sagten die Alten. Bei der nächsten Jagd würde ich allerdings dabei sein, denn jetzt war ich alt und kräftig genug!

Heute bin ich ein alter Mann und abends, wenn über dem Feuer das gebratene Fleisch schmort, muß ich von den "alten Zeiten" erzählen. Meist übertreibe ich ein wenig, wie meine Großmutter, und male meine Geschichten mit schmückendem Beiwerk aus. Doch eines ist wahr. Vor und nach mir gab es keinen erfolgreicheren Mammut-Jäger. Draußen im Eis, wenn die Schneestürme heulten und der Schatten eines Mammuts wie ein Berg vor uns auftauchte, entstand eine "Magie", eine ganz besondere Verbindung zwischen mir und diesem großartigen, riesigen Tier. Wir folgten den Herden und töteten die schwachen, kranken Tiere. Auch deren Leben war nicht leicht und oft verletzten sie sich schwer, stürzten in Schluchten oder brachen sich ein Bein bei eifersüchtigen Rangeleien.

"Großvater! Erzähle doch noch mal, wie Du ganz alleine ein Mammut getötet hast!", rief ein neugieriger Junge und alle rückten enger um das Feuer zusammen, denn sie wußten, jetzt kommt eine fantastische, unglaubliche Geschichte, voller Leidenschaft und Heldenmut. So begann ich, der alte Neandertaler, zu erzählen: "Vor vielen Jahren, es war damals kälter als heute, jagten meine Brüder und ich das Mammut..."

23.6.17 06:59


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