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Ein Leben in der Diaspora!

Die Sonne schien tatsächlich und ich war wach! So wach, daß ich sogar Lust hatte, einmal die "Location" zu wechseln. Also fuhr ich ins feindliche Ausland, nach Ochsenfurt in Unterfranken! ;-)



Es ist nicht weiter wichtig, aber ich erzähle es euch dennoch. ;-) Dieses "Ochsenfurt" ist eine Kleinstadt, die ich, in nördliche Richtung fahrend, nach 18 km erreiche. Fahre ich die gleiche Strecke nach Süden, bin ich im mittelalterlichen Rothenburg/o.T. Und in westlicher Richtung, nur 10 km entfernt, liegt Baden-Württemberg. Nun liegt auf der Hand, daß ich im westlichen Mittelfranken zuhause bin. Vom "feindlichen Ausland" spreche ich, weil ich in Ochsenfurt Folgendes erlebte...

Da steht eine "Fremdenführerin" an der neuerbauten "Alten Mainbrücke" und erzählt ein paar wenigen Menschen, es wäre gut, einen Franken als "Freund" zu haben, nicht aber als "Nachbarn". Die Zuhörer lachen und müssen sich des Weiteren anhören: "Es gibt hier auch ein paar 'evangelische Protestanten', die sich vom rechten Glauben abspalteten..."

So sind sie, die Unterfranken - sprechen einen unmöglichen Dialekt und sind im Herzen "erzkatholisch"! Ich, als Mittelfranke, lebe in Bayern, genauer gesagt in Franken, in der "Diaspora", oder einfacher gesagt, ich bin ein Fremder im eigenen Land! Das liegt daran, daß die einstmals in Mittelfranken herrschenden "Markgrafen" im 17. Jahrhundert viele Hugenotten aus Frankreich aufnahmen. Noch heute wird mein Städtchen auf dem braunen Schild an der Autobahn A 7 als "Markgrafenstadt" bezeichnet.

Aber das mit der Religion ist ja noch viel komplizierter, als es sich bis jetzt schon anhört. Bei meinem Noch-Arbeitgeber, der Firma Adidas, die in Mittelfranken drei größere "Werke" betreibt, wird am 15. August, also an "Maria Himmelfahrt", in zwei Werken nicht gearbeitet, aber im dritten Werk sehr wohl. Und das alles, weil die Katholiken und die Protestanten von Stadt zu Stadt unterschiedliche Mehrheiten bilden. Vielleicht gibt es solche "Feinheiten" anderswo in Deutschland auch, das Ganze ist aber schon recht seltsam.

Nun aber flott zu meinen heutigen Fotos. Sie sind also zum Teil in Ochsenfurt aufgenommen, einem - und nun lasse ich alle Rivalität einmal beiseite - wirklich schönen, kleinen Ort mit historischer Altstadt-Kulisse. Solche Städtchen gibt es hier übrigens sehr viele und auch deshalb ist der Teil Frankens, in dem ich lebe, sicher eine der schönsten Regionen in ganz Deutschland! ;-)

Auf der Stadtmauer, weit oberhalb des Burggrabens, fand ich das Moos mit den vielen kleinen Tautröpfchen...







Ein Efeu-Foto darf natürlich nicht fehlen. ;-)



Den Namen dieses grauhaarigen Gesellen weiß ich leider nicht.



Nun verlassen wir Ochsenfurt wieder und kehren zurück an den Tennisweiher. Ich traute meinen Augen nicht...



Dieses Tier von der Größe eines Schäferhundes ist tatsächlich ein Pferd.



Ein ereignisreicher Tag, noch eine Aufnahme im Gegenlicht und dann ging es heim!

11.1.18 11:00
 
Letzte Einträge: Prosit Neujahr!, Mehr Sein als Schein!, Rätsel-Auflösung!, Eine weiße Überraschung!


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(11.1.18 16:54)
merry-n
Die Fotos sind wieder mal eine Augenweide! Ich kann gar keines herausstellen, aber das letzte ist für mich persönlich das Schönste.


Marie / Website (11.1.18 19:03)
Ist ja schon super niedlich dieses Shetty-Mädchen ;-) Ich habe ja viel mit Pferden zu tun gehabt. Diese Mini-Ponyexemplare sind schon wirklich nett, aber wirklich viel mit anfangen lässt sich halt damit nicht. Wir hatten auch mal zwei, einer davon war "Klaus", der meinte sich immer im Schlamm wälzen zu müssen, sah ständig aus wie die Sau und war dann entsprechend wenig "niedlich". Da hätte auch eine pinke Decke nichts mehr gerettet. Aber ein mal wirklich "anderes" und sehr anschauliches Objekt für Deine Fotospaziergänge. ;-)

Diese evang./Protestanten vs. Katholiken Problematik, ist hier ganz großes Thema. Fulda und alles drumherum ist ja da eine recht bekannte Hochburg. Ich kenen beide Seiten sehr genau und ausgiebig. Es gibt dort Dörfer und Kleinstädte, da hat der ev. Protestant definitiv keine Lobby. Eine Freundin von mir hat vor einigen Jahren in ein solches Dorf geheiratet. Sie selbst ev., ihr Mann kath., dass Dorf selbst, bis auf wenige Ausnahmen, katholischer wie der Papst selbst. ;-) Sie haben ökumenisch geheiratet, aber die Kinder wurden dann katholisch getauft, mit der Begründung, sie hätten dort sonst keine Chance in der Schule etc., wären sie ev.
Das ist für mich eigentlich eine Sache, die geht so gar nicht, aber das hat sich bis heute gehalten.
Ein sehr brisantes Thema. Gerade die kath. Kirche hält ja die ökumenische Bewegung im Christentum sehr hoch, aber auch nur augenscheinlich. ;-) Denn die "Einheit der Christen" wird ja wohl nirgends weniger geschätzt wie im Katholizismus! Und ich weiß das ziemlich genau wovon ich rede, ich war auf einer katholischen Mädchenschule und das als ev. Protestantin.
........


Marie / Website (11.1.18 19:04)
..............
So Grundsätze wie "ein Haus hat viele Wohnungen" ...frei aus der ökum. Bewegung, will da keiner kennen. Und genau wie Du es da gehört und geschildert hast, so ist es und so denken leider noch viele in diesen Regionen.
Es gibt ja viele "Untergruppen" des Christentums, auch der Protestanten. Allerdings gibt es da so einiges, wo ich einfach dann raus bin. Bei uns im Dorf war vor einigen Jahren ein Sohn von unseren Nachbarn an Leukämie erkrankt. Durch ihre "Glaubensrichtung" bzw. Zugehörigkeit, haben die Eltern verweigert, dass er die so nötigen Bluttransfusionen bekommt, unter anderem Knochenmark. Leider geht sowas. Er ist kurze Zeit später gestorben.
Auch hatte ich schon schwangere Patientinen, die sich ausdrücklich, aufgrund ihrer "Religionszugehörigkeit" (ehrlich gesagt wäre Sekte passender), gegen Transfusionen ausgesprochen haben, dass musste immer schriftlich festgelegt werden. Unter einer Geburt kommt es nicht selten zu Situationen, wo es einfach nötig wird, anschließend Blut zu transferieren. Aber da war ich machtlos.

Das sind Situationen, wo Religion auch hier bei uns zum Fanatismus mutiert. Ich komme in anderen Ländern und bei anderen Völkern noch irgendwie damit klar, aber keineswegs hier bei uns. Und das nennt sich dann "Einheit des Christentums."

Einen schönen Abend, bis bald, Marie

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