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Was treibt mich an?

Der Schmerz ist eine Triebfeder für vieles. Vor allem, wenn er tief im Zahn sitzt und pulsierend jede Sekunde daran erinnert, wie mächtig er ist.

Ich bekämpfe ihn. Mit Ibuprofen-Schmerztabletten. Zwei mal vierhundert Einheiten fürs Erste. Dieser verdammte Zahnarzt hat zwar das Loch im Zahn gefunden, mich aber nicht davor gewarnt, daß es gleich höllisch weh tut.

Schweiß, überall Schweiß, im Nacken, an den Händen, den Unterarmen, im Gesicht. Die Prognose ist schlecht. Wurzelbehandlung, Zahnverlust. Viele Jahre war ich ein wenig stolz darauf, noch keinen Zahnersatz im Mund zu haben. Dennoch schloß ich vor einem Jahr eine Vorsorge-Versicherung ab, über die Gewerkschaft. Ein Kollege sagte: "Mit so einer Versicherung kannst Du nichts falsch machen, vor allem nicht in Deinem Alter."

Der Schmerz läßt nicht nach. Zuhause trinke ich eine Menge Mineralwasser, um es direkt wieder auszuschwitzen. Hochsommer, wer will schon Hochsommer, wenn er mit Zahnschmerzen vom Arzt kommt und keine Garantie hat, daß die Qualen bald vorüber sind? Meist helfen die Tabletten, aber tun sie es heute auch? Soll ich noch eine nehmen?

Ich ziehe Luft an den lädierten Zahn. Erst tut es weh, dann kommt kurz eine Besserung. Kurz, sehr kurz. Mein Ärger zielt auf den Zahnarzt. Wahrscheinlich ist er der Unfähigste in der Stadt. Das Wartezimmer war leer, als ich um 11.15 Uhr zum vereinbarten Termin erschien. Vielleicht hat er schon auf mich gewartet, seit 8.30 Uhr. Diesen Termin lehnte ich ab. Selbst für jemanden, der sonst keine Termine hat, ist 8.30 Uhr viel zu früh.

Aber das ist Quatsch. Als ich meinen Namen sagte und meine Versicherungskarte vorlegte, hob die Angestellte einige Patientenmappen hoch, um meine zu finden, was sie nicht tat. Schließlich vergewisserte sie sich im Terminkalender, ob ich tatsächlich auch eingetragen bin und fand dann meine Unterlagen dort, wo alle Unterlagen von Patienten hingen, die gerade nichts zu beklagen hatten.

Die Angestellte meinte wohl, ich sei doof und wisse nicht, was das zu bedeuten hätte. Sie waren einfach nicht auf mich vorbereitet und deshalb hat mir der Zahnarzt mit dem Bohrer den Nerv zerfetzt, dieser irre Ignorant. Es wird ja einen Grund haben, warum im nächsten Gebäude in der Straße schon wieder ein Zahnarzt sein Unwesen treibt.

Diese verdammten Schmerzen, sie benebeln mir bereits die Sinne und ich weiß schon gar nicht mehr, was ich denken soll. Wenn ich Schmerzen hätte, solle ich wiederkommen, meinte der Zahnarzt beim Abschied. Nun wird mir erst klar, wie frech dieser Kerl ist. Wahrscheinlich wartet er schon auf das Klingeln seines Telefons, um mir morgen um 8.30 Uhr einen Termin anzubieten.

Stunden später, nach drei Tabletten, ist der Schmerz noch immer dabei, mir ordentlich auf den Nerv zu gehen…
11.7.16 15:14
 
Letzte Einträge: Weitere Urlaubsgrüße! , Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-)


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