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Das Dichten und das Denken!

Das mit dem "Dichten" konnte ich schon immer, das mit dem "Denken" nicht. "Wie bitte", denkt der Leser und meint, "der Kerl ist doch nicht ganz dicht!" :-)

In der Volksschule schrieb ich Spottverse - und wurde dafür zum Klassensprecher gewählt. In meiner Ausbildung "verkaufte" ich Gedichte für einen Kaugummi - und manche Enkelin war froh, während der Arbeitszeit an ein selbstgemachtes Geburtstagsgeschenk für den Opa gekommen zu sein.

Ich dichte - also bin ich.

Das mit dem "Denken" ist ungleich schwieriger, denn ein Gedicht findet irgendwann sein Ende und dann hat man etwas für die Ewigkeit fertig gestellt. Das Denken endet nie, denn immer dann, wenn man etwas zu einem scheinbaren Ende gedacht hat, stellt man fest, daß zur Ausgangsfrage neue Fragen hinzugekommen sind.

Wir kennen das Beispiel mit der Tür… ich gehe durch eine Tür, sehe, was sich dahinter verbirgt, doch da sind zwei neue Türen, usw. usw. Nun wird das Denken, das Wissenwollen, zu einer Charakterfrage. Ich kann mich mit dem, was hinter der ersten Tür ist, zufrieden geben. Oder aber ich will alles sehen und wissen und öffne alle Türen, die es zu öffnen gibt.

Wer sich nach der ersten Tür zufrieden gibt, könnte ein Mensch mit Prinzipien sein. Er denkt nicht mehr, wie sich die Dinge im Einzelfall verhalten, sondern er beurteilt die Dinge nachdem, wie sie im Allgemeinen sind. Z.B.: "Wer grundlos lacht ist ein Affe!"

Ich bin so ein Affe. Manchmal rede ich beim Duschen mit mir, man könnte auch sagen: Ich singe. Dann lache ich auch schon mal, weil mir ein lustiger Gedanke kommt. Ein Beobachter würde denken, der Typ ist vielleicht verrückt oder einsam, weil er mit sich selbst spricht. Natürlich hätte dieser Beobachter, wenn er so denken würde, recht.

Aber ich denke, es ist egal, ob ich verrückt bin, oder nicht, es kommt nur darauf an, wie ich mich dabei fühle. Und jetzt bin ich wieder beim Denken... Würde ich nicht denken, würde ich darunter leiden, ein Verrückter zu sein. Da ich aber denke, und vor allem so denke, daß es mir behilflich ist, freue ich mich darüber, unter der Dusche ein "Verrückter" sein zu können, denn mir ist nicht bekannt, daß die "Normalen" den meisten Spaß am Leben haben.

Wenn ich also denke, Ziel meines Lebens sollte es sein, ein normales, vernünftiges Leben zu führen, habe ich vielleicht noch nicht gründlich genug nachgedacht. Manche Menschen haben auch nicht so viel Spaß am Denken, wie ich. So gibt es welche, die lassen das Denken gänzlich sein und behaupten, es wäre alles vorbestimmt und es geschieht nur das, was sowieso geschehen muß.

Was solchen Nicht-Denkern zugute kommt, wovon sie aber nichts wissen, ist der Umstand, wir Menschen können die Dinge nicht "zu Ende denken". Einmal, weil es endgültige Wahrheiten nur sehr selten gibt und zum Anderen, weil unser "Denkwerkzeug" nicht besonders gut geeignet ist, um in die letzten Winkel zu sehen.

So können wir uns Dinge nur vorstellen, wenn dabei "Zeit" abläuft und "Raum" vorhanden ist. Das Vorhandensein von Zeit und Raum könnte uns jedoch hindern, manche Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Wenn ich das aber weiß, kann ich mein Denken darauf einstellen, oder anders gesagt, ich muß mein Denken nicht danach hinterfragen, ob es "richtig" ist.

Das Entscheidende beim Denken ist, ob mir mein Denken "hilft"! Ich bin für mich verantwortlich. Sonst niemand. Und für mich Verantwortung übernehmen heißt, so zu denken, daß ich dahin komme, wo ich hin will.

Wenn ich also unter der Dusche singen möchte, dann sollte ich dafür sorgen, ein bisschen verrückt zu werden… alles klar!?
10.9.16 09:39
 
Letzte Einträge: Blauer Natternkopf!, Dichtung und Wahrheit!, Zwei Spatzen pfeifen es vom Dach...!, Fotos vom Feinsten - demnächst!, Es fing alles ganz harmlos an...


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (10.9.16 15:10)
...na, dann sing mal so laut unter der Dusche, dass es die Nachbarn gleich mithören können! :-))

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