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Der Anfang sagt nichts über das Ende!

Da es mir ja nicht an Zeit mangelt, könnte ich sie dazu nutzen, eine Petition an den Bundestag zu richten. Selbige würde ich online formulieren, wie ich es auch mit meiner Einkommensteuer-Erklärung praktiziere.

Und genau diese Steuer-Erklärung wäre dann Mittelpunkt meiner Petitions-Schrift. Schon wieder muß ich eine Menge Steuern nachzahlen, nur weil ich "in Altersteilzeit" bin und mein Zuschuß zum halben Lohn dem "Progressionsvorbehalt" unterliegt.

Keine Ahnung, warum das so ist. Der Gesetzgeber hat den Zuschuß zum Lohn steuerfrei gemacht, aber dieser Zuschuß erhöht mein Einkommen und deshalb ist der Steuersatz für meinen Teilzeit-Lohn viel zu niedrig. Man braucht ein bisschen, bis man das verstanden hat...

Nur, und das möchte ich schon einmal wissen, warum regelt man das nicht anders? Warum kommt einmal im Jahr die "saftige Abrechnung", die einem halben Monatseinkommen entspricht? Wer klüger ist als ich, der legt übers Jahr das Geld zurück, aber da ich mit Geld noch nie umgehen konnte, gelingt es mir einfach nicht.

Immerhin war ich so schlau, daß ich die "Vermögenswirksamen Leistungen" des Arbeitgebers auf einen Bausparvertrag fließen ließ. Jedenfalls bis zu dem Tag, als die Kündigung durch die Bausparkasse kam. Weil ich noch ein wenig Extrageld zu den Arbeitgeber-Leistungen ansparte, war es der Bausparkasse zuviel. Sie hatten Angst, meine Zinsen würden ihre Finanzkraft übersteigen.

Als ich einmal einen Bausparvertrag kündigte, mußte ich dafür einen Abschlag hinnehmen. Jetzt, beim umgekehrten Fall, bekam ich natürlich keine "Sonderzahlung". Wie ich es auch mache, ich komme zu keinem Vermögen. Ich weiß, dies liegt hauptsächlich an meinem Unvermögen, bzw. daran, daß ein Lohnarbeiter in unserem Land niemals vermögend wird, schon allein deshalb, weil er seine Steuern auf "Heller und Pfennig" bezahlt.

Wie war das mit dem Bundespräsidenten, der nur sehr kurz im Amt war? Bekommt der nicht ein kleines Vermögen, jedes Jahr, für sein Scheitern? Aber wie kann ich mich auch mit solch einem Mann vergleichen, der an erster Stelle im Staat stand? Das ist die blanke Anmaßung!

Ich hätte eben bei der AOK bleiben sollen. Das hat kein Mensch verstanden, warum ich dort aufgehört habe. So einen sicheren Job aufgeben, das macht man doch nicht! Das sagen vor allem Leute, die nie in ihrem Leben ein schönes Bild malten, oder ein gutes Gedicht schrieben, oder einfach nur tun wollten, was ihnen wirklich Freude macht.

Als ich mir letzte Saison eine Dauerkarte kaufte, um die Heimspiele eines fränkischen Fußballvereins in der 3. Bundesliga zu sehen, fingen die eingefleischten Fans plötzlich an zu singen: "Kickers Würzburg, neunzig Minuten - ein Leben lang".

Da wurde mir ganz mulmig und ich spürte wieder, warum etwas in meinem Inneren sich widersetzt, wenn die Dinge unverändert ein Leben lang andauern sollen. Die Dauerkarte verlängerte ich nicht, obwohl die hoffnungsvollen "Kickers" aufstiegen und ihren Fans auch in der 2. Bundesliga richtig Freude machen.

Damals, 1983, war mir das noch nicht so bewußt. Tapfer und ohne schlechtem Gewissen schwor ich vor Gott die ewige Treue. Auch das gewöhnte ich mir ab. Schwören, warum sollte ich irgendjemanden irgendetwas "schwören"? Bei meinem Talent werde ich doch mit Sicherheit dann wieder zum "Verschwörer". ;-)

Und außerdem weiß ich heute, daß ich nicht wissen kann, wer ich morgen oder übermorgen sein werde. Anders gesagt, ich kann heute nicht sagen, daß ich morgen etwas mit Überzeugung tun werde, nur weil ich heute überzeugt bin. Friedrich Schiller meinte, sein Ziel wäre es, jeden Tag ein wenig vollkommener zu werden. Dagegen ist wenig zu sagen, wenn die eigenen, kreativen Fähigkeiten gemeint sind, und wenn es klappt, dann ist eines gewiß: Er wird morgen ein anderer sein als heute!

Noch einmal Schiller: Gestern haßte er Goethe, den eitlen Pfau, dem man "ein Kind machen sollte". Dann kommt die Entwicklung, die Einsicht, die Freundschaft, sodaß er die Worte findet: "Dem Vortrefflichen gegenüber gebe es keine Freiheit als die Liebe." Das ist mein Ziel. Nicht ewige Treue schwören, mich zur Treue zwingen, sondern den Weg finden, Treue als Freude zu erleben.

So hat es Schiller wohl auch gemeint. Wenn er ganz frei ist, wenn ihm alle Möglichkeiten offen stehen, dann will er zur Liebe fähig sein, sobald ihm das Schöne begegnet.

Und diese ganzen "Ergüsse" schicke ich jetzt an den Bundestag... ;-)
21.9.16 07:24
 
Letzte Einträge: Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-), Ein Strand - ein Paradies! , Einladung!, Das Leben geht weiter!


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