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Der alles entscheidende Tag!

Heute will ich mal wieder über die wesentliche Dinge im Leben schreiben. Marienkäfer, Bob Dylan, Schiller - wen interessiert das schon? Die alles entscheidende Frage im Leben eines Menschen - ich sage lieber, "nach" dem Leben eines Menschen - ist doch, wie geht es weiter?

Eine Antwort auf diese Frage erhalten wir am "Jüngsten Tag", vor dem "Jüngsten Gericht". Wenn ich es als Kind richtig verstand, damals konnte ich das apostolische Glaubensbekenntnis ohne Mühe aufsagen, kommt mein Freund Jesus von der "Rechten" Gottes, um die Lebenden und die Toten zu richten. Egal, was auch immer meine Eltern über das Leben sagten, ich wußte, der spannenste Augenblick meines Daseins wird sein, wenn ich Jesus persönlich kennenlerne. Wenn er mir sagt, ich bin ein Toter, oder ein Lebender, oder was auch immer.

Natürlich braucht man ein wenig Phantasie, um Gefallen an der Vorstellung zu finden, bis zum "Jüngsten Tag" keine Gewißheit zu haben, was einmal werden wird. Ängstliche Menschen befürchten zeitlebens, am Ende ein "Toter" zu sein. Eine solche Phobie blieb mir erspart, dennoch zweifelte ich keinen Augenblick daran, daß der Lehrer, welcher mir in der vierten Klasse einen nassen Schwamm an den Kopf warf, am Ende von Jesus dafür bestraft werden wird. Nichtzuletzt, weil er das von mir sorgsam gehütete "Gottesbüchlein" beschmutzte - in dem ich gerade fasziniert den langhaarigen Absalom am Baum hängend betrachtete. Doch das Ansehen Gottes darf man nicht beschmutzen, so viel ist jedenfalls klar!

Also ich war sehr neugierig und hätte gerne mal einen Vorgeschmack vom "Jüngsten Tag" bekommen. Wie sehen Seelen aus, wenn sie vor Gericht stehen und wo sind diese Seelen die ganze Zeit, bis es soweit ist? Wie gesagt, man braucht etwas Phantasie, um sich ein Milliarden-Heer von Seelen vorzustellen. Seelen, die nicht sterben können, aber auch nicht sichtbar sind. Und dann kommt Jesus und sagt, im schlechten Fall: "Nun hast Du eine Milliarde Jahre gewartet, bis zum Jüngsten Tag, und ich sage nur, Du bist ein Toter!"

Irgendwann in meiner Kinder-Kirchen-Geschichte kapierte ich, wenn beim Abendmahl gesagt wird, Dir sind Deine Sünden vergeben, dann muß ich das auch glauben, alles andere wäre "Frevel". Wenn ich beim "Glaubensbekenntnis" sage: "Ich glaube... an Jesus Christus... der kommen wird, um zu richten die Lebenden und die Toten", dann muß ich das auch glauben. Ich darf mir nicht im Stillen denken, naja, das sind nur Umschreibungen für etwas, was wir Menschen nicht so richtig verstehen können!

Aber wer glaubt denn wirklich, was er da "bekennt"? Als Kind kann ich das. Als Kind gefällt es mir auch, wenn Jesus sagt: Laßt die Kinder zu mir kommen, ihnen gehört das Paradies. Nur blöd, daß man irgendwann ein "Erwachsener" ist und denen gehört, im Umkehrschluß, das Reich Gottes nicht. Schon sind wir wieder beim "Jüngsten Tag". Er ist unsere letzte Chance, wenn wir keine kindliche Seele sind.

Nun bricht er also an, der "Jüngste Tag". Es herrscht ein fürchterliches Gewimmel von Seelen. Schlimmer als die Menschenmassen zu Ostern auf dem Petersplatz, wenn Gottes Stellvertreter Rom und die ganze Welt segnet. Dann wird es Licht, ein helles, warmes Licht. Jesus erscheint. Er sagt: "Ich liebe euch alle!" Milliardenfaches Durchatmen. Unser lieber Jesus schickt doch keinen auf das Schafott, nein, nein. Aber er muß. Es steht geschrieben, er muß "richten", er darf nicht alle gleich behandeln.

Schon sehe ich das "Seelen-Gesicht" meines Lehrers, rieche seinen Angstschweiß, und denke, Dir geschieht recht, wenn Du verdammt wirst. In diesem Moment fühle ich mich an den Schultern gepackt. Jesus sieht mich an und schüttelt traurig den Kopf. Wie kannst Du nur so böse sein? Hättest Du Deinem Lehrer verziehen, ihr könntet beide noch leben. Ich sage nicht: "Jesus, bitte, ich bin doch Dein Freund!" Nein, ich war schon immer ein sturer Kerl und niemand wird mich um Gnade flehen hören. Da gehe ich lieber hoch erhobenen Hauptes in die Hölle!

Das war er also, der "Jüngste Tag". Ich habe es gewissermaßen "verkackt", bin nicht im Reich Gottes angekommen. Doch ich bin ja schlau und kann jetzt verraten, daß ich genau das wollte. Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als auf ewig zu leben. Das "Paradies" verspricht uns das Fehlen von Todesangst. Aber warum sollte ich eine solche in mir tragen? Mich ängstigt weder das Leben noch der Tod. In beiden Fällen kommt es darauf an, wie ich damit umgehe!

Wer das "ewige Leben" als das Tollste überhaupt hinstellt und den Menschen Angst macht, es durch einen letzten Gerichtsentscheid dann doch nicht zu erreichen, der ist für mich ein "Teufel"!
1.11.16 18:35
 
Letzte Einträge: Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-), Ein Strand - ein Paradies! , Einladung!, Das Leben geht weiter!


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