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Ich muß mir mal Luft machen... ;-)

Die Wahl ist gelaufen und kein Thema mehr. Worüber ich aber noch ein wenig nachdenken muß, sind die amerikanischen Bürger und Bürgerinnen. Ich sage bewußt nicht "Amerikaner", denn die sind so unterschiedlich wie "Katz und Maus". Ein Prärie-Bewohner aus Wyoming ist ein gänzlich anderes Wesen als der im New Yorker Stadtteil Bronx beheimatete Sohn eines italienischen Einwanderers.

Was beide jedoch gemeinsam haben ist der Patriotismus. Alle US-Bürger und Bürgerinnen sind stolz auf ihr Land. So kam es mir jedenfalls vor. Vielleicht, weil ich zu viel Sport im Fernsehen gucke. Jetzt weiß ich, dem ist nicht so. Es gibt diese Mentalität, niemals aufzugeben und immer der Beste sein zu wollen, nicht. Während des vergangenen Wahlkampfs um die Präsidentschaft in den Vereinigten Staaten hörte ich immer wieder, es gibt viele "Unzufriedene", viele Menschen, die sich "abgehängt" fühlen und darauf warten, daß der Staat ihre Not lindert.

Diese Einstellung war bisher für mich völlig "unamerikanisch". Als Obama die allgemeine Krankenversicherung einführte, wurde diese auch von Menschen abgelehnt, die sich einen Arzt gar nicht leisten können. Der Grund: In den USA wollen die Menschen selbst bestimmen, ob sie Geld für einen Arzt ausgeben oder nicht. Im Fernsehen wurde ein etwa 50jähriger Mann gefragt, wann er zuletzt beim Zahnarzt gewesen sei? Er sagte, in seinem 18. Lebensjahr! Aber er möchte vom Staat keine Krankenversicherung "aufgedrängt" bekommen...??

Warum gibt es aber soviele Unzufriedene, die das "Establishment" hassen, die auf den Staat schimpfen und die es letzten Endes möglich machten, daß einer Präsident geworden ist, der "Politik" gar nicht kann und die meisten Einwohner seines Landes beschimpft und beleidigt hat? Muß man da nicht staunen? Was ist los mit diesen großartigen Amerikanern und Amerikanerinnen?

Ein Verdacht drängt sich auf. Nicht nur in Europa, auch in den USA haben die sogenannten "Populisten" leichtes Spiel. Warum das so ist, darauf gibt es sicher keine einfache Antwort. Aber es ist doch merkwürdig, daß heutzutage Leute in politische Ämter gewählt werden, sowohl in Europa als auch in Amerika, die von den Aufgaben, welche auf sie zukommen, recht wenig Ahnung haben.

Ein Beispiel: Mein Kind geht in den Mathematikunterricht und ich stelle fest, es mag den Lehrer nicht und es lernt nichts. Mein Nachbar sagt, die Lehrer sind alle unfähig und wollen nur Urlaub machen. Also gehe ich zum Elternbeirat und stelle den Antrag, daß mein Nachbar den Mathe-Unterricht übernehmen soll. Der kann gut reden und mein Kind mag ihn sogar. Das ist doch super! Das mein Kind auch in ein paar Jahren nicht rechnen kann, das weiß ich ja heute noch nicht...

Was wäre eine gute Lösung? Den Mathe-Lehrer durch einen anderen ersetzen, von dem bekannt ist, daß er Kindern etwas beibringen kann. Auf die Politik übertragen heißt das, wir brauchen bessere Politiker. Mag sein, daß es da sehr wenige gibt, die "Populisten" sind es jedenfalls nicht. Also muß man das Übel an der Wurzel packen und dafür sorgen, daß die Ausbildung für Berufe, vom Politiker bis hin zum Lehrer, besser wird.

Vielleicht sollten wir damit anfangen, es nicht mehr zuzulassen, daß sich die Lobbyisten bei unseren Volksvertretern die Klinke in die Hand geben. Dann hätten sie ein wenig mehr Zeit, den Bürgern und Bürgerinnen zuzuhören. Aber was würden die dann erzählen? In Amerika sind die allermeisten Menschen der Ansicht, das wichtigste Anliegen im Lande sei die "Wirtschaft". Wenn dem so ist, dann darf man die Lobbyisten natürlich nicht wegschicken.

Kaum einer widerspricht, wenn gesagt wird: "Geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut." Diese kühne Behauptung ist einfach nicht wahr! In Deutschland geht es der Wirtschaft gut, doch wir haben einen "Pflege-Notstand", wir haben Rentner mit geringem Einkommen, wir haben über vier Millionen Hartz IV-Empfänger, wir haben das Problem, daß Kinder aus einkommensschwachen Familien nicht an die Unis kommen und, und, und.

Wenn es aber der Wirtschaft gut geht, wenn die Steuereinnahmen des Staates sprudeln, und wir haben dennoch ein Millionenheer an hilfsbedürftigen Menschen, dann muß man doch annehmen, die verantwortlichen Politiker beherrschen ihr Geschäft nicht. Man kann es drehen und wenden wie man will, entweder sind die Politiker unfähig, oder sie wollen nicht. Und deshalb muß sich keiner wundern, wenn bestimmte Teile der Bevölkerung nicht lange nachdenken und den "Populisten" in die Arme laufen.

Doch das eigentliche Problem, hilfsbedürftigen Menschen so zu helfen, daß sie ein menschenwürdiges Leben führen können, ohne ständig "danke" sagen zu müssen, wird dadurch immer drängender. "Populisten" helfen Menschen nicht, indem sie deren Not "anklagen". Diese Not muß beseitigt werden! Und wer kann das besser als der "Gesetzgeber"?
10.11.16 11:36
 
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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (28.11.16 01:26)
...der Logik kann man/frau folgen!

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