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Schreiben ist Silber - schweigen ist Gold!

Heute las ich hier ein paar Artikel, auch verschiedene Kommentare... und immer wieder mußte ich den Kopf schütteln.

Manche Menschen werden es wohl nie verstehen, daß ich meinen Gesprächspartner erst einmal verstanden haben muß, um ihm sinnvoll antworten zu können. Da werden Kommentare verfaßt, indem einzelne Worte bzw. Begriffe eines Textes herausgepickt werden und dann wird irgendetwas darüber erzählt, was dem Schreiber gerade so in den Sinn kommt. Das ist manchmal klug, manchmal weniger klug, aber es ist immer "unpassend". In der Schule hätte meine Deutsch-Lehrerin gesagt: "Schön erzählt, mein Lieber, aber leider hast Du das Thema verfehlt!"

Es könnte mir ja völlig egal sein. Sollen sie schreiben was sie wollen. Soll jeder schreiben was er will, was geht es mich an? Soll ich meines Bruders Hüter sein? Und doch geht es mich etwas an, denn ich fühle mich unwohl, wenn ich Solches lese. Ich fühle mich genauso unwohl wie damals, in der Kirche...

"Herr ich habe lieb die Stätte Deines Hauses und den Ort, da Deine Ehre wohnt." Das ist mein Konfirmationsspruch, den ich mir selbst aussuchte, denn es gab viele Jahre, die mich häufig in der Kirche sitzen sahen. Ich mochte den Geruch der Holzbänke, die großen weißen Kerzen und diesen Jesus, der ans Kreuz genagelt über dem Altar hing. Ich mochte auch manche Lieder, die zu singen ich nicht in der Lage war, weil mir nie jemand sagte, wie das geht, mit dem Singen und von alleine kam ich nicht drauf.

Aber irgendwann fing es an, daß ich mich nicht mehr wohl fühlte. Ich konnte es akzeptieren, mir vorzustellen, Gott wäre in der Lage, meine Gedanken zu lesen, aber ich konnte es absolut nicht ertragen, wenn der Pfarrer mir sagte, er kenne die Gedanken und den Willen Gottes. Und dann lächelte er freundlich und hatte keine Zweifel... welch eine Anmaßung!

Und ein wenig so ergeht es mir, wenn ich manche Sachen hier lese. Ich finde wenig Einsicht in die Unvollständigkeit und Fehlbarkeit des eigenen Denkens und Handelns. Zudem haben wir hier im Blog nur unsere "Schrift"-Sprache. Wenn wir uns aber verständlich machen wollten, bräuchten wir mehr als diese. Wir verstecken uns hinter einem Pseudonym, wir wissen nichts von einander, aber wir unterhalten uns zum Teil über sehr intime Details, obwohl zu einem verständnisvollen und verständlichen Miteinander viel mehr gehört, als der Austausch von Worten.

Doch andererseits tut es uns gut, die Meinung von anderen zu hören... Rafft das einer von uns noch, was hier tatsächlich "gespielt" wird? Sollte ich meine "Brieffreundin" nicht lieber mal zum Essen einladen? Ich kann mich an früher erinnern, als ich am Anfang meiner "Internet-Lehrzeit" in irgendwelchen Chat-Rooms saß und dann hieß es plötzlich, wir treffen uns alle an einem bestimmten Ort... wahrscheinlich würden die meisten von uns sagen, nein danke, das muß ich mir nicht unbedingt antun. Aber das wäre dann auch ein Indiz dafür, wie wichtig uns das alles hier ist... damals hetzte ich meinen "Golf" ein paar hundert Kilometer über die Autobahn, nur um rechtzeitig da zu sein... ;-)


Unsere Spitalkirche, klein, aber schön...



Unsere Stadtkirche, groß und hoch, mit viel Platz für Widersprüche. ;-)

16.1.17 01:54
 
Letzte Einträge: Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-), Ein Strand - ein Paradies! , Einladung!, Das Leben geht weiter!


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (16.1.17 07:03)
Das hast Du gut in Worte gefasst. Ich denke auch manchmal, "das war jetzt ganz weit am Thema vorbei", aber ich schließe mich das selbst auch nicht von aus. So geht es manchmal, man greift ein Thema auf und aus eigenen Erfahrungen trifftet man dann etwas ab, manchmal auch etwas weiter. Ich bin da auch absolut ein Kanditat für, ich verstricke mich ganz gerne mal in irgendwelchen Ausführungen oder Ansichten, und "zack", ist das evtl. dann auch nicht ganz so gewollt oder ein Anderer empfindet das dann am Thema vorbei.
Aber ist denn das nicht gerade die Kommunikation die erwünscht ist? Erfahrungsaustausch? Gerade um zu sehen, welche Sichtweisen da sind (gut manchmal denkt man schon, "weniger ist manchmal mehr"), welche anderen Erfahrungen oder Empfindungen.
Um eine Wichtigkeit zu bezeugen, bedarf es natürlich mehr, wie ein paar anonyme Worte zu schreiben, da gebe ich Dir absolut recht. Aber das kann jeder für sich entscheiden, in dem man sich ggf. auch privat anschreibt..., in wie fern man Kontakte zu lässt oder wie sich was entwickelt, muss man sehen. Nichts ist unmöglich.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche!


Mirco / Website (16.1.17 08:36)
Wirklich schön in Worte gebracht!

Also ich würde echt gerne zu einem Treffen kommen. Allerdings aufgrund meiner momentanen Entfernung wäre ein spontaner Termin etwas schwierig darzustellen.


Indianwinter (16.1.17 13:12)
... so ist es nun mal, wenn man bedenkt, dass im realen Leben, in Gesprächen mit bekannten und auch vertrauten Menschen man schon mal „aneinander vorbei redet“, wieviel schneller kann das auch hier geschehen, jeder trägt doch seinen eigenen Gedankenkosmos im Kopf...oder?



padernosder (16.1.17 14:34)
Au, das tut doch weh! ;-) ...ich meine, das ist der Punkt. Bin ich bereit und in der Lage, mein Denken und Wissen auf die Gegebenheiten eines anderen Menschen einzustellen oder nicht?
Selbst bei größter Mühe kommen nicht immer "Volltreffer" dabei heraus, das ist klar und gerade auch deshalb muß ich grundsätzlich einräumen, daß meine eigene Meinung nicht der Weisheit letzter Schluß ist und ich "mit meiner Elle nicht die ganze Welt messen kann".


Indianwinter (16.1.17 15:09)
Ja, ich glaube, da sind wir uns einig, manchmal klappt es eben nicht so ganz, und dann muss man vllt. auch mal eine Ansicht einfach so stehen lassen, macht doch nix...
Oh, sorry für den Hammer : )


Marie / Website (16.1.17 17:13)
Wie wahr, im "wahren" Leben gibt es sehr oft Situationen, wo man aneinander vorbei redet. Und "Geschriebenes" immer so auf den Punkt zu bringen, gelingt nicht immer. Passiert sehr oft, dass etwas völlig falsch aufgefasst wird und dabei ganz anders gemeint war.
Ein Treffen? Das ist sicher interessant und aufregend, die Menschen zu treffen, die hinter den Pseudonymen stehen. Ich denke ich wäre da nicht abgeneigt. Vielleicht wäre eine Whatsapp-Gruppe dann der Anfang dazu...kann man ja auf sich zukommen lassen. Ich bin da ziemlich erfahrungslos.


meine-stories (6.4.17 16:04)
Auch wenn dieser Artikel schon etwas älter ist, glaube ich, dass er es ziemlich gut auf den Punkt bringt, Kommunikation ist immer so eine Sache. Dieser Gedanke kam mir erst gestern wieder ;-)
In diesem Sinne: einen schönen Tag noch.

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