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Nun mal Klartext!



Immer weiter hinauf, auf der Karriereleiter, koste es, was es wolle. Ich will meiner Familie ein gutes Leben ermöglichen!

Ich arbeite mit Menschen und Menschen sind jeden Einsatz wert!

Mein Betrieb hat 50 Angestellte, da kann ich nicht ruhen!

Es gibt unzählige Gründe dafür, warum man sein eigenes Leben, sein ureigenes Wollen, nicht zur Geltung kommen läßt. Denn da ist eine Aufgabe, etwas, das Größer ist als man selbst, und diese Aufgabe erfordert unablässiges Tun. Doch ein solches Denken ist kurzsichtig. Am einfachsten ist diese Kurzsichtigkeit zu beschreiben, wenn man die Familienmutter, den Familienvater betrachtet, die/der sagt: "Ich tue das alles doch nur für euch!"

Im Klartext heißt das: "Weil ich will, daß es meiner Familie gut geht, bin ich nicht bei ihr, sondern schaffe in der Zeit, die ich meiner Familie nicht widme, so viel Geld wie möglich herbei." Dieses Denken ist leicht als "Schwachsinn" zu erkennen. Aber auch der Mediziner, der täglich 16 Stunden im Krankenhaus verbringt, und so manchem Patienten sehr behilflich ist, handelt wenig umsichtig. Seine Gesundheit zu ruinieren, um die Gesundheit anderer zu bewahren, ist ebenfalls "dumm"!

Wenn ich um meine Existenz kämpfe, dann gibt es kein "entweder oder". Wenn ich darum bemüht bin, einen gewissen Luxus für meine Familie und mich zu ermöglichen, dann gibt es sehr wohl Alternativen, aber darüber machen wir uns meist nicht ausreichend Gedanken. Das "richtige" Denken fällt uns schwer. Und es ist tatsächlich nicht leicht. Wenn mir mein Chef 500 € im Monat mehr bezahlt, bin ich begeistert. Wenn er meinem Kollegen, der die gleiche Arbeit verrichtet, aber gleichzeitig 1000 € mehr bezahlt, bin ich unzufrieden, denn ich verstehe meine Gehaltserhöhung dann als Beleidigung.

Dieses Beispiel hat man auch an Affen getestet. Zwei Affen, die sich gegenseitig beobachten konnten, erhielten für richtiges Handeln zur Belohnung ein Stück Gurke. Dann wurde einem Affen statt der Gurke eine Traube zur Belohnung gegeben, während der andere Affe weiterhin eine Gurke bekam. Mit dieser Gurke war der Affe nun aber nicht mehr zufrieden, weil er dachte, der Affe, der die Traube erhielt, wird bevorzugt. Er warf seine Gurke wutentbrannt weg.

Das zeigt, wir können etwas Leckeres, etwas Schönes nicht mehr als solches genießen, wenn wir erleben, daß uns andere, die mit uns auf gleicher Stufe stehen, bevorzugt werden. Dies ist offensichtlich auch der Grund, daß wir eifersüchtig sind, wenn unser/e Partner/in mit einem anderen Menschen lieber zusammen ist als mit uns. Anstatt die Willensfreiheit eines anderen Menschen zu akzeptieren, sind wir beleidigt und begehen eventuell sogar schlimme Straftaten.

Natürlich behaupten wir dann, dieser Mensch hat mich verletzt, obwohl die Menschheit seit Jahrtausenden weiß und es millionenfach erlebt hat, daß sich Zuneigungen ändern können und niemand ein Recht darauf hat, ewige Treue einzufordern, auch wenn man sich solcher schon gegenseitig versichert hat. Wir behaupten im Brustton der Überzeugung, zur "Liebe" gehört "Treue", aber das ist einfach unzutreffend, denn die "wahre Liebe" - wie wir eigentlich wissen - fordert nichts. Wir wollen einfach nicht enttäuscht werden und deshalb behaupten wir, Treue sei für ein Zusammensein selbstverständlich.

Unser Denken ist uns selbst natürlich verständlich, auch in seiner Beschränktheit, aber eben nicht konsequent. Wie können wir jemanden als "erfolgreich" bezeichnen, der nicht weiß, was seine Familienmitglieder denken, diese aber ein hübsches Dach über dem Kopf haben? Und Alleinerziehende, meist Mütter, sind die "Verlierer", weil wir ihnen keine Gelegenheit geben, ihre Art des Lebens so zu gestalten, daß es nicht auf einen Existenzkampf beschränkt bleibt. Wir richten uns immer nach der allgemeinen Meinung und die kennzeichnet ein Fehlen von richtigem, konsequentem Denken! Aber genau das kapieren wir nicht!
19.4.17 01:53
 
Letzte Einträge: Ein italienischer Abend!, Schwarz-Weiß!, Der Tag der Künstler!, Collage - oder das gute alte Foto-Album! ;-), O sole mio!


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


meine-stories (19.4.17 09:35)
Hallo,
Ein interessanter Gedanke, aber vielleicht ist das nicht- zu-Ende-Denken einfach eine Lebensstrategie.
Würden wir uns wirklich jedes mal bewusst machen, dass es ewige Treue oder immer gleiche Liebe so nicht gibt, würden wir uns wohl mit niemandem zusammen tun, was unweigerlich zum Aussterben des Homo sapiens führen würde und das Ziel ist immer der Arterhalt. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum Menschen sich zu Tode arbeiten um andere zu heilen.


Indianwinter (19.4.17 14:58)
Hallo,

es gibt leider auch Menschen, die mit Scheuklappen nur den Beruf im Sinn haben, unabhängig von dem Verdienst. Da kannst Du kaum eine Unterhaltung führen, sie sind immer in den Gedanken nicht bei Dir. Du rennst gegen eine Wand...
Der Mann ist dann sehr erfolgreich und wundert sich, wenn die Liebe der Partnerin neben ihm in der Eiseskälte erfroren ist...

Ich bin allerdings schon der Meinung, dass zur Liebe die Treue gehört, denn wen ich liebe, den will ich nicht verletzen.
Wenn sich das dann ändert, kann es allerdings natürlich den Anderen verletzen, doch soll ich bleiben, aus Mitleid.
Da beginnen die Vorwürfe, als ob man ein Verbrechen begeht, nur weil die Gefühle sich geändert haben, Gefühle kann man schließlich nicht einfordern-

In der Liebe kann man niemals fordern, es muss einem entgegengebracht werden...

LG, Indianwinter


pally (19.4.17 18:41)
Hallo, was ist "richtiges" , "falsches" oder "konsequentes" Denken?! Und das man sich immer nach der allgemeinen Meinung richtet, weil es vielleicht bequemer ist, dem kann ich nicht zustimmen. Wenn ich Deine Geschichte zum Anlass nehme, gibt es verschiedene Versionen des Denkens. Nicht immer ist Denken mit Eigennutz in Verbindung zu bringen. Natürlich arbeitet man, um sich eine gesicherte Existenz aufzubauen. Aber irgendwann stößt auch der "Rundumdieuhrbeschäftigte" an seine Grenzen. Viele Beschäftigte, m ü s s e n Tag und Nacht arbeiten, um zu überleben. Handelt der weniger umsichtig? Im Prinzip sollte das jeder für sich entscheiden . Die Mischung aus Arbeit , Freizeit u. Gesundheit sollte ausgewogen sein; von jedem etwas zur rechten Zeit. Denn Profitgier war meistens Gift. Was die Zwischenmenschlichen-Beziehungen betrifft: es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, das einem der Partner gehört, so wie ein Möbelstück. Man muss ihn jeden Tag auf`s Neue erobern. Darum kann man Liebe oder Treue auch nicht einfordern. Ist das dumm gedacht?? Schönen Abend, pally


padernosder (19.4.17 19:31)
Danke für euere Meinungsäußerungen.
Alles ein wenig provokant geschrieben, zugegeben. Und das große Fragezeichen gehört natürlich auch zum Text! ;-)


Marie / Website (20.4.17 12:08)
Auch wenn schon von gestern ;-), möchte ich doch auch noch was dazu schreiben. Irgendwie hat mich Dein Beitrag etwas persönlich angesprochen.
Ich selbst zähle mich auch zu der Sorte Menschen, die durch ihre Arbeit, den Blick auf sich selbst ein wenig verloren hatten. Ich kann Dir nicht mal sagen, wie ich da letztendlich reingerutscht bin, aber irgendwie habe ich einfach nicht mehr die Kurve bekommen. Jetzt im nachhinein, aber auch erst nachdem ich ziemlich heftig ausgebremst wurde, sehe ich das und schüttele selbst mit dem Kopf. Ich glaube es ist nicht immer das Streben nach mehr oder eine Existenzsicherung, sondern manchmal läuft man eben blind auf eine Wand zu ohne es zu merken. Und wenn es dann den Schlag tut, wird man mach. Nicht jeder, aber ich glaube bei mir hat es funktioniert. Daher hole ich mir auch immer mal meine Erinnerungen zurück, wenn ich gerade merke, dass ich wieder in eine gewisse Schiene schlittere und mir mehr zumute wie ich sollte und mir gut tut. Und das passiert ziemlich schnell.
Meine Auffassung für eine Partnerschaft ist durchaus mit Treue assoziiert. Ich denke das ist unabdingbar. Jedenfalls für mich. Und Gefühle sind schnell verletzt, da jeder etwas anders gestrickt ist und ich glaube wenn man sich bedingungslos aufeinander einlassen kann und sich vertraut, dann sollte Treue eine Selbstverständlichkeit sein.
LG; Marie


Marie / Website (20.4.17 12:10)
*wach ;-)


(21.4.17 01:40)
...ich kann deinen Gedanken sehr wohl folgen, wenn es um die Diskrepanz von "Liebe" und "Treue" geht... das sie sich decken/spiegeleln ist der Idealfall, das ewige Sehnen danach... aber in der millionenfachen Realität? - ein Wunschdenken...dann wäre die "vernünftigere" Einstellung dazu - gegenüber diesem "Ideal" - doch eher deine Gadanken...

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