Fotos, Poesie, Prosa
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   
    pally66

   
    indianwinter

   
    marie-adel-verpflichtet

    lebenslabyrinth
   
    mirco-reisen

    - mehr Freunde

http://myblog.de/padernosder

Gratis bloggen bei
myblog.de





Champagner für alle!



Also ich bin ja stur. Das sind andere auch, ich weiß. In meinem Fall läuft diese Sturheit darauf hinaus, daß ich trotz besseren Wissens immer wieder Beiträge für meinen Blog schreibe, die sich aus irgendwelchen Zufälligkeiten ergeben, also uninteressant sind, aber ich schreibe sie dennoch! Da gibt es keinen Plan, kein Prinzip, da wird einfach "gemacht". Übrigens bin ich auch der unabänderlichen Meinung, daß es "der Blog" heißen sollte und nicht "das Blog".

Meinem Schreiben mangelt es nie an einem Augenzwinkern, es sei denn, ich behaupte, eine klare Ansage zu machen. Aber gerade auch dann... wer weiß. ;-) Heute will ich ein paar Gedanken - ich mußte tatsächlich ein wenig schmunzeln - über die Stichwahl in Frankreich niederschreiben. Ein bierernstes Thema, könnte man meinen, aber weit gefehlt...

Es sei mir verziehen, meine Leserinnen und Leser zu duzen... also das müßt ihr euch einmal ernsthaft vorstellen: Hier bei uns ginge es darum, wer die politische Macht im Lande erhält. Ich spreche von einer "umfänglichen" Macht, so wie sie der Erdogan will und der Trump schon hat, also mehr Macht, als sie Frau Merkel jemals hatte oder haben wird. Noch mal, angenommen wir Deutsche müßten am Wahlsonntag entscheiden, ob wir einen Kandidaten, eine Kandidatin auf den höchsten Thron im Lande heben, die/der weder von der CDU noch von der SPD kommt! Sagen wir, die "Kandidatin" führt das Parteibuch der AfD mit sich und der "Kandidat" hat noch nicht mal ein solches Büchlein.

Wir wären schockiert, so etwas kann uns ja niemand ernsthaft zumuten! Auch viele Franzosen waren schockiert. Sie sagten sich, da ich weder "Pest" noch "Cholera" wählen kann, gebe ich einen ungültigen Stimmzettel ab. Der wahre Demokrat muß eben clever sein!? Andere sagten sich, bloß keine Cholera-Epidemie, dann lieber die Pest - oder umgekehrt. Und der deutsche Außenminister meinte, der vor Kurzem noch als Wirtschaftsminister mit der siegreichen Pest zusammen gearbeitet hat, wir müßten jetzt alles tun, um die Pest zu fördern, denn sonst käme in ein paar Jahren unausweichlich die Cholera auf uns zu.

Wir haben ein paar Kriege geführt, gegen unseren heutigen Bruder, aber DeGaulle und Adenauer beschlossen, wir seien nun Freunde und so soll es auch sein! Ich persönlich machte mit unserem westlichen Freund unterschiedliche Erfahrungen, aber das gehört nicht hierher. Jedenfalls trägt der gemeine Franzose noch immer gerne eine Fahne vor sich her, auf der diese drei Worte stehen... na ihr wißt schon, die Revolution seinerzeit, vor über 200 Jahren.

Ich will auch nicht darüber lamentieren, daß ich als Franke 1806 zu diesen - "Bayern" kam, weil es ein gewisser Napoleon so haben wollte. Hauptsache die Preußen müssen bezahlen, dachte der kleine Herr, nachdem er unsere deutsche Erde ordentlich mit Blut getränkt hatte. Ach was, alles Schnee von gestern, heute sind wir Freunde, doch... ich verstehe einfach nicht, was mein Freund, der Franzose, gerade so treibt. Er war doch immer der Zweite neben dem großartigen Deutschen. Warum klappt denn nichts bei dem, während wir es so schön gemütlich haben?

Die Kandidatin mit dem AfD-Parteibuch meinte, sie wolle keine Vize-Kanzlerin unter Angela Merkel sein. Seit heute ist sie selbst von diesem ungeliebten Job weit weg. Sie hatte nicht die geringste Chance... diese Einsicht gönne ich ihr, wie ich allen Populisten realistische Einsichten gönne. Also ihr merkt schon, während ich hier meinen Champagner schlürfe, springen die Gedanken von links nach rechts und ich wollte doch auch von der "europäischen Familie" schreiben, die dabei ist, ihre Bande zu lösen.

Deutschland und Frankreich waren in dieser Familie immer die "Felsen", an denen sich andere orientieren konnten. Vater und Mutter, gewissermaßen, welche die große Kinderschar mit all dem versorgte, was sie noch nicht hatte, aber eben gerne haben wollte. Nun wankt einer dieser Felsen, die Franzosen sind untereinander völlig zerstritten und haben keine Ahnung, wo Hilfe herkommen könnte. Derjenige, den sie jetzt wählten, ist nur eine Notlösung. Aber wenn ein Elternteil nicht mehr "funktioniert", wird auch der andere scheitern, zumal viele der 25 Kinder nur darauf warten, Führungsschwächen auszunutzen.

England will nicht mehr, Frankreich ist zerrüttet, Italien war schon immer labil... alles was danach kommt, spielt in einer anderen Liga und wartet auf die Brosamen, die vom Tisch der Reichen fallen. Die Familie "Europäische Union" ist gescheitert, ist am Ende - man muß nur noch den Mut haben, es auszusprechen!
7.5.17 22:24
 
Letzte Einträge: O sole mio!, Großmaul!, Der Mammut-Jäger!, Blauer Natternkopf!


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (7.5.17 23:49)
Schwierige Zeiten in denen wir uns gerade befinden. Es bleibt wohl abzuwarten, wo der Hase hin hoppelt, aber ich befürchte mittlerweile nichts gutes. Allerdings ist Politik auch nicht meine Stärke, da habe ich nur sehr oberflächliche Kenntnisse. Allerdings ist das ganze Weltgeschehen mir schon etwas unheimlich. Hoffen wir einfach das Beste. LG, Marie


Indianwinter (8.5.17 14:30)
Hallo,

ich denke, man sagt mittlerweile schon auch „der Blog“, es hat sich eingebürgert, geht einem ja auch leichter von den Lippen.

Selber habe ich mit den Franzosen auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht, allerdings schon vor etlichen Jahren.
In demselben Urlaub ist es passiert, dass wir als Deutsche in einem Hotelrestaurant nicht bedient wurden und an einem anderen Tag von 3 jungen Franzosen sehr freundlich angesprochen und eingeladen wurden, darunter auch ein Restaurantbesitzer, der für uns gekocht hat.
Sie waren sehr herzlich und haben ganz ausdrücklich formuliert: „Nie wieder Krieg, stellt euch vor, wir müssten uns bekämpfen.“
Das war sehr bewegend und hat mich für andere Vorfälle sehr entschädigt.

Im Moment würde ich sagen, wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, natürlich ist Macron das kleinere Übel und was ist schon ein Parteibuch.
Meines (das Rote) habe ich schon vor einigen Jahren zurückgegeben, ich füge mich ungern in Vereine, Parteien usw. ein, meine Richtung kenne ich trotzdem...

LG, Indianwinter : D


pally (8.5.17 20:00)
Hallo, es stimmt schon: überall sieht man nur verzwickte Parteienkonstellationen. Aber vielleicht sollte man nicht immer nur pessimistisch denken, ein bißchen Optimismus kann nicht schaden. Gruß pally

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung