Fotografiert und erzählt!
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Der ganz normale Wahnsinn!

Wer hat es nicht schon erlebt... die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Jedes Kleidungsstück ist eines zuviel am schwitzenden Körper. Aber ich kann ja nicht nackt durch die Gegend laufen! Und ich brauche gewisse Utensilien. Also stecke ich den Reserve-Akku, die zweite Speicherkarte, den Haustürschlüssel, das Portemonnaie, die Zigaretten, das Feuerzeug, die Scheckkarte und das Reinigungstuch für die Kamera - kein Handy! ;-) - in die Hosentaschen, welche damit allesamt reichlich gefüllt sind.

Als ich beim Weiher eintreffe und zufrieden feststelle, die Großlibellen sind heute bereit, sich am Ufer zwecks Eiablage zu verweilen, muß ich die Hälfte des Inhalts meiner Hosentaschen erst einmal entleeren, bevor ich mich liegender Weise den Libellen nähern kann. Ich reiße das Gras vor meinen Augen aus, um einen freien Blick zu haben. Und tatsächlich, die "Große Königslibelle" kommt wieder, obwohl ich sie durch mein "Hantieren" erst einmal verscheuchte. Jetzt sitzt sie so nahe vor mir, daß ich sie gar nicht "vollständig" auf das Foto bringe.



Der Leser dieser Zeilen muß sich das einmal vorstellen... da sitzt eine wirklich große Libelle, etwa so groß wie der Finger eines Kindes, zehn Zentimeter vor der Linse meiner Kamera auf der Wasseroberfläche und es ist ihr völlig egal, was ich tue. Naja, ich bewege mich natürlich nur vorsichtig, aber auch kleinere Bewegungen bringen die Libelle nicht davon ab, ihre Eier abzulegen.



Mir soll es natürlich recht sein. Nicht nur das Jagdfieber erzeugt in solchen Momenten ein Glücksgefühl, sondern auch die Hoffnung, vielleicht jetzt und heute ein Foto zu schießen, wie ich es noch nie geschossen habe. Während ich also die "Große Königslibelle" fokussiere, quatscht mich tatsächlich ein Fahrradfahrer "von der Seite an" und fragt, ob mit mir alles in Ordnung sei? Eigentlich will ich rufen: "Hau ab!", doch dann vermeide ich lieber ein lautes Rufen und nicke dem besorgten Mitmenschen nur kurz zu.



Wieder in Ruhe und alleine gelassen, höre ich beim Blick durch den Sucher meiner Kamera ein leises Grollen. Die Geräusche vom Tennisplatz, ein monotones "plop, plop" und manch ärgerlichen Zwischenruf, bekomme ich nur unbewußt mit. Als dann die ersten Regentropfen auf der Wasseroberfläche auftreffen und kleine, springende Wasserperlen erzeugen, weiß ich, jetzt wird es gefährlich. Meine Kamera und das Objektiv haben zwar einen sogenannten "Spritzwasser-Schutz", aber ich will es nicht übertreiben und lieber Vorsicht walten lassen.

Als ich die Kamera unter das T-Shirt stecke und zum nächsten großen Baum renne, schlagen mir schon die Hagelkörner in den Nacken und auf den Hinterkopf. Mist, wo soll ich hin? Vor allem muß ich meine Kamera schützen! Doch bei einem Gewitter unter dem größten Baum Schutz suchen, das ist nicht besonders intelligent. Da meine Kamera mit einem Tragegurt versehen ist, kann ich sie so um den Holztisch einer Sitzgruppe spannen, daß die Kamera unter dem Tisch hängt. Ich selbst riskiere es und stelle mich unter eine Baumkrone.

Das Ende vom Lied: Ich bin reichlich naß geworden und habe mich letztlich schützend über die Kamera gebeugt, denn der Regen peitschte von der Seite auch unter die Tischplatte. Den Regenbogen mochte ich nicht fotografieren, das Risiko war zu groß. Während des ganzen Spektakels war ein Teil des Himmels wolkenfrei, doch leider nicht der, unter dem ich mich befand. ;-)

Anschließend lachte die Sonne wieder und nur die Pfützen auf dem Fußweg um den Weiher verrieten den sintflutartigen Regenfall. Ich fand einige Leidensgenossen, unter anderem den Ameisensack-Käfer. Vorsichtig versuchte er, seine Flügel zu bewegen...



was ihm dann auch gelang.



An den Bäumen und Büschen hingen viele Blätter wie dieses.

8.7.17 02:08
 
Letzte Einträge: Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-), Ein Strand - ein Paradies! , Einladung!, Das Leben geht weiter!


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (8.7.17 18:02)
...schön, dass Du und Deine Kamera alles gut überstanden habt.

Die Aufnahmen sind Klasse geworden und, naja, der hilfsbereite Radfahrer-
eigentlich super, dass es noch Leute gibt, die sich um Mitmenschen sorgen, auch wenn es gerade im falschen Moment war.
Toll, dass es auch der süße Käfer geschafft hat...

Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, bis dann, Indianwinter


Mirco / Website (9.7.17 08:50)
Das nenne ich doch einen gelungenen Bericht, direkt von der Front! Super Aufnahmen - unbedingt so weiter machen...

Viel Spass auf Weinfest - zum Wohl!

(die gibts leider nur mit Bierkrügen)

Gruß aus Ningbo

Mirco

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