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Von der Stirne heiß rinnen muß der Schweiß...!

Wie sagte das "Wickelkind" Heinz Erhardt, als es von einem Engel mit faltenreichem Gewand und ebensolchem Gesicht nach seinen Berufszielen gefragt wurde? "Ich würde gern Dichter werden!" ;-)

Gestern war ein guter Tag für die Poesie. Ich fühlte mich wohl im "Club der lebenden Dichter." Naja, mit einer Einschränkung... bei dem Wort "Club" klingeln bei mir die Alarmglocken. Und wahrscheinlich nicht nur bei mir, denn die Bezeichnung "Club" steht natürlich deutschlandweit für den ruhmreichen 1. FC Nürnberg, von dessen glanzvollem Ballzauber in diesen Jahren leider so wenig zu sehen ist! Es waren die "goldenen 20er Jahre", in denen "unser Club" so richtig erfolgreich "vom Leder zog". Leider hat damals selbst ein "Methusalem" wie ich es bin, noch nicht gelebt. ;-)

So feierte die Dichtkunst also gestern ein fröhliches "Stelldichein". Grund genug, heute wieder "andere Töne anzuschlagen". ;-)

Wir leben ja alle auf dem gleichen "Globus", weil andere "Globen" einfach nicht geeignet sind, dort seine Freizeit zu verbringen. Und warum lebt die Menschheit auf dieser schönen Erdkugel? Weil die Sonne es möglich macht! - Gestern jedoch hatte ich den Eindruck, gerade diese Sonne macht mir das Leben unerträglich. Zwar verließ ich erst um 15.00 Uhr die schützenden Gemäuer - my home is my castle - doch so schlau war das nicht. Aber der Reihe nach...

Bei meinem Nachbarn - der ist ein Nachfahre des Müllers mit den harten Händen, in die ich als Kind immer ein "Fünfzig-Pfennig-Stück" legte, wenn ich ein Eimerchen Haferschrot holte - fand ich ein Blümchen, durch welches sich eine Schlingpflanze rankte.



Beim Fotografieren ist es ganz anders als beim Fußball, denn es ist immer gut, das erste "Ding" im Kasten zu haben. ;-) Noch spürte ich nicht, wie gemein die Sonne im weiteren Verlauf des Tages zu mir sein wird. Frohgemut ging ich meiner Wege und kam ans Distelfeld, ohne ein weiteres Foto geschossen zu haben. Doch dann - als ich einen Haken schlug, um den Autos auf dem Schotterweg auszuweichen, die mächtig Staub aufwirbeln und ich diesen meiner Kamera nicht zumuten möchte - fielen mir die vielen Grashüpfer auf. Der "Schotterweg" ist eigentlich für den "normalen" Autoverkehr gesperrt, doch aufgrund einer fragwürdigen Stadtplanung sind die wichtigsten Verbindungsstraßen innerhalb der Stadt allesamt Großbaustellen, sodaß manch ein verzweifelter Autofahrer in der Not gegen das Gesetz verstößt. ;-)

Auf meiner Festplatte befinden sich viele schöne Aufnahmen dieser kleinen Heuschrecken. Doch nach kurzer Überlegung ließ ich mich im Gras nieder - was konnte ich schon verlieren - und versuchte, ein schönes Foto des Grashüpfers hinzubekommen. Naja, Heuschrecken sind keine Libellen. Feige versteckte sich der kleine Kerl hinter einem Grashalm und lugte mit einem Auge hervor, denn man will ja doch wissen, was Sache ist! ;-)



Weil ich schon einmal da lag, richtete ich die Kamera nach oben. Das Korn dieses Feldes ist durch und durch trocken und bekommt eine sehr helle Farbe. Mir fiel auf, daß die Halme recht kurz sind.



Dann ging es im "rechten Winkel" an Hecken und Büschen vorbei. Dort hausen viele Vögel, Schmetterlinge und - ich staunte nicht schlecht - auch Libellen. Weit weg vom Wasser. Doch es war diesmal ein "Pfauenauge", welches mich direkt "anflog" und auf meiner Hand sitzen blieb. Die Fotos davon sind leider zu hell geworden. Wenn ihr wüßtet, wie viele Fotos ich wegwerfe... ;-) Aber das ist nicht nur Unvermögen. Die grelle, superheiße Sonne gestern, da sollte man eigentlich gar nicht fotografieren!

Noch fühlte ich mich wohl. Ich grüßte einen Bauern auf dem Traktor, der damit beschäftigt war, mit seinem schweren Gerät um einen Telefonmasten herumzupflügen. Manche Traktoren haben eine Klimaanlage im Führerhaus. Jedenfalls hoffte ich, daß der Bauer eine hätte... Schließlich traf ich hinter der Bundesstraße wieder auf die Gollach, ärgerte mich zum wiederholten Male, daß dort nie das hohe Gras gemäht wird, und setzte mich am Ufer nieder, obwohl mich an Armen und Beinen das Gras "kitzelte". Da bewegte sich doch etwas? Ein kleiner Grasfrosch, nur drei oder vier Zentimeter groß!



Nach etwa fünf Minuten floß mir der Schweiß in Strömen aus dem Körper. Ich saß in der prallen Sonne und sah Pracht- und Königslibellen zu, immer in der Hoffnung, sie würden heranfliegen und sich auf irgendeinen Halm in meiner Nähe setzen. Schließlich war es nicht mehr auszuhalten. Mein "Noch-Arbeitgeber" stellt ja T-Shirts her, die den Schweiß "abtransportieren". Aber was ist, wenn das ganze T-Shirt naß ist? Ich flüchtete in den Schatten und entwarf einen "Notfall-Plan". ;-)

Der sah so aus: In möglichst kurzer Zeit, im Schatten sitzend, viel trinken! Das bekam ich dann auch hin, schöpfte neue Hoffnung und ging weiter zum Tennisweiher. Dort saß auf der einzigen Bank im Schatten ein Türke, der sich offenbar für Enrico Caruso hielt. Ich bin mir nicht sicher, ob es an dem merkwürdigen Gesang lag, jedenfalls ließen sich nur wenige Libellen sehen. Mit Ausnahme eines Blaupfeils, dessen Flügel leicht beschädigt waren...



Es wunderte mich kein bisschen, am Abend zu hören, daß z.B. in Köln sintflutartige Regenfälle hernieder gingen. Ich mag sie nicht, die schwülen, heißen Tage. Sie gehen mir gehörig auf Körper und Geist! ;-)
20.7.17 07:53
 
Letzte Einträge: Blauer Natternkopf!, Dichtung und Wahrheit!, Zwei Spatzen pfeifen es vom Dach...!, Fotos vom Feinsten - demnächst!, Es fing alles ganz harmlos an...


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (20.7.17 10:24)
Den Tag gestern habe ich ähnlich erlebt, inclusive dem kleinen Ausflug in die Poesie ;-) und die Begegnung einiger Heuschrecken.

Das Getreide ist dieses Jahr allgemein nicht sehr hoch gewachsen, was an der großen Trockenheit liegt und dem späten Forst bzw. Wintereinbruch an Ostern. Die Preise werden sich sicher entsprechend anpassen. ;-)

Zur Zeit bin ich auch wieder viel draußen, da ich meine "guten" Tage natürlich ausnutzen muss und möchte. Am Wochenanfang war ich kurzfristig auf den Hund, bzw. auf die Hündin gekommen und hatte so meinen "Spaß". Aber wir haben beide überlebt. ;-)

Die gestrige tropische Hitze, welche Du sehr authentisch beschreibst, lässt sich gerade beim lesen nachfühlen. Und tu` das nicht, in der Mittagshitze irgendwo in der direkten Sonne rumsitzen. Nutze lieber die Morgen- oder Abendsonne, dass ist viel angenehmer und gesünder!

Heute ist es angenehmer! Normalerweise bin ich ja der absolute Sommermensch. Sonne und Hitze haben mich nie großartig belastet, außer die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Aber durch das ganze körperliche und gesundheitliche Durcheinander bei mir, ist selbst mein Wärme- und Kälteempfinden sehr durcheinander gepurzelt. Und diese Wetterumschwünge, die ja bei uns sehr ausgeprägt sind, sowie eben auch diese extreme Hitze, machen mir ziemlich zu schaffen.

Eine schöne Zeit und viele Grüße, Marie


Indianwinter (20.7.17 15:27)
Es soll manchen Dichter geben,
der muss dichten, um zu leben.
Ist das immer so? Mitnichten,
manche leben um zu dichten.
...und noch ‘n Gedicht, natürlich auch von Heinz Erhardt, als Nachtrag zum gestrigen Tag noch für Dich.

Zum Glück lebst Du, um zu dichten und nicht anders herum : )

Nach dem Unwetter gestern, mit Gewitter und Regenfällen, ist die Luft auch hier leider nicht besser geworden.
Glücklicherweise weht ein kräftiger Wind, so kann man es einigermaßen aushalten.

Trotz der gestrigen Hitze hast Du wieder tolle Fotos mitgebracht.
Diese süßen kleinen Frösche haben wir immer mit den Kindern vorsichtig gefangen und betrachtet.
Es dauerte nie lange und die kleinen Kerlchen verabschiedeten sich hüpfender Weise immer sehr schnell.

Deine Libellen denke ich, haben sich gestern in der Tat gestört gefühlt von Caruso, schließlich waren sie es bisher immer gewohnt,
mit Dir allein zu sein ; )
Vllt. hast Du heute wieder mehr Glück und musst hoffentlich auch nicht so schwitzen...
Bis dann, LG Indianwinter


pally (20.7.17 19:52)
Ja, die Hitze, und nach dem Unwetter gestern die Schwüle, machen nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren. Selbst die Vögel sind hier still. Dass Du trotzdem lange Spaziergänge unternimmst , ist bemerkenswert. Und dabei auch noch tolle Fotos schießt, erstaunlich. Wird die 30Grad Marke geknackt, gehe ich nur vor die Tür, wenn es sein muss. Für heute wünsche ich Dir einen kühlen Abend, viell. mit einem Glas gekühlter Bowle
pally


padernosder (20.7.17 22:12)
Hallo,

danke für eure "Anteilnahme". Ich war ja nicht mittags unterwegs, habe extra bis 15 Uhr gewartet, aber es war dennoch brutal heiß.

Kühle Getränke sind immer gut, mit "Bowle" bin ich nicht so "vertraut". ;-) Habe mich heute mit der Sonne versöhnt, es war ein herrlicher, angenehmer Sommertag.

Während ich das schreibe, kopieren sich die neuen Fotos von der Speicherkarte auf die Festplatte. Mal sehen... ;-)

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