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Das Glück des Augenblicks!

Nachdem ich gestern meiner Phantasie freien Lauf ließ, will ich heute wieder ein wenig von den "Wundern der Natur" erzählen. Manchmal sind die Geschehnisse an meinem "Lieblingsplatz", dort, wo die "Schafschwemme" an der Gollach entlang führt und "der alte Mann" einen verwilderten Garten hinterlassen hat, beinahe so unglaublich, wie meine Arztgespräche. ;-)

"Kommst Du her!" Ich zuckte ein wenig zusammen. Oberhalb von mir schrie eine Frau nach ihrem Hund. Ich hatte beide nicht bemerkt, denn ich stand unten am Bach und konnte wegen der Brennnesseln nicht sehen, was oben am Weg vor sich ging. Offensichtlich hatte der Hund ein Problem mit dem Gehorchen, denn jetzt hörte ich ihn durchs Gestrüpp brechen, zehn Meter von mir entfernt. Er sprang in den Bach und genoß ein kurzes Bad.

Als Frauchen und Hund wieder verschwunden waren, konzentrierte ich mich auf die Prachtlibellen. Mir ist nicht klar, was sie tun und warum sie es tun, aber sie fliegen gerne knapp über dem Wasser dahin und manchmal sieht es so aus, als würden sie den Kopf zum Trinken kurz ins Wasser stecken. Da die Männchen der Blauflügel-Prachtlibelle oft sehr nahe nebeneinander fliegen, kommen sie sich auch schon mal ins Gehege... und siehe da, eine Libelle lag plötzlich im Wasser, kam nicht mehr hoch und wurde vom Bach langsam weggetragen.

Ich stand ja nicht das erste Mal da unten und deshalb liegen zwei Stöcke bereit, die ich hin und wieder brauchen kann. Mit dem größeren davon "fischte" ich nach der Libelle und hob sie aus dem Wasser. Als Fotograf sah ich dann natürlich eine Chance, ein außergewöhnliches Foto machen zu können. Also trug ich den Stock mit Libelle "nach oben", lehnte ihn gegen den Zaun des Obstgartens und ging davon aus, daß die Libelle einige Zeit braucht, bis sie wieder trocken ist und fliegen kann.

Es waren nur vier Fotos, die ich schießen konnte, dann flog die Prachtlibelle davon und ich stand staunend da...



Naja, so ist das eben. Fotografieren ist so oft eine Frage des Zufalls, und manchmal, da könnte ich mir in den Hintern beißen, weil ich den richtigen Augenblick unaufmerksam verstreichen ließ. So hat doch gestern, allerdings am Tennisweiher, eine Hornisse den Blaupfeil angegriffen, der direkt vor meiner Nase saß. Und ich mußte natürlich gerade in diesem Moment auf mein Display gucken, welche Blende ich eingestellt hatte. Der Blaupfeil hat mal kurz seine Flügel "angeworfen" und die Hornisse lag im Weiher. Aber von all dem existiert kein Foto!!

Und ebenfalls gestern, jetzt wieder hier, gleich neben der "steinernen Treppe", sah ich eine Eidechse. Groß, mit einer schönen Rückenzeichnung, aber doch vom Gras so verdeckt, daß ich mit dem Fotografieren noch abwarten wollte. Diese Eidechse zeigte aber leider gar kein Verständnis für mein Anliegen und schon bald war sie in einer Mauerritze verschwunden. Manchmal habe ich eben Pech, und das andere Mal Glück. Da sehe ich doch eine Heidelibelle auf einem Halm sitzen. Man kann sie relativ leicht erkennen, denn sie hat seitlich zwei dicke gelbe Streifen. Als ich mich annähere, fliegt sie auf, setzt sich jedoch an eine Stelle, die für meine Zwecke noch viel geeigneter war. Dort blieb sie sitzen und schenkte mir "alle Zeit der Welt", sie zu fotografieren. Das folgende Foto kann man schon als "gelungen" ansehen. ;-)



Sie war nicht so rot, wie die "Blutrote Heidelibelle" und ich bin mir ziemlich sicher, sie ist eine "Große Heidelibelle". Die Art genau zu bestimmen ist schwer. Auch bei "Wikipedia" wird darauf hingewiesen, daß man das Insekt im Ganzen sehen muß, um wirklich sicher sein zu können, welche Art es ist. Diese Libelle war sehr unbeweglich und zeigte mir immer nur die gleiche Seite.



Doch wie gesagt... Nur durch Zufall sah ich sie da sitzen und nachdem sie aufflog, kam sie zurück und sie blieb sitzen, obwohl ich mächtig "Theater" vor ihr machen mußte, bis ich sie direkt vor der Kamera hatte. Leider bin ich nicht schwindelfrei und ich "turnte" auf einer Mauer herum, eineinhalb Meter oberhalb der Gollach. Wenn ich dann die Kamera vor Augen habe, bekomme ich manchmal ein so "schwammiges" Gefühl... ;-)

Ich merke gerade, das wird heute ein längerer Beitrag, aber egal, warum nicht? ;-) Wenn ich euere "Kommentare" lese, versuche ich mir natürlich zu "merken", wer was und warum sagt. Ich kann nicht alles behalten, aber ich weiß, daß die Leserin, die meine Beiträge schon am längsten liest, unter anderem den "Farn" mag. "Zufällig" wächst an der Gollach auch eine Menge Farn und heute, bzw. gestern, sah ich ihn mir einmal genauer an.



Zunächst hatte ich nur einen Blick für das lichtdurchflutete Blatt. Dann sah ich mir den Stängel an. Mein Staunen wurde immer größer. Das sah ja wirklich interessant aus.



All diese weißen Härchen umgaben den Stängel wie eine samtene Schicht. Doch da waren auch noch Wassertropfen zu sehen und so kleine, rote Punkte.



Eine außergewöhnliche Pflanze, wie sie im Sonnenlicht so wild und üppig vor sich hinwuchs. Sicher werde ich bald noch einmal einen Blick darauf werfen, aber für heute soll es erst mal genug sein. ;-)
9.8.17 02:53
 
Letzte Einträge: Blauer Natternkopf!, Dichtung und Wahrheit!, Zwei Spatzen pfeifen es vom Dach...!, Fotos vom Feinsten - demnächst!, Es fing alles ganz harmlos an...


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


betoni / Website (9.8.17 08:08)
ich bin wieder begeistert. du hast sehr viel glück mit den libellen und hast einer sogar das leben gerettet.
schade das du die eidechse nicht fotografiert hast. ich hab noch nie eine in der natur gesehen.
die fotos vom farn sind auch genial.


Marie / Website (9.8.17 15:14)


Nimm Dir meine Moralpredigt von gestern trotzdem zu Herzen, nur für den Fall das es nötig werden würde! ;-)

Die Bilder sind wieder absolut Klasse! Die braune Libelle gefällt mir heute am besten.

Brennnesseln können ganz fies sein! Dazu fällt mir ein, mein Bruder hat als Kind immer felsenfest gesagt: "Wenn ich mal wiedergeboren werde, dann möchte ich was ganz fieses werden, eine Brennnessel z. B." Damit konnte ich ihn bis zuletzt immer noch wunderbar hochziehen. ;-)

Einen schönen Tag, bis dahin, Marie

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