Fotografiert und erzählt!
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   merry-n
   Marie
   Fotos
   Indianwinter
   pally66
   lebenslabyrinth
   mirco-reisen

http://myblog.de/padernosder

Gratis bloggen bei
myblog.de





Meine Meinung...

Ein kluger Mensch weiß, wenn er einen Sachverhalt kritisch unter die Lupe nehmen will, beginnt er mit der Selbstkritik. Doch "Selbstkritik" ist eine Art des Nachdenkens, die viele von uns nicht beherrschen. Und dann wird z.B. im Brustton der Überzeugung gesagt: "Ich gehe nicht wählen, denn es ändert sich ja sowieso nichts".

Wie geht das zusammen? Die Zustände kritisieren, z.B. mit der Aussage: "Politiker tun nichts, damit sich an meinen Verhältnissen etwas ändert" - und als Konsequenz dieser Einsicht selbst nichts tun!? Sollten wir vernunftbegabten Menschen nicht wissen, daß ich etwas tun muß, um so leben zu können, wie ich mir das vorstelle?

Andere Menschen in der gleichen Situation gehen wählen - die AfD. Sie tun etwas - sie wählen eine "Protestpartei". Sind sie denn wirklich überzeugt, daß die AfD an ihrer Seite dafür kämpft, daß es ihnen besser geht? Der Herr Gauland war erst kürzlich in einer Fernsehsendung, wo er ganz unumwunden zugab, die AfD hätte noch keine einheitliche Meinung zu bestimmten Fragestellungen, worauf die Bürger und Bürgerinnen aber gerne eine Antwort hätten. Wie kann ein notleidender Mensch von einem meinungslosen Menschen, bzw. von einer Partei, die noch nicht weiß, was sie wollen soll, Hilfe erwarten?

Ist es für das eigene Ego so wichtig, Dampf abzulassen, indem ich eine Partei wähle, welche die anderen Parteien nicht leiden können? Wenn ich ein "Wutbürger" bin, habe ich dann glückliche Momente, wenn die AfD überraschend viele Stimmen bekommt, jedoch in der Republik nichts zu sagen hat, weil sie selbst nicht weiß, was sie will und weil keine andere Partei mit ihr zusammen arbeiten will?

Doch auch der Wähler, der zur Wahl geht und mit strahlendem Gesicht Frau Wagenknecht wählt, weil diese am schönsten vom Wahl-Plakat lächelt, muß sich fragen lassen, wie weit es mit seinem Verantwortungsgefühl für das eigene Land her ist. Ebenso die seriös wirkende ältere Dame, die Frau Merkel wählt, weil ihr deren "Auftreten" gefällt, der aber völlig egal ist, was genau Frau Merkel und ihre Partei für unsere gemeinsame Zukunft tun wollen.

Ich will einmal festhalten: Manche Staatsbürger und -bürgerinnen gehen nicht zur Wahl. Andere wählen aus Protest eine Partei, die nicht weiß, wofür sie steht und wieder andere wählen eine Partei, nur weil sie eine bestimmte Person "sympathisch" finden. Somit können wir etwa der Hälfte der Bevölkerung kein gutes Zeugnis ausstellen, was "vernünftiges Wahlverhalten" betrifft.

Wiegesagt, Selbstkritik findet nicht statt und deshalb fällt auch nicht auf, wie verantwortungslos viele Menschen mit ihrer "Wahlstimme" umgehen. Ich bin auch dafür, daß eine Menge Geld in die "Bildung" gesteckt wird. Unserem Nachwuchs muß ausführlich erklärt werden, wie das mit der Demokratie funktioniert. Manche Menschen denken, als freier Bürger kann ich tun und lassen was ich will. Aber so ist es eben nicht! Denn diese "Freiheit" wird durch das "demokratische System" garantiert.

Die körperliche und geistige Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Mit der Türkei habt ihr ein deutliches Beispiel, wie schnell "harmlose Bürger" hinter Gittern verschwinden, nur weil sie ihre freie Meinung äußerten, die den Mächtigen nicht gefallen hat. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen darauf achten, daß in unserem Land niemand zu mächtig wird und glaubt, er könne Deutschland nach seinen Vorstellungen verändern. Wenn wir in einem Land gerne leben wollen, wenn wir wollen, daß der "Wettstreit der Ideen" das Beste aus unseren Politikern herausholt, dann darf sich keine Partei ihrer Macht zu sicher sein.

Frau Merkel z.B. meint, sie braucht zu bestimmten, zukünftigen Fragen noch keine konkreten Pläne zu haben, es geht uns "jetzt" ja gut. Hier wird die Arroganz der Macht schon deutlich. Und sie entzieht sich der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner, weil sie denkt, sie habe das nicht nötig und es könnte ihrer Wiederwahl eventuell schaden.

Und die SPD? Wenn die Sozialdemokraten verstehen, worüber ich gerade schreibe, dann werden sie mit der CDU nicht mehr koalieren. Denn nur so werden die politischen Machtverhältnisse in unserem Land in Bewegung kommen. Sie haben in den vergangen Jahren die Risse gekittet, die sich zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU auftaten. Das sollten sie nicht mehr tun. Seehofer wollte die Bundeskanzlerin vor das höchste Gericht bringen. Das geht nur, wenn die Grundrechte in Gefahr sind. Doch dieser Streit hat innerhalb der CDU/CSU zu keinen personellen Konsequenzen geführt. Sie stritten sich bis aufs Blut und sind beide immer noch an der Macht, mit den besten Aussichten, wiedergewählt zu werden.

Solche arroganten Machtspiele sollten wir als Wähler und Wählerinnen nicht einfach hinnehmen. Wir hatten schon einmal 16 Jahre lang einen selbstgefälligen, überheblichen Bundeskanzler Kohl, der am Ende nicht mehr zu ertragen war. Wollen wir uns tatsächlich wieder 16 Jahre CDU-Kanzlerschaft antun? Dann wären selbstkritische Betrachtungen aber dringenst nötig!

23.9.17 19:27
 
Letzte Einträge: Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-), Ein Strand - ein Paradies! , Einladung!, Das Leben geht weiter!


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mirco / Website (24.9.17 06:42)
Da gibt's nichts hinzuzufügen...!
Mal sehen was meine Landsleute heute fabrizieren...

Viele Grüße aus Ningbo

Mirco

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung