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Vom Winde verweht!

Es ist wieder die gleiche Tageszeit - 6 Uhr morgens. Der Kaffeeduft breitet sich im Zimmer aus und ich sehe auf die schwarze, dampfende Flüssigkeit in der großen Kaffeetasse vor mir... Wie ging das gestern weiter?

Zu meiner nicht unangenehmen Überraschung strahlte schon bald schönster Sonnenschein vom wolkenlosen Himmel. Ich zog vorsichtshalber ein Sweat-Shirt an - unter die unvermeidliche Fotografen-Weste mit den vielen Taschen - und spazierte, das erste Mal seit dem Frühjahr, langärmelig Richtung Schafschwemme. Der Wind blies kräftig. Anderenorts wurden Bahn- und Schienenverkehr eingestellt und zu allem Unglück Menschen von umstürzenden Bäumen erschlagen... die Natur ist gnadenlos.

Als ich die Schafschwemme, in der man sich in diesen Tagen schmutzige Füße holt, wegen all der Regenpfützen und dem aufgeweichten Boden, schon längst hinter mir gelassen hatte, drehte ich mich um und fotografierte die Silhouette meines Städtchens. Niemand hört das Sausen und Zerren des Windes, alles scheint friedlich einem wunderschönen Tag entgegen zu gehen.



Zu meinem Glück wußte ich nicht, daß der Sturm, dessen Ausläufer mir um die Ohren pfiff, seine Opfer fordern wird. So konnte ich diesen zwar windigen, aber insgesamt schönen Tag genießen. Als erstes kam ich, noch in der Schafschwemme, zur Gollachbrücke und sah den Farn mit seinem Licht- und Schattenspiel. Dieses war wirklich schön anzusehen und als der Wind eine Atempause machte, konnte ich es auch mit meiner Kamera festhalten.



Ich hatte genug von diesem Dreck unter meinen Schuhen und bog in einen grasbewachsenen Feldweg ein, der mich Richtung "Bahndamm" führte. Von dort schoß ich das erste Foto. Ansonsten gab es wenig Motive. Der Kampf gegen den Wind beherrschte mein Denken und ich wollte es bewußt genießen, diesen Widerspruch zwischen herrlichem Sonnenschein und stürmenden Winden. Dann fiel mir ein kleines Gehege auf und ich blickte über den Zaun... da liefen die künftigen Weihnachtsbraten umher. ;-)



Zunächst am Bahndamm entlang, führt eine schmale, jedoch geteerte Straße, in einem großen Bogen um die Stadt. Gestern gab es neben mir nur noch eine Spaziergängerin. Wir begegnen uns immer wieder mal und wechselten ein paar Worte. Sie hatte Angst, ihr kleiner Hund würde vom Wind weggeblasen. Die Hundebesitzerin hatte ihr Fahrrad am Bahndamm abgestellt. Ich erkannte es daran, daß vor dem Lenker ein Körbchen angebracht war, in dem der Hund sitzt, wenn einmal gefahren werden muß. ;-)

Ich lief weiter und weiter. Mal schob mich der Wind, mal kämpfte ich gegen ihn an. Schließlich war ich am Gollach-Polder und sah sogar noch zwei Heidelibellen. Etwa zwanzig Enten ergriffen die Flucht und einem Graureiher wurde es auch zu ungemütlich, als ich kam. Ja, das tut mir leid, wenn ich die Tiere von ihren gewohnten Plätzen verscheuche, aber ich sehe sie ja gar nicht, bevor sie die Flucht ergreifen und wenn sie es endlich kapieren würden, daß ihnen nichts geschieht, dann würden sie sitzen bleiben. Sie hätten keinen Streß und ich ein paar schöne Fotos. ;-)

So zeige ich euch etwas rotes Herbstlaub...





...wobei ich aber unbedingt noch darauf hinweisen will, wie "Natur" wirklich ist. Keinesfalls gibt es eine bestimmte Jahreszeit, oder gewisse Temperaturen, die alles und jeden in der Natur beeinflussen. Während eine Großzahl von Bäumen und Sträuchern ihr Chlorophyll von den Blättern in die starken Äste und Stämme "zurückholen", fangen andere "Gewächse" an, noch einmal richtig Gas zu geben, wie z.B. der Brombeerstrauch.



Der Spaziergänger wundert sich, welch schöne Blattstruktur er zu sehen bekommt, mit einem satten Grün.



Was will er denn noch? Die dornigen Zweige des Brombeerstrauches schieben sich am Boden entlang und recken sich dann zwischen den Brennnesseln in die Höhe, welche den Vergleich scheuen müssen, denn gegen einen solchen "Ausbund an Kraft" ist kein (Un-)Kraut gewachsen. Ja, "so" ist die Natur, wie auch der Mensch - Überraschungen inbegriffen! ;-)
6.10.17 07:40
 
Letzte Einträge: Weitere Urlaubsgrüße! , Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-)


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Twity-Autor / Website (6.10.17 10:16)
Hallöchen,

die Lichtspiele beim Farn sehen wirklich toll aus! :-) :-) :-)


Marie / Website (6.10.17 14:51)
Das letzte "Aufbäumen" einiger Pflanzen sehe ich jedes Jahr an einer meiner Rosen. Im Oktober gibt diese immer nochmal richtig Gas und blüht fast schöner wie im Sommer.
Und das, obwohl ja der grüne Daumen bei mir eher verloren gegangen ist. ;-) Ich schätze, die will mir damit sagen, "ich schaffe das auch ohne Dich". ;-)

Deine Blätterbilder sind wieder grandios! Ich mag ja solche Bilder absolut gern. ;-)

Ja, die Natur ist gnadenlos und zieht ihr Ding durch, egal wie. In der Medizin ist es ja eigentlich genauso, manchmal wäre es besser, der Natur ihren Lauf zu lassen......allerdings gibt es natürlich Bereiche, da ist es gut, dass die Forschung, Entwicklung und Technik so fortschrittlich ist. Ansonsten könnten wir wohl kaum ein stetig steigendes Durchschnittsalter verzeichnen. Ob das natürlich immer so gut ist, darüber lässt sich sicher prima diskutieren. ;-)

Aber leider wird auch der Natur viel zu viel ins Handwerk gepfuscht, die Auswirkungen können wir ja deutlich spüren, z. B. der allseits befürchtete MRSA ist darauf ja nun mal zurückzuführen......Aber die liebe Pharmaindustrie muss ja auch leben. ;-)

So, ich verfalle in alte Muster und bin wieder komplett abgeschweift....dabei ging es ja nur um den Brombeerstrauch.

Weihnachtsbraten.....tzzzz....also Gänse sind schon wirklich tolle Tiere. So wirklich im Backofen, möchte ich sie mir nun nicht vorstellen. Und so ein beachtlicher Ganter kann schon mal gewaltig zubeißen, wenn er sich in Gefahr wägt. ;-)

LG, Marie ;-)


Indianwinter (6.10.17 15:12)
....das Schönste am Herbst, diese tollen Farben, hat Du hier schon eingefangen, dabei ist das doch erst der Beginn der Blätterfarbenpracht.
Besonders die Licht-und Schattenspiele bestechen heute bei Deinen Aufnahmen.

Die Gans allerdings sehe ich lieber lebendig, ich glaube, sie sich selbst auch ; )

Bis dann, LG und ein schönes Wochenende, : D

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