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Wußtet ihr schon...?

Mein erstes Auto war eine "Ente". Sie kostete 1900.- D-Mark. Für mich ziemlich viel Geld, ich war noch "Assisstenten-Anwärter" bei der AOK, also in der Ausbildung. Das war Anfang 1974, einem wichtigen Jahr für mich, denn ich wurde Autofahrer, Wehrpflichtiger, zum Volljährigen erklärt, und schloß meine Ausbildung ab, worauf ich "Einen ausgab" und meine Freundin in der Kneipe küsste, woran der Gastwirt wiederum Anstoß nahm und meinte, wir könnten das Ganze draußen fortsetzen oder damit aufhören.

Meine Nachbarn, schräg gegenüber, haben einen Sohn, der etwa so alt ist wie ich - damals. Er hat keine Freundin, aber er hat ein Auto, davon hätte ich seinerzeit nur geträumt. Dieses tolle Auto verfügt sicher über eine Menge Schnickschnack. Auch läßt es mich wissen, wann es losfährt, denn dann zittern meine Fensterscheiben und der Kaffee vibriert in meiner Tasse. Solche Nachbarn - wie ich einer bin -, sind sich natürlich sicher, daß dieser Pkw unmöglich bezahlt sein kann. Junge Leute kaufen sich ja heute alles "auf Pump", vor allem ihre Autos.

Ich kenne das Ganze doch sehr genau. Mein Vater damals, der hat auch immer geguckt, ob der Nachbar ein neues Auto hat, ob er seine Straße immer pünktlich am Samstag kehrt usw. Ein richtiger Spießer eben. Doch diese modernen jungen Leute, die sind ja noch viel schlimmer. Die haben noch keine abgeschlossene Berufsausbildung, noch keinen festen Job, aber sie verschulden sich bis über beide Ohren für ein möglichst auffallendes Auto!

Ja, da waren "wir" eben anders. Eine "Ente" tat es auch und später ein "Käfer". Mein bester Kumpel hatte einen "R 4". Wenn ich mit ihm ein "Rennen" fuhr, dann startete ich mit 117 km/h den Überholvorgang, wobei ich hoffte, der R 4 meines Kumpels würde sich einmal ordentlich "verschlucken" und nur 115 km/h schaffen. Okay, ich gebe es zu, charakterlich waren wir der heutigen Generation nicht unbedingt überlegen, zumindest was Autorennen betraf, aber unsere Wettfahrten fanden eben nicht auf höchstem Niveau statt. Und eine Freundin fanden wir damals auch mit einer alten Klapperkiste, was mir heute als "Ding der Unmöglichkeit" erscheint. ;-)

Auch die berühmten 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts gingen irgendwann zu Ende und dann kam das "Waldsterben". Wir wurden uns bewußt, daß unsere Autos richtige "Dreckschleudern" waren und hatten Angst, richtige Angst, daß der Wald bald der Vergangenheit angehört. Selbst die Franzosen konnten ihre lockere Lebensart nicht mehr beibehalten und übernahmen das schöne Wort "Waldsterben" in ihren Wortschatz. Also ganz ehrlich, ich bin heilfroh, daß es anders gekommen ist. Seit vielen Jahren wird das Waldsterben nicht mehr beklagt und gerade die Politiker betonen, daß unser schönes Deutschland zu einem Drittel mit Bäumen bewachsen ist.

Nun bin ich kein Ignorant, ich leugne die Schuld des Menschen am "Klimawandel" nicht. Doch ich hatte schon einmal große Angst, daß in der Natur etwas Fürchterliches geschieht und dann mußte ich feststellen, entweder hat man uns seinerzeit so richtig "verarscht", oder aber die Wissenschaftler wissen nicht immer alles so genau, wie sie es uns glauben machen wollen. Ach ja, ich war ja beim Autofahren...

Wir ärgern uns über den Trump, weil der doch nichts mehr wissen will von diesem Pariser Klima-Abkommen. Nun hat man aber festgestellt, daß sich der "CO2-Ausstoß" in Deutschland 2016 nicht wie vereinbart verringert hat. Nein, er ist angestiegen, im Vergleich zum Vorjahr. Das verstehe jetzt, wer will, unsere Bundeskanzlerin hat doch gesagt...

Und gestern hörte ich im Fernsehen, der Außenminister Gabriel hätte einen netten Brief nach Brüssel geschrieben, worin er darauf hinwies, daß man doch unsere deutschen Autobauer in Ruhe lassen soll, die haben es eh schwer in diesen Tagen. Wo kämen wir denn hin, wenn in den Schlüssel-Industrien Auto- und Bergbau massenhaft die Arbeitsplätze wegbrächen und der einzige Vorteil wäre eine etwas sauberere Umwelt? Nein, dafür müssen wir alle Verständnis haben. Es ist eben ein Unterschied, ob ich vom heimischen Sofa aus nach sauberer Luft schreien kann, oder ob ich verantwortungsbewußte Entscheidungen für Industrie und einem Teil des arbeitenden Volkes treffen muß.

Braunkohle ist geil! Am Besten wäre, unsere "fetten" SuV´s würden von billiger Braun-Kohle angetrieben werden und die schmutzigen Abgase würden direkt wieder... naja, ich bin kein Techniker. Da wird VW, BMW, Mercedes - und wie sie alle heißen - schon etwas einfallen! ;-)

8.11.17 07:14
 
Letzte Einträge: Auf geht´s!, Ein Königreich für eine Sitzbank! ;-), Ein Strand - ein Paradies! , Einladung!, Das Leben geht weiter!


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(8.11.17 07:42)
merry-n
Dein Eintrag hat schöne Erinnerungen geweckt an mein erstes Auto, ein hellblauer Käfer und mein zweites, ein türkiser R4 mit der legendären Revolverschaltung! Beide selbst erarbeitet und nicht von Papi und Mami gesponsert bekommen.


Indianwinter (8.11.17 14:35)
...ich weiß noch ganz genau, das „Waldsterben“, wir waren entsetzt und davon überzeugt, der Wald verschwindet...

In „R 4’s und Enten“ bin ich jeweils mitgefahren und selbst hatte ich einen türkis-metallic-farbigen „Käfer“, auch nicht von den Eltern.
Es war der Wagen meines Freundes : ), er hat ihn mir dann überlassen, als er zum „Bund“ musste.

Ein toller Eintrag von Dir mit tausend Erinnerungen auch für mich an eine schöne Zeit... : D

Schöne Grüße, heute leider nicht aus der Sonne, es ist kalt, trübe und nass


Marie / Website (8.11.17 20:02)
Für mich war und ist das das Jahr 1974 natürlich auch sehr wichtig. ;-) Und es war ja schon wirklich ein super Jahr!

Aus Erzählungen weiß ich, dass mein Vater im April, gerade 18 geworden, für volljährig erklärt werden musste für die bevorstehende Hochzeit. Vorher lag ja die Volljährigkeit noch bei 21.

An Autos der 70er kann ich mich auch noch zum Teil erinnern, aber dann doch mehr als Beifahrer auf der Rückbank, ohne Gurt und gequalmt wurde auch gewaltig im Auto. ;-)

Waldsterben, ja ganz großes Thema. Dann gab es noch die berühmte weiße Friedenstaube auf blauem Grund. "Peace" ;-)

Was ich ganz massiv in Erinnerung habe, das aber eher in die 80 er gehört, also ganz sicher dahin gehört, ist der Reaktorunfall von Tschernobyl. Zwei Tage sollten wir nicht draußen rumstreunern und nichts von "draußen" essen.
Klar, das ganze war ja dann nach zwei Tagen auch wieder gut. ;-)

Ich hatte vor einigen Jahren mal durch einen Aufenthalt in Minsk, die Gelegenheit Prypjat, also Tschernobyl zu besuchen. Gespenstisch.


Marie / Website (8.11.17 20:02)
Die Langzeitfolgen von dieser Katastrophe liegen mittlerweile in einer nicht wirklich erfassten Dimension. Und ich glaube, dass diese Katastrophe nicht ganz unschuldig an den immer noch steigenden Krebserkrankungen, im mittleren Lebensalter in Mitteleuropa, Schuld ist. Es gab mal einige Studien dazu und die sind sehr interessant und ernüchternd.
Die Erklärung dazu findet sich selbst.
Waldsterben war wohl dann eher der harmlosere Teil dieser Zeit.

Mein Traumauto war übrigens immer ein Käfer Cabrio in dunkelblau metallic. ;-) Ich hatte ihn nie. Als Studentin hatte ich gar kein eigenes Auto und bin viel Bahn gefahren.
Mein erstes Auto habe ich mir dann so mit fast 30 gekauft. Übrigens hatte ich bis Januar einen VW Beetle, der kam schon ein wenig an den Käfer ran. Leider ist der im letzten Winter einem etwas unsicheren Autofahrer zum Opfer gefallen.

Schöne Erinnerungen hast Du da wachgerüttelt. Aber ich glaube auch, das war schon eine geile Zeit. ;-)


So, und nun gute Nacht. Ich habe es für heute geschafft und bin ziemlich durch! LG, Marie

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