Fotografiert und erzählt!
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Ich liebe euch nicht!

Hörst du das Lied der Freude
Das die ganze Welt durchdringt?
Hörst du das Lied der Liebe
Das die ganze Jugend singt?

Die ganze Jugend? Nein, schaut einmal nach Davos. Da steht die kleine Thunberg vor den Mächtigen und sagt: "Euch will ich nicht lieben!"

Vor uns liegt ein besseres Leben
Tränen sind Vergangenheit
Lasst uns alle Brüder werden
Freunde sein für alle Zeit!

Vor uns liegt ein besseres Leben? Leute, wo kommt ihr denn her? Lest ihr keine Zeitung? Habt ihr keine "News-App"? Seht ihr nicht die mutwillige Zerstörung der Welt?

Kann ich "Beethoven" und "Davos" in einem Atemzug nennen?

Nein, da paßt viel besser Hans Castorp, der in langen Jahren mit seiner Krankheit kämpfte. Er muß sich viel Kluges anhören, in der einsamen Bergregion, auf dem Zauberberg. Thomas Mann flüstert es ihm zu, um dann den "Tod in Venedig" zu sterben, weil er an der Liebe zu einem Jüngling verzweifelt.

Dieser griesgrämige, taube Beethoven hat für seine 9. Sinfonie alles getan, aber komponiert hat er sie nicht. Ja, meine greise Großmutter buk bis zu ihrem Lebensende einen hervorragenden Nußkuchen, aber der Beethoven... naja, vielleicht hat er ja doch geschaffen, was mir kaum möglich erscheint. Vielleicht feiern wir das Beethoven-Jahr zu Recht, und die Frage: "Hörst Du das Lied der Freude", hätte er sogar mit einem leichten Kopfnicken beantwortet. ;-)

Ja, und wie paßt Schillers "An die Freude" zu Beethovens Musik? Anfangs spürt man die Freude noch. "Freude schöner Götterfunken" - das ist gut. Feuertrunken das Heiligtum der Himmlischen zu betreten, das fühlt sich auch gut an - aber dann:

Freude trinken alle Wesen
an den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
folgen ihrer Rosenspur.
Küße gab sie uns und Reben,
einen Freund, geprüft im Tod.
Wollust ward dem Wurm gegeben,
und der Cherub steht vor Gott.

Hier zeigt sich die wahre Natur des "Glocke-Dichters". Zocken und Sex, das war sein Leben. Und in seiner überschäumenden Begeisterung läßt er alle Wesen, einschließlich Wurm, freudetrunken und wollüstig an den Brüsten der Natur hängen. Auch Bacchus darf grüßen. Am Ende hat Schiller wohl bemerkt, übers Ziel hinausgeschossen zu sein und so rief er schnell einen Cherubin herbei, stellte ihn schützend vor Gott, um das denkbar Verwerflichste zu verhindern - fuck you, Schiller! ;-)

Ich bin sicher, auch in Davos wird dieser Tage ordentlich gesoffen und gehurt - so ist das Leben!

21.1.20 10:09


Ihr werdet es nicht für möglich halten!

Obwohl ich gestern ganz besonderes Glück und Vergnügen beim Waldspaziergang erleben durfte, will ich meinen Bericht mit dem beginnen, was mir beim Wandern im Wald immer wichtig ist - den Blick auf interessante Details zu richten, auf die "kleinen Schönheiten" am Wegesrand.

Im hellen, schräg einfallenden Sonnenschein lief ich noch vor der Mittagszeit los. Über den Weinbergen, im lichten Wald, fühlte ich zunächst eine sehr angenehme "Frühlingsluft". Selbst im Schatten lag die Temperatur bei 14° C. Meine Hoffnung, mit Tautropfen behangene Gräser zu finden, war vergebens.



Es tat mir weh zu sehen, wie ein Waldbesitzer mit schwerem Gerät "Holz machte". Tiefe Reifenspuren gruben sich in den Waldboden. Kleinere Stämme lagen zwar kurz geschnitten und gestapelt unter den Bäumen, doch daß der "Berserker" diesen großen Stamm einfach im Geäst eines anderen Baumes hängen ließ, das zeugte schon von gedankenloser Willkür.



Ich weiß natürlich, daß auch hier in meiner Gegend der Wald vor allem seinen "Nutzen" zu erbringen hat. Andererseits lese ich vom "Steigerwald Panoramaweg" und vom "Kelten Erlebnispfad". Wie auch immer, bald werde ich tiefer im Wald sein, wo ich hoffentlich keinen "Kahlschlag" mehr mit ansehen muß. Ein letzter Blick auf die Schnittstelle eines Astes...



Leider kann ich euch nicht sagen, welcher Art dieses Holz mit dem weichen Kern ist, doch das hier sollte der Stamm einer "Schwarzkiefer" sein. Interessant ist das "Muster" der Rinde. Sicher erkennt ihr auch Nase, Mund und Auge des Baumgesichts... ;-)



"Marie" hat kürzlich hier geschrieben, sie vermute den Haselnuß-Pollen in der Luft - hier der Beweis. ;-)



Für mich immer wieder beeindruckend sind die stacheligen Rosen- und Beerengewächse. Die kleinen Blutstropfen auf meinem Hosenbein sah ich erst, als ich zuhause die Hose auszog. ;-)



Neben den Dornenbüschen sind auch die Baumpilze im Wald immer anzutreffen.



Wenn ihr so wollt, dann könnt ihr bis hierher von meiner "Vorrede" ausgehen, denn jetzt kommt der "Admiral". Ja, es war mir ein Fest - unglaublich, aber wahr. Schon auf dem Hinweg zur Ruine der Kunigundenkapelle sah ich etwas Dunkles fliegen, groß wie ein Schmetterling. Ich dachte an einen Nachtfalter, jedenfalls war mein Interesse geweckt und auf dem Rückweg wollte ich mir Zeit nehmen.

Insekten tummeln sich dort, wo es hell und warm ist. Ich saß also bequem auf dem weichen Waldboden und brauchte nicht lange zu warten. Deutlich hob sich der dunkle, fliegende Schatten vom Hellbraun des Laubes ab, mit dem der Waldboden bedeckt war. Meine Augen folgten dem Schatten. Der ließ sich nieder, zehn Meter von mir entfernt. Vorsichtig näherte ich mich an und dann sah ich die schönen Farben - es war ein "Admiral"!



Ein junges Exemplar - das schloß ich aus den reinen, kräftigen Farben des Falters. Das "Schwarz" der äußeren Flügel und die orange-roten Streifen - herrlich. Ja, und dann begann das "Spiel", welches ich schon so häufig beschrieb: Vertrauen aufbauen, nur nicht zu schnell zu viel wollen. Als der "Admiral" schließlich kurz aufflog um ein Stück näher bei mir zu landen, wußte ich, er ist ebenso neugierig wie ich! ;-)



Nachdem ich die ersten, brauchbaren Fotos geschossen hatte, wollte ich wissen, ob da vielleicht noch mehr ginge. Immer wieder flog der "Admiral" auf und ließ mich auf seine Rückkehr warten. Kein Problem - ich hatte Zeit. Beim nächsten Mal saß er - ohne das ich ihn kommen sah - auf einem Baum.



Ich will ja nicht zu euphorisch werden, doch aber deutlich machen, daß ich zu Beginn meines Spaziergangs nicht im Geringsten damit rechnete, einen farbenprächtigen Schmetterling fotografieren zu können. Dann sah ich einen fliegenden, dunklen Schatten und hatte ein wenig Hoffnung, einem "Frühlingsboten" zu begegnen. Und Minuten später erblickte ich - auf dem Waldboden sitzend - einen "Admiral". Das war einfach - wieder einmal - ein Glückstag! Aber machen wir weiter... ;-)

Als ich meinem Freund ganz nahe kam, saß er etwas ungünstig im Gegenlicht, doch er hatte jede Scheu verloren und blickte unerschrocken in die Kamera..





Hatte ich vor Kurzem nicht geschrieben, es wäre schön, wieder einmal... So freut es mich sehr, euch diese Fotos zeigen zu können und beende meine "Foto-Reportage" mit einem weiteren "Frühlings-Boten"...



Wir können ja alle über "Klima" und "Umwelt" spekulieren wie wir wollen - Tatsache ist, daß ich am 16. Januar 2020 im Wald über den Weinbergen einen "Admiral" fotografierte. Und es war nicht der Einzige. Das konnte ich zweifelsfrei feststellen, als ein etwas "zerfleddertes" Exemplar vor mir saß, welches im Bild vorzustellen ich nicht für nötig halte. ;-)

17.1.20 09:03


Winterloch!

Schön wäre es, wieder einmal ein paar gute Fotos zeigen zu können. Doch es herrscht die "Saure-Gurken-Zeit", oder anders gesagt, ich befinde mich im "Winterloch". Natürlich, ich kann euch nicht täuschen, ein "Winterloch" im herkömmlichen Sprachgebrauch gibt es nicht, es gibt nur eine "schlafende Natur".

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei... Sorry, völliger Blödsinn! Wir haben ja einen Sommer, doch der befindet sich auf der anderen Erdhalbkugel, wo ich jetzt tolle Bilder schießen könnte: "Fliehende Tiere vor einem blutroten Himmel!" Tja, wir merken sofort, da ist Vorsicht geboten und niemand - der nicht genau weiß was er macht - sollte wegen eines*) in die Enge getriebenen Tieres sein eigenes Leben gefährden. Es ist wie im Straßenverkehr, in der Not heißt es, Selbstschutz zuerst, also: Vollbremsung, Lenkrad festhalten und sich nicht scheuen, daß in die Scheinwerfer starrende Lebewesen zu überfahren.

Ich lege ja gerne mal den Finger in die Wunde, oder zeige Zustände auf, angesichts derer man nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Als ich die Bilder von den Buschbränden in Australien sah, da dachte ich bei einem Foto tatsächlich, es hätte Ähnlichkeit mit einem Poster in meinem Kinderzimmer, wo ein riesiger, untergehender, orangefarbener "Sonnenball" zu sehen war und direkt vor der Sonne, als schwarzer "Schattenriß", lag ein gähnender Leopard auf einem Baum.

Manchmal werde ich bei solchen Gelegenheiten nachdenklich und dann wird mir klar, wie nahe Idyll und schreckliche Wirklichkeit beieinander liegen können. Wir wissen um die "Verwandtschaft" von Liebe und Hass, um die irritierenden Augenblicke, wenn wir unvermittelt aus unseren Träumen gerissen werden und uns erst einmal orientieren müssen.

Letzteres kenne ich besonders gut. Mein Wecker klingelte viele Jahre um 4.15 Uhr. Nie war ich ausgeschlafen, doch ich habe auch nie geflucht und mit meinem Schicksal gehadert. Wenn man so will, war der zur "Unzeit" klingelnde Wecker eine gute Schule fürs Leben. Für mich muß ein Tag mit guten Gedanken beginnen!

Da kommt mir noch etwas Anderes in den Sinn, wenn ich über den Zwiespalt nachdenke, der sich für Fotografen manchmal auftut. Es ist noch nicht lange her, da wurde zum "Foto des Jahres" ein Bild gekürt, auf dem eine brennende Person zu sehen war, die schreiend am Fotografen vorbei rannte. Soll man so ein Foto tatsächlich auszeichnen? Hätte der Fotograf nicht helfen müssen? Einem Menschen in der Not zu helfen, das ist doch eine "gesetzliche Verpflichtung"! Der Mut des Fotografen ist allerdings zu bewundern. Nur wenige Menschen wagen es, sich lediglich mit einer Kamera "bewaffnet" ins Kriegsgeschehen zu stürzen.

Die Zeiten ändern sich, auf für einen Fotografen. Während unser Leben immer in der Gegenwart stattfindet, die Zeit jedoch nie zum Stillstand kommt, ist ein Foto in der Lage, den winzig kleinen "Moment" - der einmal Gegenwart war - für immer festzuhalten. Niemand sonst kann das. Ein Foto ist das Gegenteil von "fortschreitendem Leben", es bringt das Leben zum Stillstand. Da ist allerdings ein "Video" ganz klar im Vorteil. Bewegte Bilder von Vergangenem helfen der Erinnerung intensiver, als ein einzelnes Foto.

Warum erzähle ich euch von meinen Gedanken...? So ist das eben, im Winterloch, wenn nichts passiert. Ich fühle dem heißen Kaffee hinterher, der wohlig die Speiseröhre hinunter läuft, schaue hoffnungsvoll zum Fenster, ob sich der blaue Himmel zeigt, den der Wetterbericht ankündigte und dann wird es auch Zeit, endlich ins Badezimmer zu kommen, um mit einer kalten Dusche den Kreislauf hochzufahren. Und morgen? Vielleicht gibt es morgen schöne Bilder aus einer sonnigen Welt... ;-)

*) Die ersten Leser*innen mußten leider meinen "Dativ-Fehler" ertragen. Sorry! ;-)

14.1.20 09:07


Was uns nicht umbringt...

Habt ihr es auch gehört? 1 Milliarde Tiere vom Buschfeuer in Australien getötet - erstickt und verbrannt. Darunter auch Tausende von Koalas, jene putzigen Beuteltiere, die jedes Kind auf der Welt kennt. Eine unglaubliche Zahl, unvorstellbar - es ist der Wahnsinn! Auch Menschen sind umgekommen, z.B. Helfer in der Not - die für ihren selbstlosen Einsatz für Menschen, Tiere und Pflanzen mit ihrem Leben "bezahlten".

So begann es also, das neue Jahr und wieder einmal stellen wir fest, die vielen Wünsche für ein glückliches neues Jahr haben sich sehr schnell buchstäblich "in Rauch aufgelöst". Von den Ereignissen im Iran schrieb ich bereits vor Tagen. Macht es eigentlich Sinn, die Augen zu schließen und von einer "heilen Welt" zu träumen? Dürfen wir aus diesem trostlosen Schlamassel weltweiter Katastrophen eigentlich "aussteigen", und sei es nur für Stunden?

Ja, natürlich, wir dürfen das, aber wir müssen wie immer bedenken, es gibt auch andere Meinungen. Die Augen vor der Realität verschließen, das ist für uns Menschen kein Lobgesang, da werden wir schon mal als "Ignoranten" bezeichnet. Nicht weiter schlimm, "Ignorant" ist kein Schimpfwort, denn wir ignorieren ständig viel von dem weltweiten Elend, bewußt oder unbewußt und ich glaube, es muß so sein, damit wir nicht irre werden.

Wenn wir also ignorieren "müssen", um uns selbst zu schützen, dann ist es doch eigentlich kein Wunder, daß der australische Premierminister und seine Regierung bisher nicht wahrhaben wollten, daß sich im Südosten des Landes eine gigantische Katastrophe anbahnt. Nein, er macht erstmal Urlaub auf Hawaii, obwohl doch schon Paul Kuhn wußte, daß dies nicht ratsam sei, denn dort ist es viel zu heiß und zudem gibt es auf Hawaii kein Bier! ;-)

Mich erinnert das an den späteren "Kanzler der Einheit", Helmut Kohl, der in Polen weilte, als in Deutschland die Mauer fiel. Manchen Politikern mangelt es offenbar an "Fingerspitzengefühl". Aber zurück nach Australien... Premierminister Morrison mußte seinen Urlaub abbrechen und sich dann auch noch dafür entschuldigen, daß er ihn überhaupt angetreten hat. Geändert hätte sein Dableiben allerdings nichts, alles wäre genau so abgelaufen, wie es geschehen ist, mit oder ohne ihn.

Immerhin können wir an diesem Beispiel erkennen, es ist oft schon "fünf nach zwölf", weil wir, wie ich schon sagte, Ignoranten sind und wahrscheinlich auch bleiben, denn wenn ich hier jeden Tag über irgendwelche Katastrophen schreiben müsste, würde mir das Leben keinen Spaß mehr machen und ich zöge dann alle Stecker aus der Wand, um meinen Wohnsitz ins Naturschutzgebiet zu verlegen.

Dort bilde ich mich - im Stil eines Rüdiger Nehberg - zum Survival-Experten aus und ernähre mich von Insekten, Würmern, jungen Trieben und saftiger Baumrinde. Nur, es ist jammerschade, ich brauche elektrischen Strom, um die Akkus meiner Kamera aufzuladen. Ja, es ist nicht ganz einfach, einen guten Kompromiß zu finden und gerade im Winter ist die Natur eher mein Gegner, als mein Freund. Schon in der "Steinzeit" brannten meine Vorfahren ein Feuer in ihrer Höhle ab, damit sie es schön warm hatten und gut gelaunt - im Kreis ums Feuer sitzend - ihre fröhlichen Lieder singen konnten.

Man muß halt immer das Beste aus der Situation machen, und weil der Mensch grundsätzlich ein Ignorant ist, deshalb fängt er damit immer erst an, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Hinterher hilft kein Heulen und Zetern. Da heißt es: "Augen zu und durch, was uns nicht umbringt, macht uns stärker!" ;-)

13.1.20 09:25


Friendly fire!

Nun ist es den Oberen im Iran doch gelungen, ihren schrecklichen Irrtum einzugestehen. Der Rest der Welt hebt sofort mahnend den Zeigefinger und fordert: "Das muß Konsequenzen haben!"

Ich bin nur ein Zuschauer, der aus der Ferne "aufnimmt", was mir die Medien mitteilen. Aber ich bin in der Lage, ganz klar zu sagen, was die einzig logische Konsequenz wäre: "Nie wieder Krieg!"

Dafür werde ich natürlich ausgelacht. Welch ein naiver Zeitgenosse! Nie wieder Krieg zu fordern, das ist so, als würde ich die Menschheit von innen nach außen krempeln wollen. 176 Tote beim Flugzeug-Abschuß im Iran werden uns den Frieden auf der Welt keinen Schritt näher bringen.

Die Iraner sind im Allgemeinen überaus freundliche Menschen, insbesondere sehr kinderlieb. Wir dürfen nicht glauben, Volk und Regime seien nach gleichem Muster gestrickt. Das Volk weiß genau, was Sache ist, aber es ist gefährlich, dieses Wissen laut auszusprechen. Sehr mutige Menschen wagen es dennoch, auf der Straße zu protestieren und werden sogleich niedergeknüppelt, obwohl der Leichengeruch iranischer Landsleute noch in der Luft hängt.

Ja, so hart will ich das formulieren. Da wird keine Rücksicht genommen, es zählt nur das harte Durchgreifen, denn sonst wackelt das "herrschende System". Immerhin gab es nun weltweiten Druck, der letztendlich das Eingeständnis des katastrophalen Flugzeugabschusses erzwang.

So war es kein Sieg der Moral, kein Schritt auf dem Weg zur Besserung - es war die Einsicht in die Zwecklosigkeit weiteren Leugnens, es war ein zähneknirschendes, widerwilliges Bekennen - welches die Wahrheit offenbarte. Insofern ist das öffentliche Eingeständis von Reue und Schuld durch den iranischen Präsidenten nicht glaubhaft. Es geht einzig und allein um "Schadensbegrenzung".

Wahrscheinlich wird - wie so oft in solchen Fällen - nun ein "kleiner Soldat" bestraft werden, der in einem entscheidenden Augenblick überfordert war. Die Amerikaner sagen "friendly fire" zu einem solchen Irrtum - nach dem Motto: "Sorry, Leute, ein bisschen Schwund ist immer. Beim nächsten Mal wird´s besser!"

12.1.20 11:54


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