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Nur ein Mückenschiß!

Nach dem Spiel Schweden gegen Deutschland gibt es einiges zu sagen... ich fange mal mit meinem Auto an.

Gestern fand ich einen in Blockbuchstaben ausgedruckten Zettel unter meinem Scheibenwischer, mit dem Text, mein Auto sei 'idiotisch geparkt' und stehe tagelang immer an der gleichen Stelle. Ich war erstaunt, denn ich vermisste eine Formulierung wie: "Ich bin Herr Sowieso und möchte Sie bitten, ihr Auto woanders zu parken, um den Verkehrsfluß nicht zu behindern."

Nun parke ich direkt an der Hauswand, denn mein "schmalbrüstiger Japaner" paßt da mühelos hin und ist somit völlig aus dem Verkehr genommen. Um es deutlich zu sagen, mein Auto stand zu keiner Zeit im "Parkverbot". Doch meine Freiheit, mein Auto da zu parken, wo ich es möchte, endet eben an der Toleranzgrenze eines Nachbarn, der sich zwei mal am Tag behindert fühlt. Ich meine, freie Fahrt für freie Bürger, das sollte schon gewährleistet sein, im freien Land der groß(artig)en Autobauer.

Während also mein Nachbar schon zum x-ten Male beinahe "in mein Auto gekracht" wäre, weil er wegen des Gegenverkehrs stark abbremsen mußte und seinen schweren SuV gerade noch unter Kontrolle behielt, sitze ich im ersten Stock des gegenüber liegenden Hauses und schaue Fußball. Wie 30 Millionen andere Deutsche auch. Also mehr als jeder Dritte "von uns" hat am Samstag Abend Fußball geschaut. Ich sagte vor Kurzem schon mal, etwas "Nebensächliches" ist König Fußball wohl nicht.

Wir wissen alle um die Dramatik des Spiels, um das Freistoß-Tor von Toni Kroos in letzter Minute. Darüber will ich gar nicht reden. Ich will eure Nase darauf stoßen, daß direkt nach dem Spiel zwei deutsche Funktionäre vor die "Ersatz-Bank" der Schweden rannten, um denen mal so richtig zu zeigen, wer hier der Gewinner und wer der "Loser" ist. Das ließen sich die frustrierten Schweden, deren Fußballwelt gerade zusammengebrochen war, allen voran deren National-Trainer, nicht gefallen und schubsten die deutschen Provokateure energisch zurück.

Anschließend gab es die nötige Entschuldigung der Deutschen in der Kabine der Schweden. Alles schien bereinigt, aber die Ungeheuerlichkeit, diese völlige Mißachtung des "Fair-Play", ging den Schweden doch sehr nahe und sie beschwerten sich ganz offiziell bei den zuständigen Behörden. Nun könnte man sagen, okay, dumm gelaufen. Eigentlich will der Deutsche Fußball-Bund stets für die Sauberkeit im Sport eintreten, siehe die groß angelegte Aktion: "Say no to racism"! Doch dieses Mal haben zwei Einzelpersonen, zwei Funktionäre, im Freudentaumel übertrieben. Insider wollen wissen, das Ganze sei eskaliert, weil die Schweden mit allerlei fiesen Maßnahmen das Spiel verzögerten, was sicherlich auch nicht zum "Fair-Play" gehört.

Doch nun kommt es. All das Beschriebene kann man ja noch verstehen. Wer selbst auf dem Fußballplatz stand, wer selbst diese Emotionen erlebte, der wundert sich über solche "Kleinigkeiten" nicht. Es hätte auch in eine handfeste Prügelei ausarten können. Sehr erstaunlich ist allerdings die öffentliche Reaktion in Schweden. Der arme Verteidiger, der unseren Stürmer Timo Werner foulte, worauf es den Freistoß gab, der dann zum deutschen Siegtor führte, wurde in Schweden böse angegangen.

Man warf ihm seine türkische Abstammung vor. Der Rassismus zeigte wieder einmal seine häßliche Fratze. Und das im toleranten Schweden, von dem manche annehmen, es sei ein Land mit Vorbild-Charakter. Wer es selbst nicht erlebt hat, wer nicht weiß, daß ein Fußball-Verein der Ort ist, wo ein Fremder am schnellsten integriert wird, dem will ich sagen, daß es mir den Magen umdreht, wenn ich solches höre.

Ich habe zuhause auch laut "Toooooor" gerufen und einen tiefen Schluck aus meiner Sektflasche genommen. Das sind Emotionen, die kennst Du vorher nicht und wenn Du dann etwas tust, was der Gegner als Beleidigung, als Respektlosigkeit empfindet, dann ist das eben mit einer Entschuldigung wieder aus der Welt zu schaffen. Doch das Verhalten dieser "Fans", die dem eigenen Spieler, der in bester Absicht versucht, Schaden von seiner Mannschaft abzuhalten und dabei ein "Foul" begeht, welches dummer Weise dann zu einem Gegentor führt, Morddrohungen ins Haus schicken, ist völlig unakzeptabel. Doch das kommt - in diesen Tagen - offenbar in den besten Familien vor!

Es ist eben egal, ob es ein unliebsam geparktes Auto, oder ein "Mensch mit Migrationshintergrund" ist. Das "Mütchen" muß gekühlt werden. Heutzutage läßt man sich nichts mehr gefallen und weiß grundsätzlich immer alles besser. Diese "Spießer-Mentalität" hat mich vor 50 Jahren schon abgestoßen und tut es heute wieder. Wenn ein Herr Gauland meint, das verbrecherische Treiben der Nazis war ein Vogelschiß in der deutschen Geschichte, dann ist ihm sicher auch klar, daß sein Dasein noch nicht einmal die Andeutung eines Mückenschisses in der Weltgeschichte ist.

24.6.18 23:56


Urbane Wildnis!

Gestern nahm ich mir vor, schon am Vormittag loszuziehen. Das Wetter war "durchwachsen". Im Gegensatz zu den letzten Tagen ging ich nicht zum Tennisweiher, sondern suchte - einem inneren Drang folgend - mal wieder die "Schafschwemme" auf. Hier fand ich ein wildes Pflanzenwachstum am Gollachufer. Besonders üppig blühte die Platterbse.



Sie lockt die große, schwarze Holzbiene an. Ein beeindruckendes Insekt. Groß wie eine Hummel und pechschwarz, wenn man sie fliegen sieht. Kommt man jedoch näher heran, kann man die Flügel der Holzbiene in blau- bzw. braunmetallischen Tönen leuchten sehen. Für mich als Fotograf eine anspruchsvolle Aufgabe, sie so zu fotografieren, daß in diesem tiefen Schwarz Konturen deutlich werden. Zunächst sehen wir die Holzbiene fliegend...



...dann gelang mir dieses Foto. Die Holzbiene hält sich an der Platterbsen-Blüte fest, legt sich nach hinten und putzt sich, nachdem sie eifrig vom Nektar naschte.



Nach diesem erfreulichen Auftakt wollte ich mich umsehen, wie weit Pflanzen und Bäume am Anfang des Sommers schon sind. Auffallend waren die mit Früchten sehr "überladen" wirkenden Eschen.



Im Gegensatz zum letzten Jahr wird es heuer viele Walnüsse geben. An jedem einzelnen Nuß-Baum, den ich mir ansah, waren unzählige Früchte zu sehen.



Hier an der Schafschwemme gibt es zwei größere Distelfelder. Eine frische, grüne Distel will ich euch zeigen, nachdem ich ihre Stacheln befühlte und feststellte, wie nachgiebig diese noch sind.



Als ich diese birnenförmige Zwetschge fotografierte, attackierte mich plötzlich ein Schwarm von Fliegen. Das war sehr unangenehm. Ich sprang zur Seite und holte die kleinen Fliegen mit meinem Kamm "schichtweise" aus den Haaren.



Unten, an der Gollach, mußte ich mir in dem Wildwuchs erst einmal etwas Platz verschaffen. Dann war es möglich - das erste Foto einer Blauflügel-Prachtlibelle in diesem Jahr.



Während ich so dastehe, mich kaum bewegen kann, höre ich hinter mir ein "Plätschern" in der Gollach. Vorsichtig drehe ich mich um und sehe einer erstaunten Ente ins Gesicht. Sie wußte zunächst nicht, wie sie sich verhalten sollte, aber dann blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als mit ihrer gesamten Familie an mir vorüber zu ziehen. Das würde eine "Enten-Mama" in "freier Wildbahn" niemals machen. Sie würde den "Landweg" bevorzugen, wie ich selbst schon erlebte. Doch wiegesagt, an Land war kein Durchkommen, weder für mich, noch für die Entenfamilie.



Im Gegensatz zu anderen Tieren löste die unliebsame Situation bei den Enten keinerlei Panik aus. Ich verhielt mich auch ganz still und betätigte lediglich die Kamera. Eine kleine Ente wollte der Gollach entlang weiterschwimmen. Die Mutter bog jedoch in den einmündenden "Metzgersbach" ab. Das kleine Entchen "wendete" in aller Ruhe und schwamm den anderen hinterher.

24.6.18 12:29


23.6.18 22:37


Mensch, Flüchtling!

Gestern warst Du noch ein armer, hilfsbedürftiger Flüchtling,
den Gastfreundschaft, den eine "Willkommenskultur" empfing.
Heute bist Du ein Vergewaltiger, eine unzumutbare Last,
wir weisen Dich ab, als Mensch, als Bruder, als Gast!

Warum bleibst Du nicht zuhause? Du mußt doch wissen,
daß wir hier in Europa, solche wie Dich nicht vermissen!
Pflüge Deine karge Scholle, auf der Du einst geboren,
hier bei uns, hast Du nun wirklich nichts verloren!

Mensch, Flüchtling, wären wir so reich, wenn wir teilten?
Wären wir nicht dumm, wenn herbei wir eilten,
sobald Du mit klapprigen Booten auf Meeren verkehrst,
sobald Du mit schmutzigen Füßen um Einlaß begehrst?

Hey, Flüchtling, Du willst uns doch nur betrügen,
wirfst Deinen Paß weg, beginnst schamlos zu lügen,
rufst "Asyl, Asyl" und denkst, nun wird alles gut,
Mensch, Flüchtling, in mir kocht schon die Wut.

Guten Abend, Herr Pfarrer, wie schön Sie zu sehen,
wollte schon lange, mal wieder, zur Kirche gehen,
brauche Trost, in diesen schrecklichen, unsichren Zeiten,
mein Leben ist schwer, kenne nur Sorgen und Leiden!

23.6.18 05:29


Wer ist wer?

Es freut mich, wenn ihr interessiert meine Beiträge lest und die Fotos anschaut. Deshalb will ich auch gerne eure Fragen beantworten. Gestern tauchte wiederholt die Frage auf: Wie gelingt es mir, Libellen-Weibchen von Libellen-Männchen zu unterscheiden?

In der Biologie spricht man von "Sexual-Dimorphismus", oder "Geschlechts-Dimorphismus", oder einfacher gesagt, von unterschiedlichen sekundären Geschlechts-Merkmalen bei "Männchen" und "Weibchen". Damit sind erkennbare Unterschiede zwischen den "Geschlechtern" gemeint, die nicht die Geschlechts-Organe betreffen. Ein Beispiel ist die unterschiedliche Körperbehaarung im Gesicht von Mann und Frau.

Bei Libellen ist oft der ganze Körper unterschiedlich gefärbt. Hier ein Beispiel. Es handelt sich um den "Großen Blaupfeil". Der Körper des Männchens ist blau-grau, der des Weibchens grün-gelb.



Doch die Natur macht es mir nicht immer so einfach. Schauen wir uns einmal den Plattbauch an. Zunächst das Weibchen...



...dann das Männchen.



Jetzt erkennt ihr, wie schwierig es manchmal ist. Das Weibchen ist eindeutig gelb, aber auch graublau gefärbt. Um völlig sicher zu gehen, müßte ich jetzt "tiefer einsteigen" und weitere Details anschauen. Das kann ich aber nicht, ich habe ja nur das Foto. Nötig wäre ein Modell der Libelle, welches ich von allen Seiten genau betrachten kann.

Die Erscheinung des "Vierflecks" bringt noch mehr Verwirrung ins Spiel. Ihn kann man an den doppelten "Flecken" an der Oberseite der einzelnen Flügel erkennen. Der Unterschied von Männchen und Weibchen liegt bei dieser "Art" nur in der Form des Abdomens (Hinterleibs), der beim Männchen etwas breiter ist. Farblich sind sie gleich. Somit ist mir bei diesem Foto keine Geschlechtsbestimmung möglich.



Ich will es aber noch ein wenig weiter treiben, mit den Unterscheidungs-Problemen, denn bei manchen Arten, wie bei der folgenden "Keiljungfer", gibt es, ähnlich dem Vierfleck, keinen "Sexual-Dimorphismus", jedenfalls keinen offensichtlichen. Es "steht geschrieben", das zweite Segment des Hinterleibs sei beim Männchen "tailliert". Das heißt, eine Unterscheidung ist nur im Labor möglich. ;-)



Noch vor Kurzem verwechselte ich eine Keiljungfer mit einem weiblichen Blaupfeil, obwohl sie mir direkt vor der Nase saß. Jedenfalls gebe ich mir Mühe, Fehler bei der Art- und Geschlechts-Bestimmung zu vermeiden. Manchmal weise ich ja darauf hin, daß ich kein Biologe, sondern ein Fotograf bin. Aber es ärgert mich schon gewaltig, wenn ich in meinen Beiträgen falsche Angaben mache. ;-)

Zum Schluß wollen wir uns noch ein Pfauenauge ansehen. Es saß da, wo ich gestern die "Große Königslibelle" suchte und nicht fand.



22.6.18 09:38


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