Fotografiert und erzählt!
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23.6.18 22:37


Mensch, Flüchtling!

Gestern warst Du noch ein armer, hilfsbedürftiger Flüchtling,
den Gastfreundschaft, den eine "Willkommenskultur" empfing.
Heute bist Du ein Vergewaltiger, eine unzumutbare Last,
wir weisen Dich ab, als Mensch, als Bruder, als Gast!

Warum bleibst Du nicht zuhause? Du mußt doch wissen,
daß wir hier in Europa, solche wie Dich nicht vermissen!
Pflüge Deine karge Scholle, auf der Du einst geboren,
hier bei uns, hast Du nun wirklich nichts verloren!

Mensch, Flüchtling, wären wir so reich, wenn wir teilten?
Wären wir nicht dumm, wenn herbei wir eilten,
sobald Du mit klapprigen Booten auf Meeren verkehrst,
sobald Du mit schmutzigen Füßen um Einlaß begehrst?

Hey, Flüchtling, Du willst uns doch nur betrügen,
wirfst Deinen Paß weg, beginnst schamlos zu lügen,
rufst "Asyl, Asyl" und denkst, nun wird alles gut,
Mensch, Flüchtling, in mir kocht schon die Wut.

Guten Abend, Herr Pfarrer, wie schön Sie zu sehen,
wollte schon lange, mal wieder, zur Kirche gehen,
brauche Trost, in diesen schrecklichen, unsichren Zeiten,
mein Leben ist schwer, kenne nur Sorgen und Leiden!

23.6.18 05:29


Wer ist wer?

Es freut mich, wenn ihr interessiert meine Beiträge lest und die Fotos anschaut. Deshalb will ich auch gerne eure Fragen beantworten. Gestern tauchte wiederholt die Frage auf: Wie gelingt es mir, Libellen-Weibchen von Libellen-Männchen zu unterscheiden?

In der Biologie spricht man von "Sexual-Dimorphismus", oder "Geschlechts-Dimorphismus", oder einfacher gesagt, von unterschiedlichen sekundären Geschlechts-Merkmalen bei "Männchen" und "Weibchen". Damit sind erkennbare Unterschiede zwischen den "Geschlechtern" gemeint, die nicht die Geschlechts-Organe betreffen. Ein Beispiel ist die unterschiedliche Körperbehaarung im Gesicht von Mann und Frau.

Bei Libellen ist oft der ganze Körper unterschiedlich gefärbt. Hier ein Beispiel. Es handelt sich um den "Großen Blaupfeil". Der Körper des Männchens ist blau-grau, der des Weibchens grün-gelb.



Doch die Natur macht es mir nicht immer so einfach. Schauen wir uns einmal den Plattbauch an. Zunächst das Weibchen...



...dann das Männchen.



Jetzt erkennt ihr, wie schwierig es manchmal ist. Das Weibchen ist eindeutig gelb, aber auch graublau gefärbt. Um völlig sicher zu gehen, müßte ich jetzt "tiefer einsteigen" und weitere Details anschauen. Das kann ich aber nicht, ich habe ja nur das Foto. Nötig wäre ein Modell der Libelle, welches ich von allen Seiten genau betrachten kann.

Die Erscheinung des "Vierflecks" bringt noch mehr Verwirrung ins Spiel. Ihn kann man an den doppelten "Flecken" an der Oberseite der einzelnen Flügel erkennen. Der Unterschied von Männchen und Weibchen liegt bei dieser "Art" nur in der Form des Abdomens (Hinterleibs), der beim Männchen etwas breiter ist. Farblich sind sie gleich. Somit ist mir bei diesem Foto keine Geschlechtsbestimmung möglich.



Ich will es aber noch ein wenig weiter treiben, mit den Unterscheidungs-Problemen, denn bei manchen Arten, wie bei der folgenden "Keiljungfer", gibt es, ähnlich dem Vierfleck, keinen "Sexual-Dimorphismus", jedenfalls keinen offensichtlichen. Es "steht geschrieben", das zweite Segment des Hinterleibs sei beim Männchen "tailliert". Das heißt, eine Unterscheidung ist nur im Labor möglich. ;-)



Noch vor Kurzem verwechselte ich eine Keiljungfer mit einem weiblichen Blaupfeil, obwohl sie mir direkt vor der Nase saß. Jedenfalls gebe ich mir Mühe, Fehler bei der Art- und Geschlechts-Bestimmung zu vermeiden. Manchmal weise ich ja darauf hin, daß ich kein Biologe, sondern ein Fotograf bin. Aber es ärgert mich schon gewaltig, wenn ich in meinen Beiträgen falsche Angaben mache. ;-)

Zum Schluß wollen wir uns noch ein Pfauenauge ansehen. Es saß da, wo ich gestern die "Große Königslibelle" suchte und nicht fand.



22.6.18 09:38


Canned Heat - On the road again!

Auf meinen "Riecher" kann ich mich noch verlassen - was die Fußball-Weltmeisterschaft betrifft. Die ersten beiden Spiele des gestrigen Tages rochen sehr nach fader Hausmannskost und so war es dann auch. Keine Reue also, daß ich meine Wege ins Freie lenkte, hin zum Tennisweiher, da ich noch immer das Gefühl habe, in diesem Jahr das ganz besondere Libellen-Foto nicht geschossen zu haben.

Ich beginne heute mit einem Vergleich. Der "Plattbauch" und der "Blaupfeil" sind farblich leicht zu verwechseln. Bei genauerem Hinsehen zeigt der "Plattbauch" allerdings seine unverwechselbaren, braunen Flecken am Flügelansatz. Der Abdomen ist, dem Namen entsprechend, breiter als bei allen anderen Libellen.



An manchen Tagen "hat es der Teufel gesehen". Trotz stundenlangen Aufenthalts sah ich keine einzige "Große Königslibelle" nahe am Ufer oder in den Büschen und Bäumen sitzen. Doch dieses Blaupfeil-Weibchen setzte sich unmittelbar nach der Paarung zur Eiablage auf die gelblich grüne Wasseroberfläche.



Meine besten Aufnahmen konnte ich von einem männlichen Blaupfeil machen. Er bevorzugte als Sitz- und Ruheplatz einen kleinen Halm direkt am Ufer des Weihers, den er immer wieder anflog. So legte ich mich auf den Bauch, robbte immer näher heran und fotografierte ihn so, wie ich es am liebsten tue: Seitliche Libellenansicht ohne jedes "Beiwerk", mit Ausnahme des Halmes natürlich.



Wenn die Libellen nicht so wollen, wie ich es gerne hätte, dann muß ich eben ein wenig nachhelfen. Wiegesagt, Blaupfeil und Plattbauch fliegen gerne immer wieder die gleichen Sitzplätze an. So hielt ich also einen langen, dünnen Zweig an die Stelle, wo die Libelle "landen" wollte. Das ging recht einfach, doch als ich dann den Zweig vor die Kamera hob, um sie im "rechten Licht" zu haben, flog sie zunächst immer wieder davon. Schließlich war es dann soweit...



Soweit für heute meine Abenteuer mit den Libellen. Im Reich der Schmetterlinge gibt es einen Vertreter, dessen Namen bei Weitem bedeutender klingt, als seine kleine Erscheinung vermuten ließe. Darf ich vorstellen: Der "Braunkolbige Braun-Dickkopf-Falter!" ;-)



Auch recht unscheinbar steht ein hellblaue Blüte in der Sonne, die ich - wie schon häufiger - auch gestern fotografierte. Der Name dieser Pflanze ist sehr phantasievoll: "Storchschnabel" - botanischer Name: "Geranium". Es gibt über 400 Arten davon, ich denke, hier handelt es sich um einen "Wiesen-Storchschnabel".



In den vier Stunden, die ich die Hitze am Tennisweiher genoß, trank ich keinen einzigen Schluck. Dennoch bleibt es nicht aus, daß ein Mann in meinem Alter auch mal "austreten" muß. So stand ich also vor einem mächtigen Baum und hatte diesen Blick... ;-)



Mein heutiger "Titel" fiel mir am Tennisweiher ein. Es handelt sich um eines meiner Lieblingslieder aus ganz frühen Jahren. Der Band-Name heißt übersetzt in etwa: "Hitze in Dosen". Und da ich nach drei Tagen endlich mal wieder unterwegs war, fand ich das Ganze "passend". ;-)

21.6.18 10:52


Die Angst geht um!

Der bayrische Riese, Horst Seehofer, bekleidet in der Bundesrepublik Deutschland das "Ministeramt des Inneren" und gibt sich besorgt. Nein, was "die Chefin" da zum Besten gibt und mit zäher Ausdauer anstrebt, kann er nicht weiter mittragen. Er kennt doch seine Pappenheimer, also uns, die Bevölkerung, und weiß, daß wir keine Ausländer ins Land lassen wollen, die schon bei unseren Nachbarn umsonst an die Tür klopften.

Ja, der Seehofer ist auch "Heimat"-Minister und deshalb muß er die Heimat der Deutschen schützen, sonst würden ja Fremde bei uns eine Heimat finden und uns diese wegnehmen!? Mein Nachbar hat es mir erst kürzlich gesagt. Er will nicht, daß seine Tochter einst im Kopftuch vor dem Traualtar stehen wird, nachdem sich der Imam von ihrer Jungfräulichkeit überzeugte. "Mensch, Nachbar", sagte ich, "was erzählst Du denn da für einen Bullshit?!" Aber der winkte ab und meinte: "Du wirst schon sehen!"

Also, mein Nachbar hat keine Tochter im heiratsfähigen Alter und das ist gut so... ;-) Er ist vor vielen Jahren aus Kasachstan zugezogen und spricht noch immer kein gutes Deutsch. Aber was ein "guter Deutscher" ist, das weiß er genau! Jedes Jahr fährt er Tausende von Kilometern mit dem Auto, um seine "alte Heimat" zu besuchen. Dann erzählt er, wie schön es war und wie heiß es dort im Sommer wird. Aber für immer würde er nicht zurück wollen, denn es gäbe ja keine Arbeit und alles läge so weit auseinander.

Die Frau Merkel hat keine Angst vor Kopftüchern. Doch langsam muß sie fürchten, ihren schönen Job als Bundeskanzlerin zu verlieren. So gerne hätte sie ihre vierte Amtszeit in aller Ruhe zu einem ruhmreichen Ende geführt. Aber dieser verdammte Seehofer, den ihr die Schwesterpartei zwangsweise unterschob, wird schon wieder aggressiv und meint sogar hinter vorgehaltener Hand, er könne mit ihr nicht mehr zusammenarbeiten. Und dann dieser junge Spahn, der auch tut, was er will. Und wenn jetzt noch die SPD aufmuckt, dann kann sie die Regierung hinschmeissen und bei Neuwahlen wäre sie dann nicht mehr gefragt.

Das Wasser steht Frau Merkel bis zum Hals und sie weiß, es muß etwas geschehen. Ein Besuch bei den erfolgreichen WM-Fußballern würde positive Schlagzeilen bringen, aber die Helden von 2014 sind müde geworden und haben vergessen, daß man sich fürs Heimatland gefälligst den Hintern aufzureissen hat und kämpft und rennt - bis der Arzt oder die Angela kommt.

Nein, die Fußballer machen auch nur Sorgen. Da hat sich doch der Özil und der Gündogan beim türkischen Präsidenten angebiedert. Ein Geschenk überreicht mit der Aufschrift: "Meinem sehr verehrten Präsidenten, hochachtungsvoll" - wer schreibt denn als deutscher Staatsbürger so einen Müll? Das hat der Erdogan geschickt eingefädelt und lacht sich jetzt ins Fäustchen. Wie man hört, geht es um ein großes Bauprojekt in der Türkei und der Bauherr "deutscher Nationalspieler" hat gerne den Segen von ganz oben, bevor er sein Geld investiert.

Ich höre immer wieder die Meinung, der Fußball-Sport sei die schönste "Nebensache" der Welt. Diese Ansicht ist natürlich völlig abwegig. Denn wenn schon wegen eines unbedeutenden "Gruppenspiels" Zigtausende zum "Public-Viewing" pilgern und Zigmillionen vor dem Fernseher ihr Adrenalin verschütten, dann geht es wohl nicht um "Nebensächliches". Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten freuen sich, wenn sie ab Mittag nichts anderes als Fußball senden dürfen. Dann sind die so begehrten, hohen Einschaltquoten gewiß. Auch mein Nachbar, der Spätaussiedler, hat die deutsche und die russische Flagge in seinem Garten gehißt.

In diesem ganzen Trubel geht beinahe unter, daß der CEO von "Audi" verhaftet wurde. Ja, der ist richtig "weggesperrt" worden, wie ein Schwerverbrecher. Ein Anführer der deutschen Vorzeige-Industrie, dem Fahrzeugbau, wurde vom morgendlichen Frühstückstisch weggezogen und in den Knast geworfen! Dem ehemaligen Chef von VW, Herrn Winterkorn, würde in Amerika das Gleiche passieren. Und bei "Daimler" lassen sie ein Riesenheer von Fahrzeugen "heim ins Reich" marschieren, weil mit diesen tollen und teuren Autos "etwas nicht stimmt".

Wer hat denn da eigentlich die größten Sorgen? Der Seehofer, weil er die Sicherheit Deutschlands gefährdet sieht, oder die Bundeskanzlerin, die um ihren Job bangt, oder die Fußball-Nation, die den Weltmeister vor dem Scheitern in der Gruppenphase sieht? Oder doch die Autobauer, deren guter Ruf beim Teufel ist, die Milliardenbeträge erstatten müssen und den Aktienkurs in den Keller fallen sehen?

Armes Deutschland! Es bröckelt an allen Ecken und Enden. Vielleicht sollten wir uns an dieser Stelle erinnern, daß Deutschland laut "BBC" das 'beliebteste Land der Welt' - und nach einer Umfrage des us-amerikanischen Magazins "U.S. News" sogar das 'beste Land der Welt' - ist. Also, auch ohne Weltmeisterschafts-Titel, auch ohne Bundeskanzlerin, auch ohne Pkw-Verkaufsrekorde sind wir in Deutschland gar nicht so schlecht dran. Die Noch-Bundeskanzlerin hat es doch schon immer gesagt: "Wir schaffen das - weil es den Menschen in Deutschland gut geht!"

19.6.18 09:51


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