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Der Pinsel - die Einfalt!

Wir alle wollen wissen, wie es weiter geht! Was kommt nach der Pandemie? Wer regiert die Welt nach dem Kapitalismus, wenn der Krieg um Land, Wasser und Luft zu Ende ist? Wie ergeht es den Armen, wenn die wenigen Reichen alles besitzen, was irgendeinen Wert hat?

Immer wenn ich die großen Fragen stelle, schaue ich zuerst bei den "Schlauen von gestern" nach. Kant, Nietzsche, Goethe, Heidegger, Arendt und wie sie alle hießen. Doch wenn ich schon bei "Sokrates" lese, er wisse rein gar nichts, werde ich unsicher. Heutzutage sagen uns alle Politiker, schulische Bildung, also "Wissen", sei die Grundvoraussetzung für ein gutes Leben in einer erfreulichen Zukunft.

Was nun? Können wir "wissen" - oder nicht? Sokrates hat natürlich nicht das "Fachwissen" gemeint. Er war ein Philosoph und für diese Berufsgruppe ist es so: Haben sie genug schlaue Fragen gestellt und es vermeintlich geschafft, ein Türchen "denkerisch" zu öffnen, stehen sie immer und sofort vor zwei neuen Türchen. Weil das so ist, sagen die Philosophen, es ist wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen, als auf Antworten zu warten.

Bin ich aber kein Philosoph, so könnte ich zu der Überzeugung kommen, es lohnt nicht, großartig nachzudenken, weil eh nichts dabei herauskommt. Wenn der "Vater des Denkens" am Ende feststellt, er würde nichts wissen, warum sollte dann irgendjemand meinen, es würde ihm bzgl. des Denkens anders ergehen?

Über diese Unsicherheit hinweg helfen uns die "Götter". Die Welt ist "übersät" mit Göttern. Die einen versprechen uns das ewige Leben, die anderen führen uns ins "Nirwana" und wieder andere versprechen uns den Regen. Eben genau das, was wir Menschen gerade so brauchen und haben wollen, in unserer Angst vor dem, was wir nicht wissen.

Nietzsche sagt: "Gott ist tot!" Also es gab ihn, aber jetzt ist er gestorben. Eine interessante Aussage, wenn man weiß, was Nietzsche mit "Gott" meinte. Ich meine, wir Menschen könnten wissen, wie es weiter geht, wenn Gott entsprechende Signale senden würde. Das Schicken einer "Sintflut" z.B. wäre eine klare Ansage. Doch Gott meint, wir sollen ihm vertrauen, das sei ausreichend - wir brauchen nicht zu "wissen".

So finde ich weder bei Gott noch bei den Philosophen Anhaltspunkte, wie ich mich verhalten soll. Mein jetziges Leben ist eben zu kompliziert für diese "Altvorderen", die seit vielen Jahren nichts mehr dazu lernten. Soll ich mein letztes Geld verprassen, oder auf die CSU hoffen? Herr Söder versprach mir erst gestern, ich würde weiterhin in einem wunderbaren Land leben können, welches hauptsächlich von besagter CSU in den Wohlstand geführt wurde.

Vielleicht weiß ja der Söder tatsächlich mehr als ich. Ob der "Söder" aber den unwissenden "Sokrates" kennt - man weiß es nicht! ;-)

27.9.20 09:28


Der Krieg und die Kunst!

Gestern blickte ich vom Schreibtisch auf und sah zum Fernseher. Es wurde gesagt, eine "Max-Beckmann-Ausstellung" hätte ihre Tore eröffnet. Ich spitzte die Ohren und wollte vor allem wissen - wo? Leider findet diese für mich sehr interessante Ausstellung in Hamburg statt, am anderen Ende der Republik. ;-)

Wer zum Teufel ist Max Beckmann? Ihr könnt alles über ihn "googeln", ich will euch eine andere Geschichte erzählen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine sehr bemerkenswerte "Blüte der Malerei". Viele junge, talentierte Maler "drängten auf den Markt" und warfen geltende Regeln über Bord. Es waren die Maler, die auch heute noch jeder kennt, die man zur "Klassischen Moderne" zählt: Picasso, Kandinsky, Kirchner, Kokoschka, Marc usw. Ihre Künstler-Vereinigungen hießen z.B. "Die Brücke" oder "Der Blaue Reiter".

Max Beckmann hingegen war ein Einzelgänger. Aber auch er war natürlich an der Umwälzung der Malerei beteiligt. Doch gerade in dem Moment, als sich die junge Maler-Garde zu neuen Ufern aufschwang, kam der "Erste Weltkrieg". Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, mit welcher Begeisterung viele junge Männer in den Krieg zogen. Das galt auch für die "Maler". Kaum einer machte sich eine Vorstellung davon, auf dem "Schlachtfeld" tötlich getroffen liegen zu bleiben.

Der junge Max Beckmann war weitsichtiger. Er fand keinen Anlaß, den Krieg zu verherrlichen und versuchte, "eine ruhige Kugel zu schieben", was ihm auch gelang. Sein Kollege Pablo Picasso kam auch zur Einsicht und malte 1937 - während des spanischen Bürgerkriegs - sein berühmtes Anti-Kriegs-Bild "Guernica".

Doch wer sich die Bilder von Max Beckmann ansieht, der braucht starke Nerven. Blut und Gewalt werden ebenso gezeigt wie erschreckende Selbstbildnisse. Speziell die Nachkriegs-Generation, z.B. mein Vater, hätten derartige Darstellungen niemals als "Kunst" bezeichnet. Ich hingegen finde, Bilder von Max Beckmann sind sehr gut dazu geeignet, über "Kunst" zu diskutieren.

Die Frage, was "Kunst" darf, und was nicht, paßt sehr gut zu den heutigen Auseinandersetzungen hinsichtlich der staatlichen Beschneidung von Menschenrechten. Die grundsätzliche Freiheit des Menschen endet angeblich da, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Somit wäre die eigene Freiheit in der Herstellung von "Kunst" eine grenzenlose, denn sie beschneidet niemals andere Künstler in ihrem Tun.

Ich meine, jeder der beim Betrachten von "Kunst" äußert: "Das geht doch nicht", muß sich den Vorwurf gefallen lassen, er würde seine eigene Meinung zu einer allgemein gültigen Regel erheben. Und das geht auf gar keinen Fall! ;-)

26.9.20 09:28


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