Fotografiert und erzählt!
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Die Liebe macht die Musik!

Es ist, wie es ist - so denke ich gerne nach, bilde mir eine eigene Meinung, und packe dann furchtlos auch "heiße Eisen" an. ;-)

Der Mensch will geliebt werden! Deshalb träumt er u.a. von der "großen Liebe", träumt von dem "einen" Menschen, mit dem etwas möglich ist, was mit allen Anderen nicht gelingen kann. Meiner Meinung nach ist das Hoffen und Warten auf die "große Liebe" eine (Un-)Tätigkeit, der wir uns nicht "hingeben" sollten.

Ganz anders dachte der große Komponist Richard Wagner. Er war ein "Revolutionär", ein Mann, der bestehende "Standards" nicht anerkennen wollte. So schreckte er, der ständig in finanziellen Schwierigkeiten Steckende, nicht davor zurück, seine Freunde und Gönner zu brüskieren, indem er z.B. deren Frauen zum "Ehebruch" verleitete.

Und jetzt sind wir schon bei der spannenden Frage: Darf die "große, einzige Liebe" etwas zerstören, was für sich genommen auch eine gewisse "Heiligkeit" hat, wie z.B. das Vertrauensverhältnis zu einem Freund? Darf unsere "Liebe" - meines Erachtens das Beste, was wir Menschen uns entgegen bringen können - das Leid "Dritter" erzeugen?

Wenn die "Liebe" so etwas Großartiges ist, wenn wir das Gefühl haben, die Liebe unseres Lebens gefunden zu haben, dürfen wir uns dann über alle Regeln hinwegsetzen? Die Antwort auf diese Frage ist vielleicht eine Sache des "Charakters". Der Eine sagt: "Selbstverständlich nicht!" Der Andere sagt: "Diese Chance bekomme ich nur einmal. Ich 'muß' sie ergreifen".

Richard Wagner hatte keine Skrupel. Er dachte noch nicht einmal daran, wie sehr er sich - zumindest finanziell - selbst schadet, obwohl ihm die Verwirklichung seiner eigenen Pläne das Wichtigste überhaupt war. Jetzt sind wir beim "Egoismus". Selbstverständlich ist jeder Mensch ein "Egoist", ein "An-Sich-Selbst-Denkender". Aber wir können alles übertreiben. Ebenso wie wir danach fragen, was die "Liebe" darf, können wir uns fragen, was unser "Egoismus" darf.

Nun muß ich noch einen Aspekt der "Liebe" betrachten. Zeichnet sich "Liebe" nicht dadurch aus, daß sie nichts für sich selbst will? Ist die "wahre Liebe" nicht etwas völlig Anderes als die Suche nach dem einen, ganz besonderen Menschen? Ist die "wahre Liebe" nicht sogar das Gegenteil von der "großen Liebe"? Als Christenmenschen kennen wir die Aussage: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen!" Dürfen wir als "Christen" das Prinzip der Demut verlassen und nach dem "irdischen, vollkommenen Glück" streben?

Richard Wagner findet sein "Glück". Als er stirbt, in einen pinkfarbenen Seidenmantel gehüllt, legt sich seine Frau Cosima 24 Stunden auf den leblosen Körper des geliebten Mannes. Sie will alleine mit ihm sein. Allerdings verraten ihre Tagebuch-Aufzeichnungen eine Menge über die kleinen und größeren Probleme des Alltags, die auch zwischen "Liebenden" nicht ausbleiben.

Cosima Wagner ist die Tochter des berühmten Komponisten Franz Liszt, der dem einstigen, steckbrieflich gesuchten Revoluzzer, Richard Wagner, mit falschen Papieren die Flucht ermöglichte. Und Cosima Wagner war eine verheiratete Frau, als die "große Liebe" mit Wagner begann. Es ist also erst im Nachhinein feststellbar, um welche Art von Beziehung es sich handelte. Wir können uns zwar auf den "ersten Blick" verlieben, aber was daraus entsteht, steht "in den Sternen". Die Zukunft wird es zeigen.

Was haltet ihr nun von "Wagner" und der "Liebe"? Klar ist, daß es keine einzig und ausschließlich gültige Definition des Begriffes "Liebe" gibt. Wenn wir über sie diskutieren, müssen wir uns vorher darüber klar werden, was genau wir mit "Liebe" meinen. Ganz wichtig ist mir die Fähigkeit, sich selbst "annehmen" zu können, aber darüber will ich heute nicht reden, bzw. schreiben. Meine Meinung zu "Wagner" ist Folgende:

Er war in erster Linie ein egoistisches, charakterloses Schwein. Aber ich frage mich, was hat ihn dazu gemacht? Ich bin kein "Genie" und ich brauche auch nicht ständig eine Frau um mich. Beides wird Richard Wagner nachgesagt. Ich bin auch kein glühender "Antisemit" und ich habe keinen König als Freund, der mir meine Wünsche erfüllt.

Als Freund der "Kunst im Allgemeinen" kann ich eine gewisse Bewunderung Wagners nicht verhehlen. Es gibt Menschen, die sich in seine "Musik" derart hineinversetzen können, daß sie beim "Liebestod" in der Oper "Tristan und Isolde" einen sinnlichen Orgasmus erleben.

"Isolde" legt sich auf den toten "Tristan" und die Vereinigung der Liebenden erfüllt sich. Todessehnsucht aufgrund einer gesellschaftlich geächteten, weil "ehebrecherischen" Beziehung. Wagner hat das gelebt, was er inszenierte. Er war sich selbst ein "Vorbild". Er wollte all das selbst leben, was er als Komponist in seinem Kopf entwickelte. Und Cosima verkörperte an seinem Ende die "Isolde".

Die "Liebe leben", das klingt doch gut und harmlos. Das klingt vernünftig. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, daß ihr zu all dem eine völlig andere Meinung habt! ;-)

13.8.19 12:26


Ein rundum gelungener Tag!

Der gestrige Sonntag machte seinem Namen alle Ehre und bescherte mir einen herrlichen Tag in der "freien Natur". Schon wieder besuchte ich das Naturschutzgebiet "Hutung am Gigert" und zeige euch heute ein Foto der Stelle, wo es beginnt (grünes, dreieckiges Schild links in der Mitte).



Kürzlich sprach ich davon, daß hier (leider) auch Mountain-Biker fahren dürfen und gestern sah ich tatsächlich zwei von ihnen. Wie das mit dem "Naturschutz" zusammenpaßt, da bin ich überfragt. Ansonsten traf ich während fünf Stunden Aufenthalts gerade mal zwei Spaziergänger. So mag ich das. Warum? Naja, ich denke da an meine Mitmenschen. Stellt euch mal vor, ihr lauft durch eine "verlassene Gegend" und plötzlich liegt da ein Mensch regungslos am Boden, oder es sitzt plötzlich ein Kerl hinter einem Busch, auf den ihr keineswegs vorbereitet seid... ;-)

In der Mitte des Bildes könnt ihr "Wacholder-Bäume" erkennen. Die sehen hier häufig etwas "leidend" aus, können aber zum Teil sehr viele grüne und blaue Beeren vorweisen.



Es gab natürlich einen, bzw. mehrere Gründe, warum ich so lange "vor Ort" blieb, bevor ich mich zum Fischweiher aufmachte. Der "Russische Bär", einer der schönsten (Nacht)-Falter die ich kenne, saß in einer distelartigen Pflanze namens "Feldmannstreu". Meist verharrte er dort regungslos. Nur der Rüssel bewegte sich. Doch ich hatte Zeit und meine Geduld wurde dann auch belohnt.



Meine größte Freude war, nun zu wissen, welche Pflanze der "Russische Bär" bevorzugt. Wenn ich ihm zusehr auf die Nerven ging, flog er zu einem "Wacholderbaum" und kehrte irgendwann wieder zum "Feldmannstreu" zurück.



Einmal verschätzte er sich bei seiner Rückkehr und landete nicht auf der kugeligen Blüte, sondern auf dem Blütenblatt. Dort konnte er sein Gleichgewicht nicht halten und zeigte mir freundlicher Weise seine "Unterseite". ;-)



Ich wollte ihn unbedingt mit geöffneten Flügeln fotografieren, denn nur dann wird seine ganze Schönheit sichtbar. Es dauerte lange...



Der "Feldmannstreu", auch "Feld-Mannstreu" geschrieben, lockte aber nicht nur den "Russischen Bären" an, der wiederum auch "Spanische Flagge" genannt wird. Auch die auffallend große "Rotschwarze Schlupfwespe" und der "Kleine Feuerfalter" ließen sich häufig sehen...





...wohingegen die "Kaisermäntel" nach einem kurzen Beschnuppern oft weiterflogen. Aber diesen Beiden schien es zu schmecken. ;-)



Ansonsten bevorzugten die großen Perlmuttfalter die "Flockenblume".



Hier mal eine grundsätzliche Bemerkung. Dieser "ramponierte" Perlmuttfalter (vorletztes Foto) erzeugt bei mir kein Mitleid. Er ist ohne Einschränkung flugfähig. Die "freie Natur" ist eben ein "Haifischbecken". ;-) Aber selbstverständlich unterlasse ich alles, womit ich Einfluß auf die "natürlichen Abläufe" nehmen könnte. Eine Blume pflücken und sie an geeigneter Stelle platzieren, um ein gutes Foto zu bekommen, das erlaube ich mir schon, wie hier bei der "Moschus-Malve"...



...doch das "Echte Leinkraut" ließ ich stehen, wo es war. Die Farbgebung hat mich sehr an "Schlüsselblumen" erinnert.



Es wird derzeit, ebenso wie die "Gewöhnliche Wegwarte"...



...von pollensuchenden Insekten nicht angeflogen.

Ich kam mit etwa 700 Fotos nach Hause und stellte euch eine Auswahl zusammen. Ganz am Schluß sah ich am Fischweiher ein gelbes Gesicht im Vogelhäuschen, welches die letzten zwei Jahre leer stand, obwohl es bereits von Vögeln genutzt wurde. Nach kurzer Beobachtung sah ich, wie einige Hornissen aus- und einflogen und entfernte mich wieder, bevor ich ihren Ärger auf mich zog. ;-)



Das Libellenvorkommen war dieses Jahr - an meinem einstigen Lieblingsplatz für die Libellen-Fotografie - sehr gering. Immerhin war die "Blutrote Heidelibelle" gestern häufiger zu sehen. Doch was mich jetzt am Meisten "juckt" ist der "Russische Bär". Da bin ich, was die Fotos betrifft, noch nicht zufrieden und hoffe, von diesem farblich so interessanten Falter noch bessere Aufnahmen zu bekommen.



12.8.19 15:40


Über die Unmöglichkeit der Toleranz!

Das mit der "Toleranz" ist ein hartes Brot! Warum? Weil mir keiner je beigebracht hat, tolerant zu sein, wie ich es eventuell "werden" könnte und wie ich, sollte ich es sein, es auch "bleiben" kann.

In der vierten Klasse Volksschule saß ich in meiner "Zweierbank" und las im "Gottesbüchlein". Leider war die Religionsstunde schon um. Der Lehrer hatte uns wohl gebeten, die Schreibhefte hervorzuholen. Da traf mich, völlig aus dem Nichts kommend, der nasse Tafel-Schwamm, geworfen von einem Lehrer, der noch nicht einmal zornig wirkte. Nur um meine Aufmerksamkeit zu erwecken, hat er mir einen nassen Schwamm ins Gesicht geworfen. Die kreidehaltige Brühe lief über mein Gesicht ins heißgeliebte "Gottesbüchlein" mit den schönen Bildern.... - Wahnsinn!

Noch viel früher, als ich mit meinem ein Jahr älteren Bruder den Kindergarten "schwänzte" und stundenlang am Bach spielte, zwang mich meine Mutter, ruhig auf dem Sofa sitzend, zu ihr zu kommen, um mir meine Prügelstrafe "abzuholen". Diese Erziehungs-Berechtigten - brutale Wesen und "Toleranz" war ein Fremdwort für sie. ;-)

Vor vielen Jahren - in der Blüte meines Lebens - wandelte ich auf "Freiersfüßen" durchs Internet. ;-) Beim Chatten mit einer jungen Dame wurde ich gefragt, was mir denn im Leben wichtig sei. Ich konnte nicht allzulange überlegen, also sagte ich: "Toleranz". Da kam von der anderen Seite: "Du mußt wohl schon etwas älter sein. Aus meiner Generation benutzt keiner das Wort "Toleranz" - und weg war sie.

Nein, "Toleranz" ist nicht das, womit man sich ein besseres Leben schafft. Überhaupt wird der Begriff "Toleranz" meist falsch verstanden. Was bedeutet es denn, "jemanden" oder "etwas" zu tolerieren?

Sagen wir es einmal so: "Wenn einer nicht Klavierspielen kann und dennoch auf der Klaviatur "herum hackt", dann muß ich ihm nicht sagen, daß ich sehr dafür bin, daß auch er sich als "Klavierspieler" bezeichnen darf. Andererseits muß ich ihm auch nicht sagen, daß ich ihm die Finger breche, wenn er nicht sofort mit der Klimperei aufhört. ;-)

Es kann also durchaus "tolerant sein", einfach den Mund zu halten. Man "muß" nicht immer zu allem eine Meinung haben. "Meinungsfreiheit" bedeutet auch, "keine" Meinung haben zu dürfen. Das ist mir neulich nicht gelungen. Da sind mir beim Lesen eines "Artikels" hier im Blog fast die Augen ausgefallen und mein Staunen nahm kein Ende. Ich ließ mich dazu hinreissen, in meinem "Kommentar" - angeblich beleidigende - Formulierungen wie "Ignorant" und "dummes Geschwätz" zu äußern.

Vielleicht das Schlimmste dabei - der Schreiber des Artikels war ein "Mensch mit Behinderung". Wo blieb meine Toleranz? Ich dachte zwar, gerade Menschen mit einer "Behinderung" wollen kein "Mitleid", wollen behandelt werden wie alle Anderen auch, aber so denkt nicht jeder. Deshalb mußte ich mir anhören, ich sei ein "Idiot" ohne jedes Einfühlungsvermögen.

Wirklich schwierig wird es, wenn dort "Toleranz" eingefordert wird, wo selbst keine "Toleranz" ausgeübt wird. Hellhörig werde ich vor allem, wenn von einem "absoluten No-Go" gesprochen wird, oder im Deutschen: "Das geht gar nicht!" Die "Mode-Schöpfer" sind da ganz vorne dabei. Weiße Socken in Sandalen - eine Todsünde. Wenn es von einem "guten Geschmack" zeugt, sich dem "Mode-Diktat" zu unterwerfen, dann dreht sich der Verfechter der "Aufklärung", Immanuel Kant, im Grab um. Seiner Meinung nach zeichnet es ein "aufgeklärtes Wesen" aus, es zu wagen, nach eigener Meinung zu entscheiden, was ihm gefällt.

In jenem o.a. "Artikel" hieß es auch, es "gehe gar nicht", daß eine Kellnerin mit Sportschuhen ihre "Lauf-Arbeit" verrichtet. Naja, es kommt darauf an, in welchen Restaurants man speist. Wenn ich zum "Italiener" gehe, schaue ich nie auf die Schuhe der "Bedienung". Und aus eigener, beruflicher Erfahrung weiß ich, daß bequemes Schuhwerk das Wichtigste überhaupt ist, wenn man bei der Arbeit nicht zum Sitzen kommt. Welch "toleranter" Gast würde also einer Kellnerin nicht die Schuhe ihrer Wahl gönnen?

Ein großes Thema ist die Toleranz gegenüber politischen Parteien und einzelnen Politikern. Es könnte sein, daß in drei Wochen, bei den Landtagswahlen in Brandenburg, die "AfD" stärkste Partei wird. Also jene politischen Kräfte, die von allen anderen Parteien als "Bündnis-Partner" nicht toleriert werden. Ist das richtig so? Sollen demokratisch gewählte Parteien "ausgegrenzt" werden, weil sie z.B. auch "Rechts-Radikale" in ihren Reihen haben?

Ich befürchte, einen konsequent "toleranten" Menschen gibt es nicht. Vielleicht brauchen wir ihn auch nicht, wer weiß. Aber das Verständnis dafür, daß es eine "Alternativlosigkeit" nicht gibt, das dürfte schon etwas größer werden. Es ist für uns Menschen grundsätzlich von Vorteil, daß es Gegensätzliches gibt. Dies müssen wir nicht bekämpfen, sondern tolerieren und sogar fördern. Vor allem auch - und ich meine jetzt selbstverständlich nicht den Arbeitslohn oder Ähnliches - was "Frau und Mann" angeht. ;-)

10.8.19 10:09


Das Heupferdchen auf dem Märchenschloß!

Wenn mich etwas an meinem schönen Hobby der "Naturfotografie" stört, dann ist es die Ungewissheit, die mich manchmal beschleicht - hinsichtlich der namentlichen Bestimmung meines abgebildeten "Objekts". Ein Beispiel? Gerne...

Vor Kurzem entschuldigte ich mich dafür, "Wiesenvögelchen" und "Ochsenauge" verwechselt zu haben. Und - ehrlich gesagt - ich weiß heute noch nicht, wie ich die beiden Falter sicher unterscheiden kann. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich zeige euch zunächst das, was ich für ein "Kleines Wiesenvögelchen" halte, dann das "Große Ochsenauge", wie es - jedenfalls sehr ähnlich - im Internet abgebildet ist. Aber die beiden Schmetterlinge gleichen sich schon sehr, oder...?





Machen wir mit einem weiteren, kleinen Falter weiter, dem "Bläuling". Davon gibt es - laut Internet - lediglich 5200 Arten. ;-) Hier sollte es sich um den "Hauhechel-Bläuling" handeln. Ich zeige euch zunächst das blaue Männchen, welches für die Namensgebung verantwortlich ist, dann das braune Weibchen und anschließend beide zusammen.







Die Flügelunterseite ist bei Männchen und Weibchen identisch. Ich weiß also nicht, wer oder was genau hier in der Abendsonne sitzt. ;-)



Der "Bläuling" ist ein sehr kleiner Falter und deshalb etwas schwer zu fotografieren. Nur wenn ich sehr nahe heran gehe, gelingt ein detailreiches Foto. Apropos "nahe heran gehen". Beim folgenden "Heupferdchen" lag ich tatsächlich auf dem Boden und schob meine Kamera so nahe an mein "Objekt", daß ich es fast mit meiner "Streulichtblende" berührte. Es war wieder einmal das "ganz großes Kino" für mich, denn die "Heuschrecke" schien es zu genießen, sich einmal in ganzer Schönheit präsentieren zu können. Als ich über das Gras auf sie zu "robbte", vergaß ich auch mein sauberes T-Shirt, welches ich erst eine halbe Stunde zuvor überstreifte. ;-)



Es ist schon toll, so nahe dran zu sein, daß nur Teile des Insekts aufs Bild passen.



Ich erwähnte schon die "Abendsonne", welche ich wieder einmal für meine "Bildgestaltung" nutzen wollte. Deshalb will ich euch noch einmal meinen "Samurai" zeigen, den ich nicht ganz zufällig wiedersah. ;-)



Etwas enttäuscht war ich, als schon gegen 19.30 Uhr die Aktivität der Insekten nachließ. Aber wer Augen hat, zu sehen, der findet seine "Motive". Hier ist es das "Wiesenbockskraut" im Gegenlicht.



Auch jetzt scheute ich die Bodenlage nicht. Was von Weitem wie ein Löwenzahn aussieht, entpuppt sich bei genauerer Ansicht tatsächlich als eine "Samenkugel", die auf einen kräftigen Windstoß wartet, um den Samen mittels "Fallschirm" in die Luft zu entlassen. Der spezielle Reiz ist hier das "Gegenlicht", welches für etwas "Unschärfe" sorgt, andererseits aber interessante Linien zeichnet.



Ja, soweit der gestrige Ausflug ins Naturschutzgebiet. Weil es gar nicht hierher paßt, erzähle ich euch zum Abschluß noch eine kleine Geschichte... ;-)

Es gibt im Internet verschiedene "Plattformen", auf denen man seine Fotos anbieten und womöglich verkaufen kann. Ich tue das über "Shutterstock". Das macht natürlich nur Sinn, wenn man wirklich gute Fotos hat, denn wer kauft schon schlechte, bzw. "Allerwelts"-Fotos? Das Ganze ist kein ertragreiches Geschäft für mich, eher ein Spaß, es kostet ja nichts. ;-)

Seit ich nicht mehr auf Städte-Reisen gehe und mit einer "Kompakt-Kamera" irgendwelche "Sehenswürdigkeiten" knipse, sondern mit einer "vernünftigen" Spiegelreflex-Kamera versuche, in der Natur "Nahaufnahmen" zu machen, kommt immer wieder die Diskussion auf, was von den verschiedenen Kameras zu halten sei. Jeder Laie, jeder Amateur - und schon gar jeder Profi - wird sagen, daß eine gute "Spiegelreflex-Kamera" bessere Fotos macht, als eine gute "Kompakt-Kamera".

Allerdings heißt es auch, "vor" der Kamera ist entscheidend, ob die Fotos etwas taugen oder nicht. Und da scheint mir viel Wahres dran zu sein. Denn bei "Shutterstock" habe ich bisher lediglich 20 Fotos verkauft. Eines davon kürzlich zum zweiten Mal. Und nun dürft ihr raten, mit welcher Kamera dieses Foto gemacht wurde...? ;-) Auflösung: Es ist gar nicht von mir. Meine Freundin hat es kurz vor Sonnenuntergang mit einer Kompakt-Kamera im "Schwarzwald" geschossen: Das sogenannte "Märchen-Schloß Lichtenstein". Also - man braucht vor allem einen Blick für gute Motive und muß im richtigen Moment an der richtigen Stelle sein. ;-)



9.8.19 09:25


Die Angst vor der Bewegung!

Gestern sah ich Menschen darüber diskutieren, wie wir "die Welt wahrnehmen" - und wie diese "Welt" tatsächlich ist. Eine These war, aufgrund der Nachrichten, die wir z.B. in der "Tagesschau" hören und sehen, haben wir Angst vor Terroranschlägen und Umweltzerstörung, vor Fremden generell und insbesondere vor solchen, die uns vor den Zug stoßen wollen usw. Diese "Nachrichten" wählt irgendjemand für uns aus - nach irgendwelchen Kriterien. Tatsache aber ist, daß unsere Angst in den meisten Fällen unbegründet ist, denn es ist z.B. wahrscheinlicher, daß wir Teile unseres Kugelschreibers verschlucken und daran sterben, als daß wir zufällig bei einem Bombenanschlag zugegen sind und dabei unser Leben lassen.

Den "Deutschen" wird schon länger nachgesagt, sie hätten ein besonderes Verhältnis zur "Angst". Im englischen Sprachraum gibt es einen Begriff dafür - "German Angst". Wir Deutsche haben Angst vor der Zukunft, vor der "Atomkraft" - deshalb sagte die Bundeskanzlerin: "Uns geht es doch gut. Ich weiß nicht, was ich in diesem Lande anders machen sollte."

Also wie auch immer. Ich habe das Meiste hinter mir und entspanne mich am liebsten in der Natur. Dort "fliegen" mich Ängste irgendwelcher Art nicht an, es sei denn, ich hätte nichts mehr zu trinken. ;-) Hin und wieder frage ich mich aber, wie geht es diesen kleinen Lebewesen, den Insekten? Kennen die soetwas wie "Angst"? Am Beispiel der "Rot-Widderchen" will ich euch zeigen, was ich vermute... ;-)

Es ist ja klar, daß Insekten einer "Art" den gleichen Geschmack haben. Also treffen sie sich auf einer blühenden "Flockenblume".



Noch geht es friedlich zu, aber so langsam kommen sie sich in die Quere. Doch wie wir sehen, steckt bei Beiden der Rüssel noch tief in der Blüte.



Nun ist es aber genug! Ein "Rot-Widderchen" rollt den Rüssel ein und fliegt weg. Es macht aber nicht den Eindruck, als ob es "die Hosen voll" hätte. ;-)



Lassen wir das Thema "Angst". Mir geht es heute um "Bewegung", um "Action". Die interessiert mich beim Fotografieren, obwohl die besten Fotos gelingen, wenn sich nichts bewegt. ;-) Doch meinen fotografischen Ehrgeiz befriedigt vor allem ein gelungenes Foto von einem "fliegenden Objekt". Oft gelingt ein solches nicht, denn knapp gescheitert ist auch gescheitert, wie wir hier sehen. Die Kamera hat zwei Beine "im Fokus", nicht aber den Kopf, und das "bewirkt" dann, daß das Foto keiner sehen will. ;-)



So ähnlich ist es auch mit dieser Libelle. Sie ist viel zu weit draußen auf dem Teich, als daß ich sie "scharf" ablichten könnte. Diesmal ist sie zwar "fokussiert", aber zu weit weg und "im Flug". Ich wäre sehr froh, ein gutes Foto von dieser "Smaragd-Libelle" zu haben, denn ich konnte sie noch nie aus nächster Nähe - und im Sitzen - fotografieren.



Mit meinen Versuchen, gute Fotos von sich bewegenden Insekten zu schießen, kann ich also eine "Geschichte des Scheiterns" schreiben. ;-) Manchmal - und davon erzähle ich am Liebsten - gibt es aber auch kleine "Glücksmomente". Hier fliegt z.B. eine Biene ins Bild, mit der ich nicht rechnete... ;-)



Sie landete auf der Sonnenblume und jetzt konnte ich ganz nahe an sie heran.



Ich schaue aber nicht nur, was so durch die Luft fliegt, mein Blick richtet sich auch auf den Boden, vor allem dann, wenn ich ein Rascheln höre, oder einen sich bewegenden Schatten sehe. Diese Eidechse verhielt sich völlig ruhig, dennoch sah ich sie...



In der Sommerwiese fiel mir ein kleines Blümchen auf, mit einer leuchtend roten Blüte - ein "roter Klee".



Wie finde ich jetzt zur "Bewegung" zurück? ;-) Ganz einfach. Ich zeige euch ein "Kaisermantel-Pärchen", welches auf einem sich gabelnden Flockenblumen-Stängel saß und sich alsbald in die Lüfte erhob, um sich in einer wilden Verfolgungsjagd von mir zu entfernen.



Im Vergleich zu diesen Beiden ist gut zu erkennen, daß es sich beim nächsten Foto um eine andere Art des Perlmutt-Falters handelt - dem "Silberfleck". Die Perlmuttfalter sind - wie auch viele Libellen - nur schwer auseinander zu halten, deshalb ist ein direkter Vergleich äußerst hilfreich - jedenfalls für mich. ;-)



So, das war es für heute. Ich hoffe, eure "Ausdauer-Fähigkeit" nicht über Gebühr strapaziert zu haben. ;-)

7.8.19 10:58


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