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Es lebe der Dadaismus!

Viele von uns sind bestrebt, gute Menschen zu sein. Dagegen ist nichts zu sagen. Erstmal. Wir brauchen eine Menge "guter Menschen", damit die Bösewichte nicht die Überhand bekommen und uns alles nehmen, was uns lieb und teuer ist. Die "Ordnung" muß aufrecht erhalten bleiben. Und ein Junggeselle wie ich weiß, was auf einen zukommen kann, wenn man es mit der Ordnungsliebe mal etwas schleifen läßt. ;-)

Aber ganz im Geheimen will ich manchmal etwas Anderes. Im Jahre 1916, also mitten im "Ersten Weltkrieg", kamen eine handvoll Menschen auf die Idee, alle gültigen Regeln beiseite zu schieben und etwas "Unerhörtes" anzustreben: Die "Anarchie" in der Kunst - den "Dadaismus". Und diese "vogelwilden" Leute gefallen mir. Sie sind nicht nur "frei" in ihrem Schaffen, sie sind auch sehr mutig. Denn wir müssen nur einmal kurz überlegen: "Regeln" sind da, um uns Halt zu geben. Wir orientieren uns in unserem Tun an vorgegebenen Regeln, damit wir im "Alltag" so wenig Probleme wie möglich bekommen.

All die "kleinen Dinge" des täglichen Lebens unterliegen diesen Regeln. Wir achten auf unsere Frisur, waschen uns, gehen nicht in Lumpen auf die Straße, weil das alle so tun und wir nicht unangenehm auffallen wollen. Gegen die Regeln verstoßen, das macht man nicht! Unsere Phantasie schätzen wir natürlich auch, aber diese "auszuleben", das wagen wir nicht... es sei denn, wir malen ein Bild oder schreiben eine Geschichte. Aber das ist ja genau das, wogegen die Dadaisten angingen...

Ich schreibe hier jetzt mal ein Gedicht,
nicht auf Reim und Regeln achtend,
und doch, ich kann nicht anders,
strebe ich nach loser, zufälliger Harmonie.

In diesem Herbst las ich viel,
von Dunkelheit und Trübsal,
aber wenig von der geilen Freiheit,
die uns auf dem Friedhof lachen läßt.

Wenn ich mit meiner Phantasie,
das Vorhandene nicht überwinde,
dann bin ich ein Gefesselter,
ein armer Tropf, ein "Geregelter".

"Da, da, da", sang ein Trio,
so blöd, daß es die Menschen liebten.
War das der Da-da-ismus?
Ach wo, auf dieser Welle ritten viele.

Philosoph Wittgenstein meinte,
wir sollen nur sagen, was wichtig ist:
Ich...Du...Gedicht,
Mehr zu sagen braucht es ......

Jetzt habe ich es verstanden,
schon ein leeres Blatt ist ein Gedicht,
geschrieben ohne Tastatur,
mein Gedicht kann niemand lesen!

Toll, diese Kunst - ich bin begeistert.
Mit meinem Gedicht schuf ich Freiraum.
Der Andersdenkende soll mir Kontra geben
aber wie? Auf einem leeren Blatt Papier?

Jetzt wißt ihr, was Dadaismus ist, auch wenn ihr natürlich festgestellt habt, daß mein "tatsächliches" Gedicht aus sehr "ordentlichen", vierzeiligen Versen besteht! ;-)

20.12.17 13:18
 
Letzte Einträge: Gewöhnlicher Hornklee, Er ist wieder da..., In letzter Sekunde!, Der König der Nacht - und der Lüfte!, Am Rande des Weges!


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (20.12.17 20:25)
...gar nicht so einfach, aus dem Gewohnten, sogar wenn bewußt gewollt, auszubrechen ...
Finde es mutig zu probieren und sogar interessante Gedanken
auf's "Papier" zu bringen!
LG, Dorehn

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