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Kurz und musikalisch!

Einst ging ich in Gedanken, tiefschürfend, spazieren. Die Stirn in Falten gelegt, den Kopf nach vorne gebeugt. Meine Schüler wechselten die Straßenseite, wenn sie mich so sahen. Dort riefen sie dann laut und höhnisch: "Seht ihn euch an, den tauben Ludwig van!" Aber das hörte ich schon lange nicht mehr. In meinem Kopf "tobte" eine unglaublich schöne Musik. Später wird die ganze Welt einmal das "Lied der Freude" singen und selbst der böse Bube aus "Clockwork Orange" wird meine Musik lieben.

Meine Mutter rief mich, immer pünktlich um zwölf Uhr, zum Essen herein. Manchmal stellte sie anschließend ein Gläschen Honig auf den Tisch und für diesen süßen Nachtisch wollte sie das Lied von Biene Maja hören. "Du singst wie ein Gott, mein Sohn", sagte sie dann und ich wurde etwas verlegen, denn ich glaubte, Götter können alles besser als wir Menschen. Heute weiß ich, sie hatte recht. Man nannte mich die "goldene Stimme aus Prag" und hob mich in den Olymp des Schlagerhimmels.

Als Hans Hölzel kannte mich kaum jemand. Und wenn ich ein Lied für meine Mutter sang, wie mein tschechischer Kollege, dann hieß das: "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da!" Ja, ich war ein "schräger Vogel", aber als ich dann den alten Mozart aufforderte "Rock me, Amadeus!", da jubelte die ganze Welt. Selbst in Amerika wurde ich die "Nummer 1"! Mit der Polizei hatte ich gelegentlich Schwierigkeiten und fragte des Öfteren mal nach: "Alles klar, Herr Kommissar?"

"Sexy, was hast Du mit dem alten Mann gemacht?" Dieses Lied sang mein bester Freund, Johnny Walker. Er hatte die passende Stimme dazu. Und er ging auch mit in die "Villa Kunterbunt", um dort die gemeinsamen Freunde Otto Waalkes und Udo Lindenberg zu sehen. Das waren schöne Zeiten und wir wurden alle sehr erfolgreich, obwohl wir völlig verrückte Kerle waren. Naja, ich kann eben auch anders, wie das "Bundesverdienstkreuz" an meiner Brust beweist.

In Deutschland nannte man uns die "Pilzköpfe", während wir zu Hause in England die unschöne Bezeichnung "Wischmopps" erhielten. Der Grund war so ein Kerl namens Jürgen, der uns die Haare ebenso schnitt, wie er sie selbst trug. Der Hamburger Fotograf lebte damals in Paris und ich, Paul, fuhr mit John per Anhalter dorthin. Unser Friseur meinte, seine in die Stirn hängenden Haare wären so eine Art Protest gegen das Spießertum. Mir hat die Frisur einfach nur gefallen.

24.1.18 07:59
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(24.1.18 10:44)
merry-n
Ein herrlich amüsanter Parforceritt durch die Musikgeschichte der letzten Jahrhunderte! :-)))
Ich nehme mal an, dass nicht alle der genannten Personen bzw. Spirituosen zu deinen Idolen zählen. ;-)


Indianwinter (24.1.18 12:49)
Das freut mich doch sehr, Musik-Musik-Musik!
Erst kürzlich habe ich Falco-Lied-Zitate in einem Buch gefunden, aus „Jeanny“ und „Out of the Dark“
Es ist immer wieder eine schöne Erinnerung an tolle Künstler und ihre Musik, jeder hat (te) ja seine ganz besondere Art.
Ich mag es, wenn Du uns etwas auf diese Art, so, ala „Willy Astor“ servierst.
Dein Header heute gefällt mir wieder gut, Du bist da sehr kreativ zurzeit, im Gegensatz zu mir.
Doch ich hab euch nicht vergessen, auch wenn es mal ruhiger ist im Moment.

Das Wetter gestaltet sich hier recht mild, mal sehen, was der Februar uns bringt.

Dir wünsche ich einen schönen Tag, bin gespannt, was Dir als nächstes einfällt, LG, : D


pally (24.1.18 19:45)
Hallo, ein interessanter Querschnitt durch eine Generation Musikgeschichte. Leider sind einige der Interpreten und auch der Lieder, oder wie man heute sagt: Songs , in Vergessenheit geraten. Schönen Abend, pally

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