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Ein Himmelreich für alle!

Frischgebackene Elternteile haben es heutzutage schwer. Vater und Mutter wollen und sollen ihre "Rolle" bei der Erziehung des Nachwuchses möglichst perfekt spielen, damit die Talente des Kindes optimal geweckt und gefördert werden. Für meinen Vater hingegen - vor über einem halben Jahrhundert - war klar, daß er sich bei meiner Erziehung herauszuhalten hat. Männer hatten damals andere Aufgaben. Soweit ich mich erinnern kann, lagen diese allesamt außerhalb des Hauses, es sei denn, beim neuen Schwarzweiß-Fernseher liefen während einer Fußball-Übertragung wieder einmal die schwarzen Balken von oben nach unten durchs Bild. ;-)

Andere Zeiten, andere Sitten. Und ich erzähle ganz gerne von den "alten Zeiten", weil viele hier diese, zu ihrem Glück, nicht miterleben mußten. Manche Menschen sind ja so jung, die erlebten noch nicht einmal die DDR. ;-) Für einen wie mich unvorstellbar, welch "Gnade der späten Geburt" das ist. Wir jammern heute über einen US-Präsidenten Trump, der sich die Welt so zurecht lügt, wie er sie sehen will. Aber ich kann euch sagen, das konnten die Oberen in der DDR noch viel unverschämter. So erzählten sie ihrem Volk tatsächlich, die "Mauer" würde die schöne DDR vor einreisewilligen Flüchtlingen aus dem Westen bewahren, die den ganzen Tag nur vom gelobten Land des real existierenden Sozialismus träumten.

Aber ich schweife ab. So kurz vor "Ostern" will ich dieses höchste, christliche Fest gerne zum "Schwerpunkt-Thema" machen. Und da muß ich dann wohl mit dem "Glauben" anfangen, denn warum sollte mich "Ostern" interessieren, wenn mir die Kirche, die Religion und der "liebe Gott" völlig egal sind?

Wie komme ich zum "Glauben"? Bei mir war es so: Irgendwann sagten die Eltern zu mir, Du mußt beten und an Gott glauben, sonst kommst Du nicht in den Himmel! Eine nicht ganz leichte Aufgabe, wie mir erschien, denn ich fühlte mich heillos überfordert. Wie "geht" das Beten, wie "geht" das Glauben? So recht konnten mir meine Eltern das nicht sagen. Schon früh hegte ich Zweifel, ob sie das selbst wußten.

Kinder "leiden an der Welt" und denken, das muß so sein. Heute weiß ich, es ist eine Frechheit, Kinder derart unter Druck zu setzen. Eingangs schrieb ich von der Verantwortung, die Eltern für ihre Kinder haben. Einem Kind zu sagen, es würde nicht "in den Himmel kommen", wenn es nicht beten und glauben würde, ist eine Vergewaltigung der kindlichen Seele schlimmsten Ausmaßes!

Meine "Erlösung" kam erst, als ich im Religionsunterricht das Wort Jesu hörte: "Laßt die Kinder zu mir kommen, und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Himmelreich." Aber auch hier wird klar, man nimmt die Kinder nicht ernst. Petrus und Konsorten wollten die Kinder von Jesus fernhalten... es sind ja nur Kinder! Deren Glaubens-Not interessiert doch niemand! Die wissen doch von nichts!

Aber ich hatte kapiert: Meine Eltern sagten mir die Unwahrheit. Kinder müssen nicht beten und glauben! Sie sind dem Himmel immer näher als der frömmste Erwachsene!

20.3.18 07:58
 
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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(20.3.18 16:58)
merry-n
Da ich ja etwa deiner Altersgruppe angehöre, kann ich das alles gut nachvollziehen. Ich fürchte aber, dass jüngere Kaliber gar nicht nachvollziehen können, wie traumatisch diese Gehirnwäsche für unsere empfindsamen Seelen war. Ich weiß noch, wie die ganze Familie in Panik lamentierte, dass ich für ewig in der Hölle schmoren müsste, als ich mit 16 Jahren zum ersten Mal den sonntäglichen Kirchgang verweigerte. Aber sie glaubten ja selbst daran, somit kann ich sie heiteren Gemütes von jeder Verantwortung mir gegenüber freisprechen. Wenn es wirklich so etwas wie einen Gott geben sollte, dann wird er sowieso von seiner Wolke aus auf uns herunter schauen und abwechselnd den Kopf schütteln oder lachen. :-)))


Dorehn (21.3.18 00:36)
...ich denk, denen, die's "nötig" hätten, mit einer gewissen Scham oder Demut ihre "Sünden" zu erkennen (vlt.gar mit evtl. vorhandenem Bewußtsein des Gott-Vergebens) die pfeifen auf eine Auseinandersetzung damit/dazu... ist doch "nur was für sensible Nachdenker"...oder? - "Worte" bewirken noch gar nix, erst wenn "plötzlich aus heiteren Himmel" die Welt sich so verändert, dass es womöglich die eigene Existenz beutelt... der Mensch muss es spüren,dann folgt hören/denken/einnorden...

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