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Im Wandel der Zeit - eine Ergänzung!

Als Kind erlebte ich noch die "Dampf-Eisenbahn" und winkte mit bunten Fähnchen, als der erste elektrisch betriebene Luxuszug - "Rheingold" - ausnahmsweise in unserem kleinen Bahnhof Station machte. Damals wurden mit einem gigantischen Aufwand alle Schienen und Geleise mit einer Hochspannungs-Leitung überbaut. Dies geschah aber nicht, weil die Dampfloks zuviele Abgase in die Luft bliesen, sondern weil es eine effektivere Technik gab.

Was will ich damit sagen? Zumindest bis in die 1960er- und 1970er-Jahre war der Begriff "Klimaschutz" noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen. Erst ein paar Jahre später kam es dann zu einer viel diskutierten Umweltkatastrophe - dem "Waldsterben". Nach meinem Erleben waren die Menschen damals stärker "betroffen", als sie es von den heutigen Umweltproblemen sind. Es gründete sich eine neue Partei, "die Grünen" und vielerlei Maßnahmen wurden ergriffen, um die Gefahren für die Bäume zu reduzieren. Als Hauptursache für das Waldsterben erkannte man den "Sauren Regen".

Das "Waldsterben" fand, um es kurz zu sagen, nicht statt. Auch heute sind noch 30 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland bewaldet. Am Wichtigsten ist, daß die Angst um den Wald aus den Köpfen der Menschen verschwunden ist. Ich spreche hier nicht vom "Regenwald". Das ist ein anderes Thema.

Vor 50 Jahren wurde auch die Verschmutzung unserer Flüsse ein Thema. Im Rhein zu schwimmen war purer Leichtsinn. Teilweise wurde, schon in der Schweiz, das Industrieabwasser ungefiltert im Rhein "verklappt". Das war also die Zeit, als man in Europa begriff, daß man ein bzw. mehrere Umweltprobleme hat. Auch die Verschmutzung der Flüsse wurde - zumindest teilweise - erfolgreich bekämpft. Es gab einmal einen Umweltminister, der 1988 demonstrativ in den Rhein sprang, um der Bevölkerung zu zeigen, daß nach dem großen Fischsterben wieder ein Bad in diesem Fluß gewagt werden kann.

Heute ist es der Plastikmüll, der Deutschlands wichtigsten Strom verschmutzt und auf Umwegen über die Nahrung eine Gefahr für Mensch und Tier darstellt. Es wird also sehr wahrscheinlich noch Einiges auf uns zukommen, wovon wir heute noch nichts wissen. Und wenn es so ist, wie ich vorhersehe, dann ist es natürlich umheimlich schwer, rechtzeitig und wirksam diese neuen Gefahren aus der Welt zu schaffen.

Gestern sagte ich, die Menschheit neigt nicht dazu, entschlossen Probleme anzugehen, die in globaler Gemeinschaft gelöst werden müssen. Die Bundesrepublik für sich hat das Waldsterben und die Verschmutzung der Flüsse bekämpfen können. Sie hat sich auch einsam und alleine für den Ausstieg aus der Atomkraft-Nutzung entschlossen und braucht nun u.a. einen Plan, wie der Feinstaub in den Großstädten wirksam zu bekämpfen ist. Leider hat sich vor Kurzem gezeigt, daß die Merkel-Regierung beim Klimaschutz "bremst", weil ihr das Wohl der Autobauer im Lande wichtiger ist.

Wir haben in Deutschland eine gigantische Industrie, deren Mitwirken beim Umweltschutz nötig ist. Und selbst wenn wir es schaffen, innerhalb eines vereinten Europas Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu sein, wovon wir meilenweit entfernt sind, dann würde dies - global gesehen - fast keine Auswirkungen haben. Beim weltweiten Kohlenstoffdioxid-Ausstoß beträgt der Anteil Deutschlands gerade mal 2,23 Prozent. Das erscheint wenig zu sein. Andererseits hat in Europa kein Land einen höheren Wert.

China ist das Land mit der höchsten CO2-Emission. Diese liegt bei 28,21 Prozent. (Ich beziehe mich auf Zahlen von 2016). Müßten wir nicht den Hebel zum erfolgreichen Klimaschutz bei den Verantwortlichen in China und den USA (15,99 %) ansetzen? Das können wir nicht. Die Mächtigen in den beiden wirtschaftlich stärksten Ländern wollen den Weltmarkt beherrschen und lassen die Schlote sieben Tage in der Woche rund um die Uhr rauchen.

Wo wir auch hinsehen, zur Zeit sind nationale Bestrebungen auf dem Vormarsch. Ich wage zu behaupten, solange nicht die "halbe Welt" untergegangen ist, wird es keine erfolgreichen Maßnahmen zum globalen Umweltschutz geben. Der Aufschwung der "Grünen" in unserem Land zeigt, daß die "normalen" Menschen zum Teil verstehen, was getan werden müßte. Die Regierenden in allen Ländern der Welt sind darauf vereidigt, das Wohl des eigenen Volkes zu mehren. Und dieses eigene Volk wiederum garantiert ihnen den Machterhalt. Keiner von diesen Politikern wird in absehbarer Zeit rufen: "Umweltschutz first!"

Als ich das erste und letzte Mal in meinem Leben mit einer "Achterbahn" fuhr, wurde mir beim anfänglichen Hochziehen der Bahn schlagartig bewußt, ich habe einen Fehler begangen. Als ich dann mit etlichen Mitfahrern kreischend in die Tiefe stürzte, war mir klar, niemals in meinem Leben werde ich ein zweites Mal in eine Achterbahn steigen. Ein bisschen fühle ich mich wie damals, als es mich in der ersten Kurve fast aus dem Sitz hob. Sehenden Auges ins Verderben stürzen - nein, das ist keine schöne Erfahrung. ;-)

12.1.19 09:03
 
Letzte Einträge: Vorentscheid für Lissabon!, Eichendorff läßt grüßen!, Zeiten ändern sich!, Darf der denn das? , Können Tiere sprechen?


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