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Es riecht nach Apfelstrudel!

Es ist ein regnerischer Sonntag-Vormittag und die Welt geht schon wieder unter.

Frühling, Sommer, Herbst - ich vermisse die Selbstverständlichkeit eures heiteren Daseins? Wo sind die fröhlich-erquickenden Seelenstunden geblieben?

Mein innerer Groll ist polternd erwacht. Was soll das? Was sollen diese unglaublichen Mengen schneegebundenen Wassers? Wasser, das sich bald ein Jahr nicht sehen ließ.

Petrus ist ein faul in der Ecke liegendes Arschloch! Warum wird er seiner Verantwortung nicht gerecht? Vor diese Frage gestellt grinst er abwesend und dreht die Frage um: "Warum werdet ihr Menschen eurer Verantwortung nicht gerecht?

Ich bin in die Falle getappt. Warum stelle ich sofort die Schuldfrage, wenn mir bewußt wird, daß ich schon wieder auf meine sonntäglichen Spaziergänge verzichten muß?

Aus der Küche dringt der Duft frischgebackenen Apfelstrudels an meine Nase. Bei soviel Ungemach will ich mir etwas Gutes gönnen. Matschige Äpfel in sprödem Blätterteig, mit Staubzucker überzogen, sind mein Ersatz für den Verlust an gelebter Neugier.

Seit zwei Wochen liegt die neue, vielversprechende Kamera bereit. Noch kein einziges Foto hat einen Platz auf meiner Festplatte gefunden. Das hindert die Blau- und Kohlmeisen nicht daran, zu versuchen, meine viel zu großen Erdnüsse aus dem grünen, engmaschigen Netz zu picken.

Es wäre jetzt viel Zeit, endlich die Küche auf Vordermann zu bringen, das Bad zu schrubben und kraftvoll in die Pedale des Heimtrainers zu treten. Doch mein innerer Schweinehund ist wie das Wetter. Er könnte, wenn er wollte, aber er will nicht. Lieber schreibt er noch einen Blog-Beitrag und sieht sich den Literatur-Club im Fernsehen an.

Der ist nicht aktuell. Die Moderatorin, die Haare hochgesteckt und den Pony zur Seite "gesprayt", bekennt sich zum Lieblings-Schriftsteller früherer Jahre, der auch der meine ist - Hermann Hesse. Der große Erzähler wird zu Weihnachten an den Sohn verschenkt, der jetzt mit Sicherheit nicht zusieht.

Was sind das für Söhne, die ihre Mutter im Fernsehen nicht sehen wollen? Was tun sie, bei diesem miserablen Wetter? "Narziß und Goldmund" sollte ich vielleicht auch mal wieder lesen, solange es draußen kaum hell wird.

Es ist ein regnerischer Sonntag-Morgen und die Welt geht schon wieder unter.

13.1.19 11:11
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (13.1.19 14:47)
...hier sieht es mit dem Wetter ganz genauso bescheiden aus... 🌧🌧🌧
Doch im Gegensatz zu Dir war ich bereits auf dem Crosstrainer und spare mir darum den Apfelstrudel. Ich kann kaum das Frühjahr erwarten und möchte entsprechendes Ergebnis vorweisen können

Ich wollte Dich aber noch fragen ob Du weißt,
was mit merry-n ist, stehst Du in Kontakt mit ihr?
Ich vermisse sie und ihre inspirierende Gedichte

Trotzdem einen schönen Sonntag mit Hoffnung auf besseres Foto-Wetter für Dich, bis dahin LG :D 🌞


Mirco / Website (14.1.19 07:38)
Tja, da hoffen wir mal, dass Petrus bald ein Einsehen hat und Du deine neue Kamera einweihen kannst. Bis dahin lass dir den Apfelstrudel gut schmecken, um welchen ich dich übrigens sehr beneide.

Viele Grüße aus Ningbo

Mirco

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