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Eine Bombe hat eingeschlagen!

Die englische Premierministerin Theresa May verhandelte zwei Jahre lang mit der "Europäischen Union" und einigte sich auf einen "Deal". Bei diesem "Deal" geht es, wie wir wissen, um den Austritt Großbritanniens aus der EU - dem sogenannten "Brexit". Gestern war der große Tag, der die Abstimmung über May´s "Deal" im englischen Parlament mit sich brachte.

Bevor es soweit war, wies die Premierministerin darauf hin, es handele sich für alle Anwesenden um die wichtigste Abstimmung ihres Lebens. Doch als "Mr. Speaker", der Vorsitzende des "Unterhauses", das Abstimmungsergebnis mit lauter Stimme verlas, mag es Theresa May schwarz vor Augen geworden sein. Sie erhielt für das Ergebnis ihrer zweijährigen Verhandlungen mit der EU noch nicht einmal ein Drittel der abgegebenen Stimmen. Angeblich verweigerten sogar 118 Abgeordnete aus der eigenen Partei Frau May die Gefolgschaft.

Sofort ergriff die Opposition die Gelegenheit und stellte einen Mißtrauens-Antrag gegen Frau May. Dieser wird bereits heute entschieden und bringt voraussichtlich - keine Veränderungen. So wird Premierministerin May weiter kämpfen. Welches Ergebnis schließlich irgendwann einmal erzielt wird, weiß kein Mensch. Im englischen Unterhaus gibt es momentan für keinerlei Lösung eine Mehrheit. Im Endeffekt sieht das so aus, als wüßten die Parlamentarier*innen nicht, was sie wollen.

Die meisten politikinteressierten Menschen in Deutschland schütteln über solche Zustände nur noch den Kopf. Wenn Bundeskanzlerin Merkel im deutschen Bundestag ein Gesetz zur Abstimmung brächte, und ein Großteil ihrer "Parteigänger" würde nicht zustimmen, dann wäre sie politisch "erledigt". In unserem Land ist es so, daß man schon mal eine "Probeabstimmung" in den eigenen Reihen vornimmt, wenn eine gewisse Unsicherheit über das Abstimmungsverhalten der Parteifreunde besteht. In England legt Frau May ein "Papier" vor, obwohl sie weiß, daß es höchstwahrscheinlich abgewiesen wird. Ich frage mich, was wird da gespielt?

Es begann alles ganz harmlos. May´s Vorgänger im Amt des Premierministers, David Cameron, wies in einer Grundsatzrede darauf hin, daß sich das "Vereinte Europa" grundlegend ändern müsse. Dann kam die Volksbefragung, welche im Ergebnis den Wunsch der Bevölkerung Großbritanniens zum Austritt aus der EU ergab.

Für die kommenden Brexitverhandlungen wollte Frau May eine breite Zustimmung in der Bevölkerung und ordnete vorgezogene "Neuwahlen" an, in der Gewissheit, ihre Partei, die konservativen "Tories", dadurch stärken zu können. Der Schuß ging nach hinten los. Sie verlor die absolute Mehrheit im Parlament.

In der Folge wurde alles, was Premierministerin May an Verhandlungs-Ergebnissen aus Brüssel mitbrachte, im eigenen Land für "nicht ausreichend" empfunden. Ihr schärfster Kritiker war und ist Boris Johnson, den Frau May höchstpersönlich als Außenminister in ihr Kabinett berief. Der hatte schon im Vorfeld der Brexit-Abstimmung das Volk mit erfundenen Zahlen belogen und ihm "blühende Landschaften" außerhalb der EU vorgegaukelt. Nach der Volksabstimmung ist der Übeltäter erst mal "abgetaucht". Er ähnelt übrigens, rein äußerlich, dem amerikanischen Präsidenten Trump. ;-)

Wer bis jetzt noch "zugehört" hat, dem will ich ein nahes Ende versprechen. ;-) Frau May übersteht das heutige Mißtrauens-Votum und macht weiter wie bisher. Sie wird wieder mit der EU verhandeln und dabei auf Granit beißen. Alternativen dazu wären Neuwahlen, ein "harter" Brexit, also keine Einigung mit der EU, oder eine erneute Volksabstimmung. Doch im englischen "Unterhaus" gibt es für keine dieser Möglichkeiten eine Mehrheit.

Für Deutschland gibt es leider, bei all dem, nichts zu lachen. Die Vorteile des sogenannten "Binnenmarktes" wären dahin und unsere stark am Export orientierten Unternehmen würden, aufgrund höherer Preise, weniger Umsatz machen.

Muß mich das als Rentner interessieren? Ich fürchte ja, solange ich noch ab und an mal einen "Single-Malt" aus Schottland genießen möchte. ;-)

16.1.19 09:53
 
Letzte Einträge: Let´s dance!, Weiße Weihnacht! - Für alle frohe Weihnachten!, Prost!, Das Narren-Schiff!, Vorentscheid für Lissabon!


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (16.1.19 19:17)


Ja, so wirklich weiß ich da gerade auch nicht was ich dazu sagen soll. Wir können es wohl nur aussitzen und abwarten was weiter passieren wird. Die Opposition plädiert für Neuwahlen, dies möchte die Premier-Ministerin natürlich nicht. ;-) Es bleibt wohl noch eine Weile spannend.

Ich bin schon sehr interessiert was da weiterhin passieren wird, zumal ein EU-Austritt folgen für so einiges mit sich tragen würde.

Die "Insel" ist schon ein spezielles Kapitel. Das eigene Süppchen wurde dort schon immer gerne gekocht. Diei britischen Suppenkessel finden sich weltweit.

Wenn ich mir überlege, dass im 19. Jahrhundert ein Drittel der Welt unter der britischen Krone stand, stelle ich die aktuellen Ereignisse noch etwas mehr in Frage. Aber alles hat ja meistens irgendwann ein Ende. Hoffen wir auf ein Gutes und für alle erträgliches Ende.

Vielleicht sollte die Queen sich mal den Suppenlöffel schnappen. ;-) Schlimmer kanns ja fast nicht mehr werden und die Muppetshow der britischen Monarchie könnte ja dann auch mal für etwas gut sein. Aber die dürfen ja nur schön aussehen, Politik machen andere. Sagen wir, sie versuchen es und wir sehen ja wo das gerade hinführt. Oh je!



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