Fotografiert und erzählt!
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   
    marie-adel-verpflichtet

   
    indianwinter

    lebenslabyrinth
   
    mirco-reisen

    - mehr Freunde

   Fotos
   merry-n
   Marie
   Indianwinter
   pally66
   lebenslabyrinth
   mirco-reisen



https://myblog.de/padernosder

Gratis bloggen bei
myblog.de





Macho, Macho!

Früher, als ich noch zuhause bei Muttern wohnte, bekam ich jeden Tag ein warmes, selbstgekochtes Essen. Auch wenn meine Mutter manchmal klagte, sie wüßte nicht, was sie morgen kochen solle, ging ich voller Zuversicht davon aus, daß ihr etwas einfiele.

An dieser Stelle, also gleich am Anfang, muß ich einmal erwähnen, daß ich es überhaupt nicht verstehe, warum junge Männer, so um die fünfunddreißig, nicht bei ihrer Mutter wohnen und essen sollten. Der Wohnraum im Allgemeinen ist teuer und nicht jede Mutter ist eine Hexe. Entscheidend ist doch, daß eine abgetrennte Wohnung vorhanden ist und die Mutter nach dem Putzen den Schlüssel abgibt. ;-)

Also meine Mutter wäre totunglücklich, wenn sie bei mir nicht putzen dürfte. Ich habe mich mit ihr geeinigt, daß ich bei ihr esse und sie dafür meine Wohnung putzt. Sie braucht eine körperliche Herausforderung einerseits und das Kochen würde - andererseits - auch ihre grauen Zellen herausfordern. Käme ich nicht zum Essen, würde sie gar nicht mehr kochen können, denn für sich alleine lohnt sich der Aufwand nicht, wie sie sagt. Ich tue ihr also einen großen Gefallen, wenn ich täglich und vor allem pünktlich zum Essen erscheine.

Man darf ja den Menschen ihre Überzeugung nicht nehmen, das wäre wie "fahrlässiger Totschlag". Deshalb diskutiere ich kaum noch mit meiner Mutter. Beim Essen frage ich sie, was es in der Stadt Neues gibt, denn durch ihre Freundinnen aus der Nachbarschaft ist sie immer bestens informiert. Manchmal ist eine dieser Freundinnen während des Essens anwesend und wartet schon darauf, mir nach dem Essen und meinem "Bäuerchen" die Haare schneiden zu dürfen. Natürlich ist so ein Termin vorher abgesprochen.

Ja, das war einmal. Dreißig Jahre später gibt es kein frisch gekochtes Essen mehr. Ich lebe allein, esse meist Brot mit Wurst und Käse, oder ich werfe einen Beutel "Nasi Goreng" in die Pfanne. Ständig bin ich am überlegen, ob ich eine Putzkraft einstellen soll. Unterhosen und Socken kaufe ich mir neu, nachdem ich Beides eine Woche trug... ;-)

Ich verstehe die Menschen wirklich nicht, die das "Hotel Mama" kritisieren und die Bewohner lächerlich machen. Derjenige, der sich Annehmlichkeiten versagt und meint, nur weil er ein "harter Hund" und ein "Kaltduscher" ist, lebt er glücklicher, der ist doch nicht ganz dicht! ;-)



11.2.19 07:36
 
Letzte Einträge: Weiße Weihnacht! - Für alle frohe Weihnachten!, Prost!, Das Narren-Schiff!, Vorentscheid für Lissabon!, Eichendorff läßt grüßen!


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Luisa / Website (11.2.19 23:26)
Hotel Mama – an sowas denken meine Kinder auch.
Aber ich werde ihnen was husten, Rabenmutter die ich bin. Raus aus dem Nest!


Mirco / Website (12.2.19 05:54)
Richtig Ich muss sagen, lange habe auch ich meine Comfort-Zone nicht verlassen, wobei ich bis heute dabei keinen Fehler erkennen kann .

Viele Grüße aus Ningbo

Mirco

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung