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Was jetzt - Spaß oder Ernst?

In Deutschland gibt es ca. 45 000 Kirchen. Etwas mehr "katholische", als "evangelische", aber das wundert einen "Süddeutschen" wie mich in keinster Weise, denn bei uns ist selbst die "Weißwurst mit süßem Hausmacher-Senf" katholisch. Warum? Naja, schließlich verläuft der "Weißwurst-Äquator" durch Bayern und nördlich davon leben die "heidnischen Ignoranten", das weiß man doch! Die nennen sich zwar auch "Christen", sind aber nicht wirklich welche, daran hegt unser Benedikt XVI. nicht den geringsten Zweifel.

Vor vielen Jahren verhielt es sich mit dem "Weiß"-bier ganz genau so wie mit der "Weiß"-wurst. "Jenseits" des Mains war es völlig unbekannt und auch in Bayern, ehrlich gesagt, wäre es in den 1960er Jahren fast ausgestorben. Trank ein Fremder mal einen Schluck "obergäriges Hefe-Weißbier", bezeichnete er den Geschmack als "abartig". ;-) Wer also als Tourist nach Bayern kommt und in Oberammergau eine Weißwurst mit Senf und Brezel auf die erlaubte Art und Weise verspeist, dazu ein kühles Hefe-Weißbier trinkt, der ist schon tief in den "Katholizismus" eingedrungen. ;-)

Sollte jetzt die Vielzahl meiner Leserinnen und Leser aus Altötting aufschreien ;-) und auf ihre "Gnadenkapelle" hinweisen, okay, auch das schöne Altötting ist ein bedeutendes Zentrum des katholischen Glaubens in Bayern. Zweimal im Jahr den Urlaub in Altötting und Umgebung verbracht, das ist wie einmal den "Jakobsweg" nach Santiago de Compostela gelaufen. ;-)

Nach dieser langen Vorrede muß ich endlich zum Thema kommen. Wie sicher sitzt eigentlich ein katholischer, oberbayrischer Bierkutscher auf seinem "Bock", wenn es um seine Kenntnisse der "Ostergeschichte" geht? Würde er fragen: "Also wie jetzt - Ostergeschichte? Die gibt es doch gar nicht. Es gibt nur eine Weihnachtsgeschichte!"

Doch dann kommen ihm Bilder in den Sinn. Jesus am Kreuz. Der ans Kreuz genagelte Gottessohn ist fast in allen 45 000 Kirchen zu finden. Jesus von Nazareth, König der Juden. Doch die Römer lagen falsch, als sie das I.N.R.I. ins Kreuz ritzten. Weiß unser katholischer Bayer das?

Die Schriftgelehrten und Pharisäer, also die jüdischen "Geistlichen", hat Jesus als "Blinde" und "Heuchler" bezeichnet. "König der Juden", nein, nein, sein Reich ist nicht von dieser Welt. Aber die Schriftgelehrten haben einen gewaltigen Haß auf den jungen Mann, der ihnen schon als Jugendlicher widersprochen hat. Wie kann er behaupten, er wisse alles besser, er allein kann das Wort Gottes richtig interpretieren? Er will der von den Propheten angekündigte Messias sein? Da muß man als anständiger jüdischer Theologe doch lachen!

Die Sitten sind streng. Der verdammte Revoluzzer wird nicht alt werden. Es sei denn, er hätte mächtige Freunde. Doch es ist nur das "gemeine Volk", welches hinter ihm her läuft. Bei passender Gelegenheit wird er seine Strafe erhalten! Als es so weit ist, drückt man ihm die Dornenkrone aufs Haupt, lacht ihn aus und provoziert ihn: "Nun zeig, was Du kannst!" Aber der Kerl wehrt sich nicht. Er schleppt sein Kreuz zum Totenhügel, bis er zusammenbricht.

Der katholische Bayer haut sich schon mal auf den Daumen, wenn er den Nagel ins Holz schlagen will. Aua, das tut verdammt weh. Dem Jesus schlagen sie Nägel durch Hände und Füße. Das tut mehr als weh, das ist der Wahnsinn. Aber Jesus unterhält sich mit anderen Gekreuzigten, gibt ihnen gute Tipps, fürs Leben "danach". Das soll glauben wer will. Irgendwas stimmt da nicht.

Ist der gekreuzigte Jesus ein göttlicher Übermensch? Wer bzw. was ist er? Noch vor Kurzem bat er seinen Vater im Garten Gethsemane, der Verzweiflung nahe: "Laß diesen Kelch an mir vorüber gehen"? Am Kreuz quält ihn nur der Durst. Gott hat seinem Sohn den Schmerz genommen. Später wird er ihn von den Toten erwecken und den großen Stein vor der Grabhöhle wegrollen.

War es so? Oder hat sich Jesus vielleicht selbst "erweckt" und geheilt? Er hatte die Macht dazu. Er hat es bewiesen, als er Lazarus aus dem Totenreich zurückholte. Ich weiß nur, mit solchen Wunden an den Füßen geht kein Mensch auch nur einen Schritt.

Von der "Auferstehung" bis zur "Himmelfahrt" Jesu werden uns "unglaubliche" Dinge erzählt. War der "Menschensohn" ein Gott? Wieso verlangt Gott ein solches "Opfer" von seinem Sohn? Wieso muß ein Gott seinen Sohn "opfern", um die Menschheit zu retten? Wäre es nicht auch eine Nummer kleiner gegangen? Hätte Jesus nicht uralt werden und selbst dafür sorgen können, daß seine Sicht der Dinge unters Volk kommt?

Bei einem "Bibelkundigen" (Kammerer) hier in unserem Blog las ich, das "Märtyrertum" der Apostel sei für ihn das Überzeugendste an der Verkündigung der Auferstehung Jesu. Langsam verstehe ich. Wir Menschen brauchen Vorbilder, Helden, die für die gute Sache den Kopf hinhalten. Das überzeugt, das macht Sinn. Die "Glaubensfähigkeit" allein ist eben doch zu schwach, um uns auf Dauer bei der Stange zu halten.

Mir gefällt das nicht! Von Abraham forderte Gott, er solle seinen Sohn "opfern", um seine bedingungslose Unterwerfung zu beweisen. Gott selbst hat seinen Sohn geopfert, aber natürlich nur im Wissen, daß er die Angelegenheit im Nachhinein wieder "ungeschehen" machen kann. Das ist Betrug! Das ist Populismus!

Kein Mensch mit einigermaßen klarem Verstand würde sein Kind "opfern", für nichts auf der Welt. Wer solche Dinge verlangt, oder selbst ausführt, kann sich nicht als ein die Menschen ewig liebendes Wesen darstellen, an dessen Existenz sich ein bedingungsloser Glaube knüpfen soll!

20.4.19 08:14
 
Letzte Einträge: Prost!, Das Narren-Schiff!, Vorentscheid für Lissabon!, Eichendorff läßt grüßen!


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


PP / Website (20.4.19 09:30)
Jesus ist seinen Leidensweg mit der Dornenkrone auf dem Haupt für uns gegangen, um uns vom Leid zu befreien. Sein Kreuzweg mit dem schweren Kreuz und seine Kreuzigung mit Nägeln stellt die schlimmste Demütigung und den schlimmsten Schmerz dar.

Jesus hat es dafür getan, dass wir immer den Trost haben, wenn wir Leid oder Schmerz oder seelische Verletzung tragen müssen, dass sein Leid und sein Schmerz und seine seelische Verletzung noch tiefer war und er es still gelitten hat.

So kommen uns unsere Probleme nicht mehr so schlimm vor, wenn wir an Jesu Leiden denken.

So naiv in eigenen unbeholfenen Worten, die doch nicht alles aussagen können, weil mir die Eloquenz fehlt, sehe ich das Opfer Jesu.

Deine Satire - so denke ich - sagt Ähnliches versteckt hinter den Worten und karikiert dabei auch noch die Bayern, die meinen, Jesus für sich gepachtet zu haben.

Ich kann mich in deinem Text täuschen, aber ich darf als Leser auch jeden Text für mich auslegen, wie es mir behagt. Ich les also das rein, was ich rauslesen möchte.

Frohe Ostern LG PP


PP / Website (21.4.19 06:55)
Sagt diesem paranoiden "Methusalem", der ständig seine Blogs unter neuem Namen eröffent und wieder zerschießt, wenn er nochmal anonym bei mir postet, komm ich nach Passau und versohl ihm den Hintern .. Man kann alles schreiben, wenn man seinen Nick angibt, aber anony oder unter "Freigeist" zu bekritteln, das geht gar nicht und hat auch mit Freiheit wenig zu tun, eher mit Feigheit .. Man steht zu sich selbst und flüchtet nicht ständig, wenn man eine unangenehme Wahrheit gesagt bekommt. Das ist eines Mannes unwürdig und ein Missbrauch des altehrwürdigen Namens: Methusalem. Verzeiht, aber der Kerl hat sein eigenes Blog wieder mal gelöscht und schmiert wieder anonym auf den Blogs rum. Wenn ich ihn fasse, gibts Nachsitzen und Strafarbeit oder Karzer ..


padernosder (21.4.19 09:31)
An "PP",

ich will mal von "Hinternversohlen" und "Strafarbeit" absehen... ;-)

Nur eine Bitte: Verschone meinen Blog mit Deinen Botschaften an Andere! Hast Du nicht selbst einen Blog? ;-)

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