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Ohne Phantasie geht gar nichts!

Angesichts dessen, daß ich wieder einmal einen Irrtum einräumen muß, was das namentliche Bestimmen von Insekten angeht, will ich ein paar Worte über das Thema "Namensgebung bei Insekten und Pflanzen" verlieren.

Einerseits werden alle Pflanzen und Insekten, soweit sie bekannt sind, ernst- und gewissenhaft mit lateinischem Namen erfaßt und katalogisiert. Anderseits "verpaßt" man ihnen im Deutschen oft sehr kindliche, phantasievolle Namen. Nehmen wir z.B. den "Kaisermantel". Dieser ist gänzlich von oranger Farbe, mit brauner Musterung. Die Farbe eines Kaisers jedoch ist meines Wissens das "Purpur". Warum also der Name "Kaisermantel" für einen Perlmuttfalter, die es in vielfältiger Art gibt, die aber alle mehr oder weniger gleich aussehen, vor allem, was die orange Grundfärbung betrifft?

Was meinen eingangs erwähnten Irrtum angeht, so muß ich bekennen, bisher nicht zwischen "Wiesenvögelchen" und "Ochsenaugen" unterschieden zu haben - zwei unterschiedliche Falter, wenn man nicht ihr Aussehen, sondern ihre lateinische Bezeichnung in Betracht zieht. Auch hier haben wir zwei deutsche Namen, die mit viel Phantasie festgelegt wurden.

Eigentlich gibt es ja gar keine "Wiesenvögelchen", denn Vögel sitzen in der Regel auf Bäumen. Und "Ochsenauge" als Bezeichnung für einen kleinen Schmetterling, nur weil der einen schwarzen Punkt auf dem Flügel hat - da kommt man wirklich nur drauf, wenn man in früherer Zeit zuviel "Honigwein" getrunken hat. ;-)

In meinem heutigen Beitrag zeige ich euch Beispiele für phantasievolle Namensgebung. Doch vorher möchte ich noch nachdrücklich darauf hinweisen, daß ich mich zwar für schlechte Fotos verantwortlich fühle, nicht aber für falsche Namensgebung, denn ich weiß nur das, was im Internet steht und dort ist das Irren die Regel. ;-)

Fangen wir an. Gestern wollte ich vor allem den "Kaisermantel" noch einmal genauer ansehen. Wir nähern uns in drei Schritten seinem Auge...



Es ist immer ein anderes Foto, zu einfach wollte ich es mir auch nicht machen. ;-)





Während des Fotografierens unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, die sich vorsichtig annäherte und dann ihre Weisheiten ohne Unterlaß kundtat. Den von mir bevorzugten "Kaisermantel" verachtete sie, der wäre alles Andere als selten. Als sie schließlich meinte, mit ihrer Kompaktkamera ebenso gute Ergebnisse zu erzielen wie ich mit meiner "großen" Kamera, hörte ich langsam auf, ihr zuzuhören. ;-)

Sie wußte auch, das "Rotbraune Ochsenauge" sei nur in Mittelfranken anzutreffen. Diesbezüglich "meint" das Internet etwas Anderes, aber daß die braunen Streifen auf den Flügeln des Kaisermantels nur beim Männchen vorhanden seien, weil es sich um "Duftstreifen" handele, die bei der Paarung eine Rolle spielen würden, das stimmte und war mir neu.

Doch jetzt ein Blick auf das "Rotbraune Ochsenauge", welches ich bisher für ein "Wiesenvögelchen" hielt.



Während ich hier meinen Text schreibe, zieht sich draußen ein Gewitter zusammen. Ich kann mir also etwas Zeit lassen, denn eigentlich wollte ich schon längst wieder am Waldesrand stehen... ;-)

Kommen wir zum nächsten "Namenswunder", dem "Faulbaum-Bläuling", dessen Blaufärbung an der Unterseite der Flügel nicht zu erkennen ist. ;-)



Als ich im Internet zunächst nach "weißer Falter mit schwarzen Punkten" suchte, stieß ich auf die "Apfel-Gespinstmotte" bzw. den "Breitflügeligen Fleckleibbär". ;-)

Ein schöner Falter ist das "Landkärtchen". Davon gibt es angeblich zwei farblich unterschiedliche Varianten. Ich fand nur diese eine, noch dazu mit hochgeklappten Flügeln.



"Fliegen" haben, denke ich, im Allgemeinen kein hohes Ansehen. Ich finde sie jedoch zum Teil sehr fotogen, wie z.B. die "Gemeine Waldschwebfliege", auch "Gemeine Hummel-Schwebfliege". Charakteristisch ist das elfenbeinfarbige, zweite Hinterleibs-Segment und die "gefiederte Fühlerborste", hier so gerade noch oberhalb der Augen zu erkennen.



Wenn das alles mal stimmt, was ich da erzählt habe. ;-) Wer genau hingesehen hat, dem ist aufgefallen, daß meine "Auserwählten" alle auf pinkfarbenen Distelblüten sitzen, welche derzeit wohl die leckerste Nahrung anbieten.

Schließlich besuchte ich noch einen kleinen See unterhalb der Weinberge und hoffte, er sei von Menschen unberührt. Ein sonnenbadendes Pärchen zerstörte meine Hoffnungen, doch die Libellen flogen eifrig auf und ab. Aus etwas größerer Entfernung konnte ich den "Plattbauch" fotografieren, dessen Namen vom breiten, abgeflachten Abdomen (Hinterleib) herrührt. Markant sind auch noch die braunen Flecken an den Flügelansätzen.



21.7.19 12:05
 
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