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Die Alten und der Sex!

Anfang der Woche erzählte ich euch Einiges über das Denken, über das Philosophieren. Es gibt so unendlich viele spannende Fragen, über das Leben, über die Liebe, auf die wir Menschen eine Antwort suchen.

Heute will ich ein sehr "heißes Eisen" anpacken - den Sex. Ende des 18. Jahrhunderts, als Kant, Goethe, Schiller, Hegel, Herder, Fichte, Schelling und viele weitere Geistesgrößen auf der schönen Erde wandelten, war das Wissen über die Fleischeslust - eher gering. Der großartige Goethe war natürlich eine Ausnahme, er war gewissermaßen nicht von "dieser Welt". Aber Kant und später Schopenhauer, die haben sich wohl nie zu einer Frau ins Bett gelegt und nach heutiger Meinung müßten sie deshalb einen ziemlichen "Dachschaden" gehabt haben. ;-)

Aber wie Sigmund Freund feststellte, wollen alle Männer doch zumindest mit ihren Müttern schlafen. Ich meine, Männer wollen alle Sex haben und oft ist es gar nicht so wichtig, mit wem! ;-) Meine Vermutung ist, wenn so ein gescheiter Kerl wie der Immanuel Kant, der das Denken quasi neu "erfunden" hat, plötzlich so eine "primitive, spontane Errektion" in seiner Hose fühlte, dann hat er sich das nicht erklären können und was der Größte aller Denker nicht erklären kann, das gibt es nicht. ;-)

Warum, frage ich mich, ist der Kerl nicht auf die Idee gekommen, daß ein regelmäßiger Geschlechtsverkehr gut für ihn und sein vorwärts strebendes Denken sein könnte? Vielleicht weil er klein und häßlich war? Ein "Frauentyp" im heutigen Sinn war er gewiß nicht. Aber er hatte Geld. Er konnte sich einen "Diener" leisten und hätte sich auch - sagen wir wöchentlich ein mal - eine Prostituierte leisten können. Im Übrigen, dieser Diener, ein Herr Lampe, war verheiratet und wurde im Laufe von vierzig Jahren Dienerschaft bei Kant zum Alkoholiker... ;-)

Ich meine, es waren zwar völlig andere Zeiten, und wir heutigen Menschen können uns manche "Verkrustung" in den Köpfen unserer Vorfahren einfach nicht vorstellen, aber dagegen spricht mein über alle Maßen geschätzter Johann Wolfgang von Goethe. Selbst seine Mutter wußte von dem "Betthäschen", welches sich ihr Sohn zugelegt hatte. Doch der Wolfgang war eben ein ganz besonderes "Kaliber" und so hat er die hochgebildete, in höheren Sphären schwebende Charlotte von Stein zwar in unzähligen Briefen "angebetet", aber letzten Endes hat er "die" geheiratet, mit der er die Freuden des Lebens auch im Bett teilen konnte.

Dennoch, und das muß man sich einmal ein paar Sekunden vor Augen halten, selbst wenn sein bester Freund, Friedrich Schiller, zu Besuch kam, ließ sich Frau Goethe nicht blicken. Ich kann mir das nur so denken, daß der Goethe dem Schiller nicht über den Weg traute, was Frauen betrifft. Der Schiller war jünger, größer und wohl auch schöner. Und der war als "Frauenversteher" bekannt, was natürlich nicht stimmte, denn er mutete seiner Ehefrau zu, daß auch deren Schwester in so einer Art "Dreier-Bündnis"... ;-)

Das wird das große Problem der "damaligen Kerle" gewesen sein. Sie dachten alle, Frauen seien schwach, zart - aber unendlich leidensfähig. Sie schwärmten für ihre Auserwählte und die ewig wahre Liebe - wir stehen Ende des 18. Jahrhunderts am Beginn der "Romantik" - oder sie rührten dieses heiße Thema gar nicht erst an. Wie kann es sonst sein, daß der Goethe mit den "Leiden des jungen Werther" einen Bestseller schrieb, während der Kant noch nicht einmal daran dachte, daß auch eine Frau ein "Innenleben" haben und ein "intellektuelles Wesen" sein könnte.

Wenn ich alle Vermutungen beiseite lasse und klar und eindeutig denke, dann sieht die Sache so aus: Der Immanuel Kant war der Denker der "reinen und praktischen Vernunft". Wenn er jetzt eine schöne, interessante Frau kennengelernt und sich verliebt hätte, dann wäre es ihm nicht erspart geblieben, solch dumme Dinge zu sagen wie: "Mein Herz ist voll von Dir!" Zwangsläufig hätte ausgeübter Sex den Herrn Kant in geistige Zwiespälte gestürzt, die er nicht haben wollte.

Wir dürfen nun überlegen, wie das mit uns Kerlen in heutiger Zeit ist. Wenn wir keine "Sterne vom Himmel holen", kein "Paradies" oder zumindest keine "blühenden Landschaften" versprechen würden, könnten wir dann ein Frauenherz nachhaltig beeindrucken? ;-) Will auch der heutige Mann mit seiner Mutter schlafen und die Schwester der Geliebten ans Herz drücken?

Klar, die Gier nach Sex ist riesengroß. Die macht weder vor dem Teufel noch vor dem Bischof halt. Nur der kleine Kant und ein paar andere Geistesgrößen - naja, "normal" waren die nicht! ;-)

2.8.19 10:32
 
Letzte Einträge: Eichendorff läßt grüßen!, Zeiten ändern sich!, Darf der denn das? , Können Tiere sprechen?, In eigener Sache - Teil 2


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Methusalem (2.8.19 15:27)
Hast du die 'Metaphysik der Sitten' von Kant eigentlich gelesen?
Dort schreibt er Mann und Frau dürften "wechselseitig" die "Geschlechtsorgane des anderen benutzen", und zwar um des "Genusses" willen.
Ich denke er wusste genau von was er da schreibt.


padernosder (2.8.19 16:16)
Hallo Methusalem,

danke für Deinen Hinweis!

Ich glaube natürlich nicht, daß Kant von den Freuden des Sex nichts gewußt hat. Aber er fand diese scheinbar nicht interessant oder wichtig genug, um sie "an sich" erleben zu wollen.

Ansonsten beanspruche ich, wie Du weißt, meine "Freiheiten" beim Schreiben. Nach "selbsterhobenen Prinzipien" zu handeln, das hätte dem Kant auch gefallen. ;-)

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