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Auf in den Kampf!

Mir ist da etwas aufgefallen...

Letzten Donnerstag gab es eine politische Talk-Sendung im Fernsehen, innerhalb der die Teilnehmer - auffallender Weise - einer Meinung waren. Sie hielten den Rückzug us-amerikanischer Truppen aus Syrien für einen verhängnisvollen Fehler und beklagten gleichzeitig das Fehlen jedweden Einflusses der "EU" auf das dortige Kriegsgeschehen.

Ist es angesichts diesen ebenso wichtigen wie sensiblen Themas nicht "merkwürdig", wenn nun unsere Verteidigungsministerin "AKK" einen Schnellschuß "aus der Hüfte" abgab, wobei sie vergaß, ihr Vorhaben innerhalb des Regierungs-Kabinetts abzusprechen? Sie verzichtete auch auf ein "Mitnehmen" anderer europäischer Regierungen, um gemeinsam mit starker Stimme argumentieren zu können, um bei den machtbesessenen "Platzhirschen" in Syrien größere Aufmerksamkeit zu erlangen.

Worum geht es? Ich muß jetzt spekulieren, jedoch das Unglaubliche liegt so nah... Die "AKK" wollte unbedingt Aufmerksamkeit erlangen und dabei, vielleicht, auch noch Gutes tun. Daß sie hin und wieder eher etwas "unglücklich" agiert, das kennen wir bereits. Im Vertrauen gesagt - ich bin "entsetzt" und will euch erzählen, warum.

Seit sehr vielen Jahren wird uns Deutschen - hauptsächlich von den PolitkerInnen - erzählt, wir sollen uns als "Europäer" fühlen. Wir sollen gemeinsam an einem Strang ziehen, denn nur so sind wir stark. Doch Selbiges haben unsere Volksvertreter offensichtlich noch nicht verinnerlicht. Viele Regierungschefs, deren Länder zur EU gehören, tun mehr oder weniger das, was innenpolitisch nötig ist, ohne auf das Gemeinsame zu achten. Nun gesellt sich auch noch Deutschland zu diesen Ländern.

Wie gesagt, ich muß das alles vermuten, da ich ja selbst nirgendwo dabei war, ;-) aber es gelingt mir ohne Mühe, Frau Merkel und die "AKK" zusammen sitzen zu sehen, wie sie einen Plan schmieden. Natürlich weiß die Kanzlerin, daß der Herr Maas zuständig ist, wenn es um das "diplomatische Verhalten" der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem "Ausland" geht, doch der Außenminister gehört der falschen Partei an und ist nicht einer Meinung mit ihr. Der SPD, in der es starke Tendenzen gibt, die Regierungskoalition zu verlassen, vertraut sie nicht mehr.

Da liegt es nahe, die treu ergebene "AKK" vorpreschen zu lassen. Sie soll nichts Konkretes aussagen, einfach mal einen "Versuchs-Ballon" starten und sehen, was passiert. Natürlich ist der Aufschrei groß - bei der SPD, bei der Opposition und bei der EU. Herr Putin hingegen, der gerade mit dem türkischen Präsidenten verhandelt, interessiert es weniger, was die Verteidigungsministerin eines Landes sagt, das eh nichts zu sagen hat - zumindest nicht in Syrien.

Auch die verdutzten Landsleute der "AKK" wissen nicht, was das alles zu bedeuten hat. Sollen vielleicht sogar deutsche Soldaten und Soldatinnen ins syrische Kriegsgeschehen eingreifen und ein bestimmtes Gebiet bewachen, welches als "Schutzzone" ausgewiesen werden soll? Im "Struwwelpeter" spielt "Paulinchen" mit dem Feuer und hört nicht auf den Rat der klugen Katzen. Ein deutscher Soldat mag mit den besten Absichten in den Krieg ziehen, das schützt ihn jedoch nicht vor feindlichen Angriffen. Jeder militärische Einsatz ist ein Spiel mit dem Feuer! Hinzu kommt, daß dieser Soldat, diese Soldatin, im Fall der Fälle nicht optimal vorbereitet und ausgerüstet sein wird, was die eigene Sicherheit betrifft - aber das ist ein anderes Thema.

Manchmal möchte ich wirklich eine deutlichere Sprache wählen. In meinen Augen ist diese Art von Politik, wie sie das Duo Merkel - AKK betreibt, dermaßen bescheuert, daß man es einfach nicht glauben kann! Selbstverständlich sehnt jeder vernünftige Mensch das Ende des Krieges in Syrien herbei, aber wie kann man diesem Ziel näher kommen, wenn man noch nicht einmal seine "eigenen Reihen" informiert, wenn man zu dumm ist, sich gleichgesinnte Partner an die Seite zu holen?

Ich vermute stark, daß bei diesem politischen Schnellschuß Absichten verfolgt werden, die nicht auf Anhieb durchschaut werden sollen. Es kann doch nicht reine Dummheit sein, gerade dann etwas vorzuschlagen, wenn die Hauptakteure noch verhandeln, wenn ein maßgeblicher Beschluß kurz bevorsteht. Natürlich wartet man die paar Stunden noch ab, um zu hören, ob sich Neuigkeiten ergeben, die für das eigene Tun "relevant" sind.

Bei diesem undurchsichtigen und fragwürdigen Spiel ist aber Eines ganz klar... Präsident Trump aus Amerika hat gegen den Rat seiner eigenen Leute den Truppenabzug aus Syrien befohlen. Es besteht innerhalb der Nato-Staaten Einigkeit, daß diese Handlung ein schwerer Fehler war. Warum hat Mr. Trump den Truppenabzug dennoch eingeleitet? Weil er bei seinen WählerInnen im Wort steht. Er hat kein Verständnis für die Gesamtsituation in Syrien, hört aber dennoch nicht auf seine Berater. Er ist unzuverlässig und zwingt ehemalige "Mitstreiter", zum politischen Feind "überzulaufen".

Anschließend erzählt er "seinem" Publikum, wie schlau er sei. Er weist darauf hin, daß er die kurdischen Verbündeten zurecht "im Regen stehen" läßt, weil sie "damals", im Zweiten Weltkrieg, bei der Invasion in der Normandie nicht geholfen haben. Es tut physisch weh, solchen Schwachsinn aus dem Mund eines amerikanischen Präsidenten zu hören. Und jetzt will also Frau Merkel und ihre Verteidigungsministerin in das Vakuum vorstoßen, welches die Politik Trumps hinterlassen hat. Dort sitzen aber schon die Leute Putins, die Soldaten Erdogans. Die Dummheit eines Trump und die Schlafmützigkeit einer EU haben es möglich gemacht.

Die Türkei hat innerhalb der Nato nach der USA die zweitstärkste Armee. Der amerikanische Präsident ist willens, das, selbst in seinen Augen, sehr wichtige Nato-Land wirtschaftlich zu "zerstören". Dazu ist er tatsächlich in der Lage und weil er das ist, kann es nicht ausgeschlossen werden. Doch wenn politische Dummheit nicht bald auf ein Minimum reduziert wird, wenn kluge Diplomatie nicht die Oberhand gewinnt, dann kann es auch im (noch) friedlichen und freien Europa "zappenduster" werden.

23.10.19 14:54
 


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