Fotografiert und erzählt!
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Das unsichtbare Wintergoldhähnchen!

Man kann es nur jedem empfehlen: "Egal wie das Wetter ist, geh´ hinaus in die Natur!"

Wer solche "Wahrheiten" leichtfertig kund tut, vergißt so Manches. Es könnte z.B. passieren, daß bei einer solchen Gelegenheit die Fotoausrüstung den Geist aufgibt oder der Regenschauer sich gerade dann zu einem "Wolkenbruch" steigert, wenn kein schützendes Dach in der Nähe ist.

Die ganz schlauen Leute meinen, es gäbe kein "schlechtes Wetter", nur "unpassende Kleidung". Ich vermute, so ein Unsinn fällt nur demjenigen ein, der selten zu Fuß unterwegs ist. Ihr merkt schon, daß ich diese "Klugscheißer" nicht mag, die uns vom Sofa aus die Welt erklären, denn wer tatsächlich Erfahrung hat und beim größten Sauwetter spazieren geht, der weiß, daß es trotz bester Klamotten und gutem mentalen Zustand schnell zu Situationen kommt, die man seinem größten Feind nicht wünscht. ;-)

Der "Gau" ist gewöhnlich ein schnell aufziehendes Gewitter. Eben noch brach das Sonnenlicht durch die Kronen der Laubbäume, das Wandern und Fotografieren war eine Freude, und schon fallen die ersten Tropfen aufs schwitzende Haupt. Unglücklicher Weise ist der Waldesrand nicht zu sehen. Schnell wird die Kamera in den wasserdichten Rucksack gepackt und die Kapuze der Regenjacke hochgeklappt. Da donnert es krachend aus den Wolken und man glaubt, der weiche Waldboden würde vibrieren.

Nur Sekunden später setzt ein Regen ein, der nach zehn Minuten nicht nur sich gewaschen hat. ;-) Die Vernunft sagt, Bäume meiden, doch die Bäume stehen überall! Was jetzt? Auf den Boden legen? Unter die Büsche kriechen? Nun sitzt man also da, zusammengekauert, und wartet ab. Ich sage euch, nur die ganz "Harten" pfeifen jetzt munter ein Lied vor sich hin und denken an schöne Dinge, wie z.B. die durchnässte Anita Ekberg im Trevi-Brunnen bei Fellinis "La Dolce Vita". ;-)

Ja, man will es sich nicht eingestehen, doch trotz bester Ausstattung geht jetzt erst mal nichts mehr und wenn es je wieder aufhört zu regnen, dann gehe ich schnurstracks zum Auto, wärme mich auf und flirte mit dem Gedanken, in den Armen meines Sofas wieder "Glück" zu erleben... ;-)

Gestern war es nicht ganz so schlimm. Der Regen kam, ich war im Wald, fand eine alte "Blockhütte", stellte mich unter den Dachvorsprung und wartete ab. Dabei beobachtete ich das "Wintergoldhähnchen". Der häufige Leser meiner Berichte weiß, daß ich eine "Festbrennweite" auf die Kamera schraube und somit nicht in der Lage bin, das Objekt meiner Wahl "heranzuzoomen". Deshalb dürft ihr nun das Wintergoldhähnchen suchen. Ich verspreche euch, einer der kleinsten Vögel in unseren Breiten ist tatsächlich auf dem Foto. ;-)



Die schwarze Wolkendecke verzog sich schnell und ich trat hinaus auf die Wiese, in den hellen Sonnenschein!



Es reizt mich, euch heute ein wenig von der "Natur" zu erzählen, wie ich sie erlebe, und entsprechende Fotos auszuwählen. Allerdings solltet ihr dazu wissen, ich lebe in der "Provinz", wo "Landwirtschaft" und "Ackerscholle" mit zum Heimatgefühl gehören.



Von mir wird erwartet, mich als "Europäer" zu fühlen. Ich muß mit Begriffen wie "Digitalisierung" und "Globalisierung" zurecht kommen. Das ist meistens auch kein Problem für mich. Doch wenn ich mich frage, wer ich bin und was ich wirklich will, dann bin ich kein "Europäer". Ich finde mein Glück nicht in "Europa".

Wie soll ich mich als "Europäer" fühlen, wenn ich dieses "Europa" nur sporadisch kennenlernte? Ja, es hat mir gefallen, in Griechenland und in Italien, in Spanien und in Portugal, in Frankreich und in Belgien, im Gebirge und am Meer - und ich weiß auch, daß Europa "politisch" mit einer Stimme sprechen sollte, doch es kommt mir so vor, als hätte ich für ein "Dasein als Europäer" nicht die passende Kleidung. ;-)

Die "Karthäuser-Nelke" ist nach dem Regen der einzig grelle Farbtupfer...



Selbst die roten, vielfach herumstehenden "Hagebutten" können da nicht mithalten. Der Regen hat sie für mich interessant gemacht. ;-)





Zur "richtigen Kleidung" würden jetzt ein Paar Gummistiefel gehören. Das Regenwasser steht in Pfützen, das am Boden liegende Laub sammelt große Tropfen.



Es hat gestern Spaß gemacht, im Naturschutzgebiet umherzustreifen - trotz der kleinen Regenunterbrechung. Ohne sie hätte ich die Blockhütte im Wald nicht gefunden. Die hölzernen Fensterläden waren geschlossen und als ich sie öffnete, zeigte sich ein altes weißes Fenster, behangen mit Spinnweben. Vor der ebenfalls versperrten Eingangstür stand ein schwergewichtiger, moosbewachsener Steintisch, auf dem sich viel altes Laub sammelte. Die "Romantik" hat also auch nicht gefehlt, als ich gestern, in meiner Heimat, Altes und Neues entdeckte. ;-)

Zum Abschluß noch die "Kamille".



5.11.19 10:05
 
Letzte Einträge: Darf der denn das? , Können Tiere sprechen?, In eigener Sache - Teil 2, Was soll das sein?, Auflösung des Suchrätsels!


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (6.11.19 09:30)
...Dein “Suchbild“ ist e.echter Zeitentschleuniger! - vermute mal, dass das Vögelchen sich links unten im Laubwaldfoto versteckt hat...😉😊
(hab es jetzt nur klein auf d. Handy gesucht)
LG, Dorehn


padernosder (6.11.19 12:55)
Hallo Dorehn,

es freut mich, daß Dich mein Foto zum Suchen animiert hat. Ich vermute jedoch, ohne Erfolg. ;-)

Aber ich will mich gleich bemühen, den kleinen Vogel "ans Licht zu bringen". Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag! :-)


Faradei (6.11.19 13:27)
Hallo padernosder, da hast du dir ein schönes, kniffliges Suchbild geknipst.
Ich meine das Vögelchen von der Mitte aus, Richtung 7 Uhr zwei Vogellängen entfernt zu sehen.
iIm Übrigen beschreibt das betropfte Blatt deine Begehung mit Unterstehung ganz treffend.


padernosder (6.11.19 13:55)
Hallo Faradei,

schön, daß auch Du ein wenig "kniffeln" konntest. Deine "Ortsbeschreibung" ist absolut passend! :-)

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