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Wenn ich doch nur wüßte!

Theologie und Philosophie passen wunderbar zusammen. Es macht Sinn, beides gleichzeitig zu studieren, um diese verflixte Beziehung zwischen Gott und den Menschen verstehen zu können. Wer jedoch, wie ich, ein geistiger Tiefflieger ist, dem bleibt das Wesen Gottes und sein Tun auf ewig ein Rätsel, der wird zu keiner Zeit in der Lage sein, die richtigen Fragen zu stellen. ;-)

So bleiben mir die kindlich naiven Fragen, die mich schon lange umtreiben, wie z.B.: "Warum wurde Jesus vom Gottes- zum Menschensohn? Oder war er beides? Warum werden immer die ärmlichen Verhältnisse erwähnt, in denen Jesus zur Welt kam, wo doch drei reiche Könige das Gold herbeischleppten?" Damit war die Not vorbei! Und eine weitere, wichtige Frage stellt sich noch: "Warum müssen wir Menschen Jesus auf ewig dankbar sein, nur weil ihn sein Vater, 33 Jahre später, gegen seinen Willen brutal ermorden ließ?"

Das alles - und noch viel mehr - muß ich mir in meiner Einfaltigkeit erst einmal geistig zurechtlegen. Mir wäre es lieber gewesen, Jesus hätte für alle Zeit weiter gelebt und uns Menschen höchst persönlich das Evangelium offenbart. Ich kapiere einfach nicht, warum er für die gute Sache sterben, warum er die Rolle des "Blutzeugen" übernehmen mußte.

Geburt und Tod von Jesus Christus gehören ja zusammen. Ich kann Jesus Geburt nicht losgelöst von der Aufgabe sehen, die ihm der Gottvater auferlegte. Wir brauchen Weihnachten doch vor allem deshalb, damit die Voraussetzungen geschaffen sind, den Opfer-Tod des Helden feiern zu können, mit dem dann alles "vollbracht" ist. Sicher, Weihnachten war einmal wunderschön, zumindest in früheren Jahren, als ich in der festlich geschmückten Kirche die feierlichen Worte hörte: "Euch ist heute der Heiland geboren!"

Doch heute, nach allem, was ich zu wissen glaube, war das doch ein perfekt geplanter Handlungsablauf. Das Auftauchen des "Heilands" war kein glücklicher Zufall. Gott hat dieses zum Teil unverständliche, verzwickte Epos geschrieben, um die Menschen zu ewiger Dankbarkeit zu verpflichten. Wenn ich mich nicht irre, warten wir Christen jetzt wieder auf das Erscheinen eines "Heilands", bzw. eines "Messias", der uns endgültig sagen wird, was er mit uns zu tun gedenkt. Wenn wir da mal keine böse Überraschung erleben. Angeblich werden ja dann die Toten und die Lebenden gerichtet.

Meine Zweifel entstammen folgender Überlegung. Der Gott, dem wir Menschen vertrauen, ist ein liebender Gott. Auf einen solchen Gott wollen wir gerne hoffen, bauen und schließlich vertrauen. Aber das ist doch der gleiche Gott, der unsere Ur-Mutter und unseren Ur-Vater wegen einer Lappalie aus dem "Paradies" vertrieb. Und nicht nur das. Er hat alle Nachkommen von Adam und Eva zu erbärmlichen Sündern verdammt. "Erbsünde", was für ein schreckliches Wort! Da hätte er doch, um es mal offen auszusprechen, als der "große, unfehlbare Schöpfer" eingestehen müssen, daß ihm sein Erstlingswerk aufgrund eigenem Unvermögens mißglückt ist. Statt dessen wirft dieser zornige Gott die Krone seiner Schöpfung einfach weg und will nichts mehr mit ihr zu tun haben... bis Weihnachten vor etwa 2000 Jahren. Da ist bei Gott offensichtlich ein Sinneswandel eingetreten.

Aber, mein beständiges Fragen geht weiter, ich verstehe nicht, warum er noch immer so undurchsichtig zu Werke geht? Geburt im Stall, ungeklärtes Elternverhältnis und ein Komet, der über dem Stall stehen bleibt und drei Könige anlockt. Warum? Ein Riesen-Spektakel bei der Geburt, doch schon bald wird es völlig dunkel um das Werden des kindlichen Heilands. Viele von uns einfachen Menschen wollen auch wissen, ob Jesus mit einer Frau, bzw. mit einer Geliebten verkehrte und manche wissen, daß es Maria Magdalena war.

Ich bin ja überzeugt davon, daß dieser eigenwillige Gottvater seinem Sohn auf Erden kaum eine Freude gestattete. Für ihn zählte nur das "große Ganze", der "göttliche Auftrag". Und wer - wie ich - keinen blinden Glauben entwickeln kann und immer nur Fragen stellt, der wird am Ende aller Tage seine Quittung bekommen. Ich spüre schon ein Kribbeln in den Füßen, höre den Sturm heraufziehen, und weiß, ein grausamer Tod ist mir gewiß. ;-)

22.12.19 20:37
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Methusalem (22.12.19 21:03)
Ah, endlich wieder mal ein interessanter Eintrag von dir. Prima.

Ich denke es wird einfacher wenn man den historischen Jesus vom röm./kath. + luth. "Jesus" trennt.
Der historische Jesus, der Nazarener, wollte sicher keine neue Religion gründen in der er als ein Sohn Gottes verehrt wird. Er wollte das Judentum reformieren, die Tempelsteuern abschaffen etc. Er propagierte die Hinwendung zu den Siechen, den Lahmen, den Pennern, den Sündigen, dem Rand der damaligen (und auch heutigen) Gesellschaft.
In diesem Kontext hat er ein paar gute Sachen gesagt, die man sich auch heute noch beherzigen kann.

Das Ritual der Feier seiner Geburt sehe ich als Symbole die uns immer wieder Mitmenschlichkeit verdeutlichen sollen. Eine schwangere Frau und ihr Mann ziehen durch fremde Lande und finden nirgends Schutz. Ihr Kind wird in einem scheinbar elenden Ort, einem Stall geboren. Ein nachdenkenswertes Sinnbild.

Fröhliche Feiertage und einen guten Rutsch ins 2020er.


Twity-Autor (23.12.19 14:54)
Ich wünsche von ganzen Herzen ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest.

Gott hin oder her, manchmal ist es besser nicht zu viel über Dinge nachzudenken und einfach mehr zu leben!


Indianwinter (23.12.19 17:49)
...alles Liebe, ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest und besonders ein gesundes
Jahr 2020 wünsche ich Dir von Herzen...


Bis dahin :D


pally (23.12.19 21:17)
....ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Dir, pally

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