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Jeanne d`Arc - Hexe und Heilige!

Es war einmal ein junges Mädchen, welches ihrem Vater viel Kummer machte. Der hielt seine Tochter für eine "Zicke", für nicht ganz "normal". Doch die heranwachsende Jungfrau machte sich nichts daraus. Sie behauptete steif und fest, daß ihr Gott erschienen sei. Mehr noch! Gott hätte ihr den Auftrag gegeben, in den Krieg zu ziehen...

Die Zeiten waren schlecht. Die große Pest hatte Jahrzehnte zuvor unter den Menschen gewütet. Doch schon bald sollte der Buchdruck erfunden werden. Und schauen wir noch etwas weiter in die Ferne, dann sehen wir Kolumbus nach Amerika segeln, dann sehen wir eine aufblühende Epoche der Kunst - die Renaissance.

In Frankreich ging der "Hundertjährige Krieg" zu Ende und jetzt sind wir wieder bei dem Mädchen, welches in diesen Krieg eingriff. Es wollte unbedingt zu seinem König vorgelassen werden, weil es sich sicher war, ihm helfen zu können. Das ausgehende Mittelalter, ein junges Mädchen als kämpfender Ritter, das ist schwer vorstellbar und deswegen begann meine Erzählung mit: "Es war einmal..." ;-)

Doch unserem Dramen-Dichter, unserem Theater-Freund Friedrich Schiller, gefiel die Geschichte mit der Jungfrau, die mutig ihr Blut vergoß, als sie im Kriegsgetümmel - von einem Pfeil getroffen - tapfer weiter kämpfte. Gott stärkte ihren Arm, während sie seinen Willen erfüllte. Irgendwie glich sie einem Ritter der Tafelrunde, der für den "höheren Zweck" alles tut, ohne Rücksicht auf Verluste.

Das ist dann auch eine der spannenden Fragen bei dieser Geschichte. Heute kennen wir den "heiligen Krieg" der islamistischen Fanatiker, das Abschlachten von Menschen, weil Gott es so will. Jeanne d`Arc, die Jungfrau von Orleans, wird allerdings von ihrer Kirche verdammt, bevor sie Jahre später dann heilig gesprochen wird. Die katholische Kirche tat sich, ebenso wie der Vater, recht schwer mit der richtigen "Bewertung" der kampfeslustigen Jungfrau. Selbst deren "Jungfräulichkeit" ließ sie von kundigen Frauen überprüfen.

Die Menschen des "Mittelalters" waren im wörtlichen Sinn "gottesfürchtig". Der König war schwach und er hatte wohl nichts zu verlieren, als er Jeanne d´Arc ein paar Männer zur Seite stellte und ihr den Auftrag gab, gegen die Engländer zu kämpfen. Sie tat es in beeindruckender Weise, bis dann schon bald Gefangenschaft und Tod folgten.

Schiller hat uns die Geschichte natürlich etwas anders erzählt, als es die Historiker taten. So erweckte ein Mann dann doch noch die Liebe im Herzen der "eisernen Jungfrau". Für das Theater braucht man starke Dialoge, polternde Auftritte und Abgänge. Und man braucht vor allem den Tod der Heldin, einer nun nicht mehr völlig "unschuldigen" Märtyrerin, die idealer Weise für die "gute Sache" auf dem Scheiterhaufen brennt!

Ich weiß allerdings nicht, wie Schiller mit dem Zwiespalt zurecht kam, daß Immanuel Kant, den er sehr schätzte, doch genau das Gegenteil sagte: Ein freier Wille soll unser Tun lenken, zu einem Ziel, welches vorbildhaft für die gesamte Menschheit ist.

Mit "Vernunft" war die Jungfrau von Orleans nicht gesegnet. Wiegesagt, wir sind erst am ausgehenden "Mittelalter", zur "Aufklärung" und dem Herrn Schiller ist es noch weit. Ebensowenig vernünftig reagierte die "Katholische Kirche", die im Laufe der Jahre aus einer Hexe, an deren Verbrennung sie maßgeblich mitwirkte, eine "Heilige" machte. Noch heute zählt Jeanne d`Arc zu den wichtigsten Frauenfiguren im Mittelalter, obwohl sie die Bühne der Welt nur zwei Jahre "bespielte". Mit zarten 19 Jahren endete ihr "verrücktes" Leben.

Beim Schreiben dachte ich auch an Greta Thunberg. Diese zarte Gestalt, die verbissen an das glaubt, was in ihrem Kopf arbeitet. Sie "muß" es den Mächtigen mitteilen, sie "muß" für eine bessere Welt kämpfen. Ich hoffe, das Märtyrertum bleibt ihr erspart.

12.3.20 09:24
 


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