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Bis ans Ende der Tage!

Es ist mir wirklich keine "Herzensangelegenheit", euch immer wieder zu erzählen, wie alt mich das Leben schon gemacht hat. ;-) Ich kann nichts dafür! Wenn sich jemand am Dahingehen meiner Zeit "schuldig" gemacht hat, dann sind es meine Eltern, aber die können ja auch nichts dafür, denn sie sind ebenfalls, plötzlich und ohne Not, ins Leben geworfen worden. ;-)

Habt ihr denn auch schon darüber nachgedacht, warum und wieso ihr gerade in diesen, euren Körper hinein geraten seid? Für mich ist das Nachdenken über das "ich" mein "tägliches Brot". Geschickt formuliert, denn schon sind wir beim "Vaterunser", der Pfarrer schüttelt seinen wenigen Schäfchen an der Kirchentür die Hand und ich "belle" laut los: "Paß doch auf, Du Saukerl!" Warum muß der Junge auch mit Absicht durch die Wasserpfütze fahren, wo doch die Kirchenbesucher im "Sonntags-Staat" unterwegs sind! ;-)

Vom eigenen "Lautsein" zucke ich kurz zusammen, erhasche aus dem Augenwinkel den vorwurfsvollen Blick des Pfarrers und denke einen Moment lang: "Scheiße!" Das hasse ich an meinem eigenen "Ich", daß es mich immer wieder in Verlegenheit bringt. Wenn ich dann zum Frühschoppen in der Kneipe sitze, quält mich die Frage: "War das nun mein Körper, der sich da so ungeschickt benahm, oder doch mein Geist?

Eine wunderbare Ehefrau, wie die meine, riecht beim Heimkommen die "Bierfahne" und bemerkt dann in der Regel: "Bei Dir ist Hopfen und Malz verloren!", was mich auch wieder ins Grübeln bringt: "Wer bin ich, und wenn ja, wie lange noch!" Ich quetsche mich in die Eckbank, rauche eine Zigarette und lasse den herrlichen Bratenduft unter meiner Nase dahinziehen.

Nun kommt es darauf an. Sollte das Sonntagskonzert im Radio ein Gutes gewesen sein, dann wird mich meine liebe Ehefrau rauchen lassen, weil wir ja im Wohnzimmer essen und weil sie mir nicht immer alles verbieten will. Sollte sich aber, und das ist mit 99%iger Wahrscheinlichkeit der Fall, irgendetwas während meiner Abwesenheit ereignet haben, das nicht die zarten Saiten meiner Göttergattin ins Schwingen brachte, dann muß ich meinem "Ritual" vor dem Essen an der frischen Luft nachkommen. ;-)

"Draußen vor der Tür", ja, das kennen die älteren Leserinnen und Leser noch, ;-), schweifen meine Gedanken - ohne daß ich sie bewußt lenke - zurück in die "Schwarz-Weiß-Zeiten" des Fernsehns. Auch damals gab es schon Quiz-Shows und die langlebigste hieß, wie könnte es anders sein: "Was bin ich?".

Ich sage es unumwunden. Wir können bis "Adam und Eva" zurückgehen und werden feststellen, es gab schon immer Grund genug, zu fragen, wer wir sind. Der Mann wird Zeit seines Lebens verführt, entweder von der "Eva" oder von Bier und Zigaretten. So kann er nie wirklich "zweifelsfrei" den Grund seiner Existenz erkennen, und der Frau erzählte man, sie sei die "Ergänzung" des unvollkommenen Mannes, und müsse natürlich den Nachwuchs austragen, damit sich auch künftige Generationen fragen können: "Was soll das alles, warum bin ich hier, und warum bin ich der, der ich bin?"

Wenn ich "Geschichten" schreibe, dann will ich euch in der Regel auch etwas sagen, was euch "weiterbringt". Meine Geschichten sollen ein "Sprungbrett" für euer eigenes Denken sein, denn mir ist ziemlich klar, daß ihr nur auf euer eigenes Denken "hört" und "vertraut".

Also, eine erfahrene Mutter wird beim Streit zweier Kinder immer beide befragen, um die "ganze Wahrheit" zu erfahren, denn ein sicheres Urteil gelingt nur, wenn wir bestimmte Umstände von allen Seiten "beleuchteten". Die "ganze Geschichte" ist bei der Frage "wer bin ich?" nur in Erfahrung zu bringen, wenn wir ins Universum hinaus schauen. Wie ich gestern schon erzählte - von dort draußen kommen wir her.

Aber das hilft uns nicht weiter. Fangen wir von hinten an. Sicher ist, das wir alle einmal sterben werden. Unser Leichnam verwest, unsere Kinder und Enkel sterben auch irgendwann und dann kommt der Moment, wo sich keiner mehr an uns erinnert. Das ist der Moment, in dem klar wird, daß es uns nie gegeben hat. Das ist "Philosophie", aber doch nachvollziehbar. Wenn wir von der Erde restlos verschwunden sind, wenn von unserem ehemaligen "Sein" niemand mehr etwas weiß, dann ist das gleichbedeutend mit der Tatsache, daß es uns nie gegeben hat.

Nun wird klar, warum der Mensch gerne für sich eine "unsterbliche" Seele in Anspruch nimmt. Sie verhindert die völlige Bedeutungslosigkeit des Daseins. Aber - wo sind sie wohl, all diese "Seelen" über die Jahrtausende Verstorbener?

Wer sich nicht dafür entscheiden kann, eine unsterbliche Seele in seinem Körper zu vermuten, wer annimmt, der Mensch ist und bleibt ein "Nichts" im Weltenraum, der kann sein Leben recht entspannt führen, denn am Tage "X" ist alles vorbei, dann muß nichts mehr "bezahlt" werden. Er kann alle Verantwortung von sich abfallen lassen. Die Frage, "wer war ich", oder, "wer werde ich sein", braucht er sich nicht mehr zu beantworten. Dieses Problem haben nur die "Seelen-Besitzer", all jene, die nicht loslassen können. ;-)

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Viele sterben früh, in der Blüte ihrer Jahre...



Die rosafarbenen Heckenrosen sind schön anzusehen, vor allem das zarte Rosa im Sonnenlicht.



Als Gegensatz das kräftige Rot des Klatschmohns. Auch sehr schön, manchmal etwas hilflos im Wind flatternd.



Rot und Blau mischt die Natur häufig, ich will den sauberen Kontrast. ;-)



28.5.20 11:12
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (28.5.20 15:57)
Hallo,

zunächst "Vielen Dank für dir Blumen"
besonders für die Mohnblüten, ich mag sie noch immer sehr...

Was das "wer bin ich" angeht, führt nunmal kein Weg daran vorbei, dass auch Du Seelenbesitzer bist, ob Du es willst oder nicht, da kann man nix machen
Am Tag "X" dann wirst Du auch wieder wissen, wer Du wirklich bist...

Bis dahin : D


padernosder (28.5.20 19:44)
Hallo,

auch Dir vielen Dank. Ich weiß, daß Du Mohnblumen magst. ;-)

Ich bin ja ein Anhänger der "Kant´schen Moralphilosophie", und wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann setzt "moralisches" Verhalten die Anerkennung der eigenen Seele voraus. Somit hast Du vollkommen recht, aber wer keine Angst vor der "Anarchie" hat, der muß das Vorhandensein einer Seele nicht "annehmen", denn deren Existenz kann nicht zweifelsfrei bewiesen werden.

Gott und die Seele muß nur dann vorausgesetzt werden, wenn wir moralisch gute Menschen sein wollen und so einer will ich natürlich auch sein. "Denkbar" ist aber auch etwas Anderes. In der Philosophie ist das Zweifeln Pflicht! ;-)

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