Fotografiert und erzählt!
  Startseite
  Über...
  Archiv

   
    rex-my-love

    thea-klavier
   
    marie-adel-verpflichtet

   
    indianwinter

    lebenslabyrinth
   
    mirco-reisen

    - mehr Freunde

   



https://myblog.de/padernosder

Gratis bloggen bei
myblog.de





Die Hippies und der Hunger!

Es gab mal eine Zeit, da brachen junge Menschen in Europa auf, um ihr Glück in Indien zu finden. "Goa" hieß das Zauberwort, die kleinste Provinz Indiens, wo riesige Kokos-Palmen, kilometerlange Sand-Strände und atemberaubende Sonnenuntergänge die drogen-benebelten Träume der Hippies wahr werden ließen. Der "VW-Bulli" erreichte Kult-Status und noch heute bekommt so mancher Alt-Hippie feuchte Augen, wenn ein perfekt hergerichteter "T 1" vor ihm steht.

Es ging auf der langen Fahrt gen Osten durch all die schönen Länder, die sich heutzutage abschotten gegen die "westliche Dekadenz", gegen den schamlosen Lebenswandel und nebenbei müssen sie auch noch Krieg führen, vielleicht gegen "Andersgläubige", vielleicht gegen das eigene Volk - Iran, Afghanistan, Pakistan.

Die Route der Hippies ist also geschlossen. Nun hielt der Lebenshunger der "neureichen" Russen in Goa Einzug. Sie kommen allerdings nicht mit dem "Bulli". Ihre Welt ist bzw. war der "Jetset" - bis der böse Virus kam.

In all den Jahren ist viel passiert. Gerade in "Indien", jenem Land der Gegensätze. In den Städten gab es industrielles Wachstum und somit Geld zu verdienen. Die "Wander-Arbeiter" verließen ihre Dörfer und zogen als "Millionenheer" in die Ballungsräume. Die Bevölkerung wuchs auf über eine Milliarde Menschen an - bis der böse Virus kam.

Jetzt gibt es in den Städten keine Arbeit mehr. Die Millionen wollen wieder nach Hause. Dort sind sie ohne Geld nicht willkommen, aber besser zuhause sein, als in der Stadt vor Elend zugrunde gehen. Es gibt nicht genügend Züge, die Eisenbahn kann solche Massen nicht transportieren. In dieser Situation schlägt der Virus unbarmherzig zu. Ein gefundenes Fressen für ihn.

Nun beginnt, was zu erwarten war. Die "Armen" sterben dahin, nicht nur in Indien. Sie können nicht weg, sie können sich nicht schützen. Manche schaffen es, tragen den Virus nach Hause, zu Vater und Mutter, zu Schwester und Bruder. Hier bei uns, in Deutschland, machen wir uns große Sorgen, ob der Unterrichtsausfall in den Schulen nicht "bleibende Bildungslücken" bei unseren Kindern hinterläßt. Ja, jeder lebt in seinen Umständen. Nur das "Teilen" lernten wir nicht.

Seit ich denken kann, also seit dem Hippies mit dem VW-Bus nach Indien fuhren, höre ich vom weltweiten Kindersterben, vom Hunger und dessen todbringenden Folgen. Das hat uns noch nie wirklich interessiert, auch wenn in besonders schlimmen Jahren viel Geld für Afrika usw. "gespendet" wurde. Ein Widerspruch, den man kaum versteht. Wir meinen es grundsätzlich gut, mit allen Menschen, aber dann denken wir doch immer zuerst an uns selbst.

Wäre ich ein "Verschwörungs-Theoretiker", dann würde ich sagen, der Hunger und das Kindersterben in der Welt sind nur eine Erfindung geldgeiler Hilfsorganisationen, denn schließlich ist die Weltbevölkerung ständig gewachsen. Es gibt immer mehr von uns Menschen, da ist es doch richtig, daß die Schwächsten sterben. Sie haben ja eh keine wirkliche Chance, es im Leben zu etwas zu bringen.

"Pfingsten" ist die Ankunft des "Heiligen Geistes", der die auserwählten Menschen sprachlich "beseelt", damit sie auch dort verstanden werden, wo sie die frohe Botschaft des "Evangeliums" verkünden sollen. Aber das reicht nicht. Jesus hat da ein besseres Beispiel gegeben. Er brach das Brot solange, bis es für alle reichte. Das gleiche tat er mit den Fischen. Aber braucht es denn einen "Wundertätigen", um die Menschen satt zu machen?

Wenn es einer könnte, dann die reiche, westliche Welt. Aber die nimmt, z.B., den Afrikanern die Lebensgrundlage weg, indem sie deren Fische fängt und damit deren Eigenständigkeit verhindert. Danach gewährt sie dann "Entwicklungshilfe". Die chinesische Regierung ist um nichts besser, die - gerade auch in Afrika - mit viel investiertem Geld Abhängigkeiten schafft.

Soweit mein Beitrag zum Pfingstmontag. Ich weiß, auch ich habe immer nur eine "Botschaft" und bin nicht in der Lage, irgendetwas Konkretes zum Besseren hin zu ändern. Aber vielleicht muß es ja auch die "Geschichten-Erzähler" geben, mit ernsten und heiteren Themen, mit Bildern aus einer friedlichen, schönen Welt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. ;-)



1.6.20 07:24
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (1.6.20 10:44)
Gerade mal gegoogelt, die Bevölkerung Indiens hat sich seit 1970 fast verdreifacht, die der gesamten Welt ziemlich genau verdoppelt - das macht es nicht unbedingt einfacher mit dem Teilen. ;-)
Das, was Europa und vor allem auch China in Afrika treiben, schreit wirklich zum Himmel, aber auch von dort scheint keine Hilfe zu kommen, also bleibt nur, dir schöne Restpfingsten zu wünschen. ;-)


Mirco / Website (2.6.20 04:19)
Hallo Padernosder,

nach längerer Schaffenspause, bin ich nun zurück und gebe gerne meine Kommentare zu deinen brillanten Beiträgen ab.
Ich erinnere mich noch gut, ich war gerade 9 Jahre alt als unser Dorffriseur seinen Laden abschloss und nach Indien (Goa) aufbrach. Natürlich mit einem VW-Bus.
Was so insgesamt auf der Welt los ist, macht natürlich unglaublich wütend und ich finde es super, dass du regelmäßig solch kritische Themen deutlich ansprichst.

Viele Grüße aus Shanghai

Mirco


HS (2.6.20 07:46)
Ich kenne leider keinen Hippie, der nach Goa aufbrach - sowas gab's in der nördlichen Oberpfalz wohl nicht. Aber wir hatten unseren Pater Zeitler, der als Missionar in Indien die Heidenkinder zu bekehren versuchte und die Pfarrgemeinde in der Heimat regelmäßig zu Spenden aufforderte. Alle paar Jahre kam er zum Heimaturlaub und trug sein Wirken vor.
Immer noch im Gedächtnis ist mir geblieben, als er von einem Straßenbau erzählte. Sogar für uns Oberpfälzer waren Raupen, Bagger, Dampfwalzen und Teermaschinen selbstverständliche Maschinen, aber in Indien war verboten, so schweres Gerät einzusetzen. Sie hatten genügend Menschen, die im Straßenbau Arbeit und ein Einkommen finden konnten.
Eine Annäherung an den westlichen Lebensstandard haben solche Maßnahmen leider auch nicht gebracht. Immer noch schuften diese Heidenkinder für wenig Geld und tragen zu unserem Wohlstand bei. Und werden nach Corona weiter ausgebeutet werden.

Oder glaubst du, "man" wird die schweineteuren Masken kaufen, die in Zukunft im Land produziert werden sollen, wenn zu einem Bruchteil welche aus Asien zu bekommen sind? Ich erinnere nur an die Empörung in einigen Medien, als der Trigema-Chef den Verkaufspreis für seine Masken nannte. Da wollte der doch glatt daran verdienen!!!!

Viele Grüße!


padernosder (2.6.20 08:44)
Hallo,

danke für eure interessanten Kommentare, insbesondere für die Schilderungen, was ihr persönlich zu diesem Thema erlebt habt. Das macht meinen Beitrag "lebendig". ;-)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung