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Wir werden Zeugen sein!

Ein neuer Tag, eine neue Geschichte? Ja, aber...

Hat euch das gestrige "Rassismus-Thema" nicht interessiert? War es nicht lustig genug "aufbereitet"? Dann lobe ich mich eben selbst und sage, ein Freigeist erfindet sich schon mal neu, wenn es ihm hilft, das aktuelle Tagesgeschehen auf den Punkt zu bringen. ;-)

Bei meiner heutigen Erzählung bleibe ich näher bei den Tatsachen. Als "Arbeitnehmer" war ich selbstverständlich in der "Gewerkschaft" und wählte die SPD, weil beides Sinn macht, solange man gerne mehr verdienen möchte und sich fragt, welche Partei vertritt am Ehesten meine Interessen?

Ich weiß, das gilt heute nicht mehr so, wie damals, als die "Willy-Wähler" noch keinerlei Zweifel in sich trugen, wo sie ihr Kreuzchen zu machen haben. Die SPD ist am "Abkacken", man könnte denken, sie wäre nicht mehr "arbeitnehmer-freundlich". Gerade im Ruhrpott machen die "Abgehängten" ihr kärgliches Dasein der SPD zum Vorwurf.

Es ist nicht schön, wenn man seine Heimat verliert - und sei es nur die "politische". Wehmütig denke ich zurück, als ich am 1. Mai durch München zog, hatte mir meinen Gewerkschafts-Button durch den bloßen Arm gestochen. An einer Stelle rein, an einer anderen wieder raus, und dann natürlich schön verschlossen. Das konnte ich wie kein Zweiter. Als angehender Konfirmand, in der Kirche ganz vorne sitzend, bot ich meinem Banknachbarn an, er dürfe mir eine lange Nadel in den Oberschenkel rammen - ich würde noch nicht einmal zucken dabei. ;-)

Nun gibt es Streit, zwischen den Gewerkschaften und der SPD. "Datteln 4", ein Kohlekraftwerk, ist seit einer Woche am "Netz", und gleichzeitig gibt es keine Prämien für Autokäufer, sodaß die Gewerkschaften um den Erhalt von Arbeitsplätzen fürchten.

Eine Prämie für den Kauf eines VW-Diesels? Das kann ich doch als SPD nicht befürworten! 80 Prozent aller Bürger*innen würden dann vermuten, jetzt seien Vernunft und Verstand einer Partei endgültig flöten gegangen. Die Schlaumeier in der Regierung fanden eine andere Lösung. Jeder "Konsument" bekommt ein "Zuckerchen" - durch die Senkung der Mehrwertsteuer.

Das Ganze ist ja leicht zu verstehen. Die SPD muß an alle denken, während die Gewerkschaften nur für ihr "Klientel" kämpfen. Das sind jene "hart arbeitenden" Menschen, die auch Politiker gerne im Munde führen, welche ihre Familien ernähren müssen, welche später auch mal eine "anständige" Rente haben sollen. Da ist ein "gemeinsames Wollen" manchmal nicht hinzubekommen.

Und hinsichtlich "Datteln 4" mischt sich auch wieder "Greta Thunberg" ein. Sie meint, es wäre "beschämend", was Merkel und Laschet machen, gar eine "Provokation", wir wollen doch alle weg von "fossilen Brennstoffen". Die Gewerkschaften freut es, sie denken vor allem an "Arbeitsplätze", sie sind die Vertreter der Arbeitnehmer-Interessen.

"Gewerkschaften" müssen "einseitig" sein. Sie stehen oft genug auf verlorenem Posten, wenn das "Großkapital" mit Hilfe der Politik seine Anliegen durchsetzt. Leider, ich wies kürzlich erst darauf hin, ist heute auch der "Kleine Mann" überzeugt, es ginge ihm nur dann gut, wenn es der Wirtschaft gut geht. Er übersieht dabei, daß ihm die Unternehmen nur dann einen ordentlichen Lohn zahlen, wenn sich eine einflußreiche Organisation dafür stark macht.

Ein arbeitsfreies Wochenende - das wollen viele, ebenso bezahlte Überstunden, möglichst mit Zuschlag. Auch 30 Tage Erholungsurlaub im Jahr, nicht schlecht. Mit Hilfe der Gewerkschaften wurde das möglich. Aber "die Massen" wählen dann CDU, die noch nicht einmal einen "Mindestlohn" befürwortete, die in der Regel diejenigen unterstützt, die das Steuern-Zahlen vermeiden, wo sie nur können.

Vielleicht klingt das alles nach "Klassenkampf", den natürlich kein vernünftiger Mensch will. Wenn es aber stimmt, woran kaum jemand zweifelt, daß sich die "Schere" zwischen arm und reich immer weiter zu Gunsten der Reichen öffnet, wenn die einflußreichsten politischen Parteien auf Seiten der Reichen stehen, wenn die "Trump"eltiere immer mehr Einfluß gewinnen, dann wird es nach der "Pandemie" ein großes, vielleicht böses "Erwachen" geben.

Wer unsere deutsche Geschichte kennt, der weiß, wohin ein Millionenheer von Arbeitslosen führen kann. Was sich heute noch "Kurzarbeiter" nennt, ist morgen ein "Arbeitsloser". Die Deutschen werden lange das Maul halten, aber wenn die vielen Nazis, organisiert in der AfD, den "richtigen Ton" treffen, dann werden die Reichen das Land verlassen und die, deren wirtschaftliche Existenz in Trümmern liegt, werden die Straßen unsicher machen.

Aber beginnen wird es in anderen Ländern. Wir werden für eine gewisse Zeit Gelegenheit haben, uns anzusehen, was auf Deutschland zukommen wird. Ich denke da vor allem an unseren Nachbarn Frankreich. Die Franzosen sind schneller unzufrieden, wodurch sie früher "auf die Straße gehen" als wir Deutsche.

Wenn ich politische Verantwortung hätte, dann würde ich schon heute dabei sein, Krisenpläne zu erstellen. Viel Geld unters Volk zu streuen hilft, läßt aber genug Raum für Unzufriedenheit. Wir haben es noch nicht erlebt, daß der "Kapitalismus" seinen Sinn verliert. Am Schicksal der Sowjetunion, beim Krieg zwischen Russland und Tschetschenien, und noch extremer beim Krieg auf dem "Balkan", konnten wir miterleben, wozu es führen kann, wenn innerhalb eines "Systems" alte Freunde nur noch an sich selbst denken.

Vielleicht, liebe Leserinnen und Leser, ist die Zeit des Friedens bald vorbei. Und ein reiches Land wie Deutschland weckt Begehrlichkeiten. Die "Flüchtlinge" haben es gezeigt. Sie wollten vor allem nach Deutschland, wo eine nette Frau als Bundeskanzlerin schon mal ein "Selfie" mit einem Asylsuchenden macht. Doch nun kommt das Problem von innen. Wir werden lange Zeit nicht so viel an andere Länder verkaufen können, wie bisher. Die Grundlagen des so selbstverständlich gewordenen "Wohlstands" brechen weg.

Es würde mich freuen, wenn ihr anderer Meinung seid und damit recht behaltet. ;-)

8.6.20 11:28
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex--Mama" / Website (8.6.20 13:46)
Diese Freude hätte ich dir allzu gern gemacht, kann es aber leider nicht ... ;-)


Mirco / Website (9.6.20 04:15)
Hallo,

also dein Eintrag von gestern zum „Rassismus-Thema" hat mich begeistert, ich war nur etwas zu sehr unter Zeitdruck, um einen Kommentar abzugeben. Super amüsant und trotzdem mit sehr hohem Wahrheitsgehalt. Super! 😊

Jetzt zu deinen ebenfalls sehr interessanten Beitrag von heute. 😊 Hier muss ich mich leider deiner Meinung vollumfänglich anschließen. Es rollen Zeiten auf Deutschland zu, die sich viele Menschen noch nicht einmal ansatzweise vorstellen können. Aber ja, man kann es sich in anderen Ländern mehr und mehr bereits heute anschauen.

Viele Grüße

Mirco

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