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Ich male mir die Welt!

Der Gedanke, sich auf eine "Zeitreise" zu begeben, ist jedem geläufig. Wir alle stellten uns schon einmal vor, wie spannend es sein könnte, den Blick in eine andere Zeit zu richten. Immer vorausgestzt, unser "Reisegefährt" würde uns sicher zurückbringen.

Eine solche "Zeitreise" gelingt mir so oft ich will. Dazu ist lediglich ein Buch nötig. Gut, mein Körper bleibt dabei im "Hier und Jetzt", der ist aber auch nicht wichtig. Meine Nase muß nicht den Gestank früherer Jahrhunderte einatmen, nur um das "Reisegefühl" noch authentischer zu erleben. ;-)

So kann es also geschehen, daß ich mich vor dem Einschlafen noch zu Goethe und Schiller in die Stube schleiche, sie belausche, und manchmal sogar "mitrede". Die Beiden sind immer wieder erstaunt, wenn ich ein Feuerzeug aus der Tasche ziehe und die Kerzen anbrenne. Ähnliche Verwunderung ruft meine Taschenlampe hervor und wenn ich ganz mutig bin, dann ziehe ich den Wolfgang ans Fenster, deute auf sein Pferd und frage ihn, ob er sich vorstellen könne, sein Gaul hätte vier Räder und fresse Benzin?

Es macht Spaß, diesen schlauen, beinahe "allwissenden" Kerl verständnislos blickend zu sehen. Ich kann es aber noch weiter auf die Spitze treiben. Vor allem der Friedrich, ständig krank und immer auf Drogen, wie mir erscheint, hört aufmerksam zu, wenn ich vom "Penicillin" erzähle. Doch er will es einfach nicht glauben, daß es ein derartiges Medikament einmal geben wird.

Meist jedoch bin ich der Staunende. So schrieb der Wolfgang kürzlich einen Bestseller, der heute noch gelesen wird. Er ist ein "Star" und verlangt von seinem "Verleger" ein entsprechendes Honorar, obwohl viele Leute noch gar nicht lesen können. Das wird sich bald ändern, wenn die "Romantiker" tagtäglich ihre gruseligen, spannenden Geschichten zu Papier bringen.

Manchmal wandere ich auch durch Florenz, Mailand und Rom. Die italienische Renaissance ist zu Beginn der "Neuzeit" ein Feuerwerk der Kunst. Oder ich schaue bei den "alten Griechen" vorbei. Da ich aber gerne verstehe, was die Menschen miteinander sprechen und auch "die Malerei" liebe, gefällt mir die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg sehr gut.

Damit bin ich natürlich nicht der Einzige. Jetzt, in diesen Tagen, wird im französischen Bordeaux, in ehemaligen U-Boot-Bunkern, eine digitale Lichter-Show mit Werken von Gustav Klimt gezeigt. Ich bin begeistert - eine super Idee! Eigentlich wollte man diese Bunker "sprengen", aber die sind zu massiv, das würde ein unübersichtliches Chaos ergeben. Also nutzt man diese unansehnliche "Beton-Fassade" für das Zeigen von "goldener Malerei".

Nun bin ich wieder zuhause, im "Jetzt". Entspannt "durch die Zeiten purzeln", das gefällt mir. Wenn ich aber gleichzeitig sehe, wie man heute "Kolumbus" buchstäblich vom Sockel stößt, also "Denkmäler" zerstört, dann frage ich mich: Warum? Sicher, "Kolumbus" war kein Heiliger, aber was war dann unser letzter Kaiser - Wilhelm II.? Seine Mitschuld am "Ersten Weltkrieg" steht ebenso fest wie die vielen Denkmäler, die ihm zu Ehren errichtet und bis heute stehen gelassen wurden.

Dem größten Verbrecher aller Zeiten fliegen die Herzen in Massen zu. Er wird posthum von vielen Menschen auf einen "imaginären" Sockel gehoben. Was wäre geschehen, wenn er damals, zur Zeit eines "Gustav Klimt", an der "Wiener Kunstakademie" angenommen worden wäre? Vielleicht hätte die von mir so geliebte Malerei die Welt vor ihrer größten Katastrophe bewahrt. Vielleicht hätte es keine "Bilderstürmer" gegeben - und jetzt wird auch klar, warum mir die "Vom-Sockel-Stoßenden" nicht ganz geheuer sind. ;-)

11.6.20 09:41
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (11.6.20 10:55)
Klasse geschrieben!

Ich selbst bin immer extra ganz still, wenn ich den guten alten Gaius Julius mal besuchen gehe, damit er nichts darüber erfährt, welch bösartige Waffen es einmal geben wird.
Nicht, dass er den lieben, kleinen Asterix sonst doch noch erwischt ... ;-)


Indianwinter (12.6.20 19:37)
...mag ich auch sehr, diese Zeitreisen, mache ich aber auch gerne in Sachen Musik, da kann ich auch ganz weit zurück und dann strömen die Erinnerungen, bei Musik kenne ich keine Grenzen.

Die Malerei ist natürlich auch für mich ähnlich wichtig wie für dich und ich bin Dir gerne gefolgt, bei Deiner Reise.
Einen "Klimt" habe ich natürlich auch
Es ist ein Druck und musste, was wohl sonst, "Der Kuss" sein.

Bis dahin, : D

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