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Die Natur - gut oder böse?

Es gibt Tage, da gehöre ich zu den "Natur"-Freunden, also zu jenen Menschen, die sich am Anblick der "Natur" erfreuen. Es gibt aber auch Tage, an denen mir klar wird, wir Menschen müssen sehr darauf achten, das Wesen der Natur nicht zu "imitieren"!

Was meine ich? Eine schöne Libelle, mit der ich gerade Freundschaft schloß, die ruhig sitzen blieb, während ich sie fotografierte, fliegt im nächsten Moment auf, schnappt sich ein Insekt, frißt es bei lebendigem Leib auf und kehrt an den Platz zurück, wo ich sie eben fotografierte. Ich wäre natürlich doof, wenn ich nun sagen würde: "Du Böse, Du, jetzt will ich Dich nicht mehr fotografieren!"

Die Sache wird klarer. Ich messe Menschen und Tiere mit unterschiedlichen Maßstäben. Anders komme ich nicht zurecht, denn wenn ich damit rechnen muß, von einem anderen Menschen aufgefressen zu werden, dann ist meine Welt eine völlig andere.

Nun sagen aber manche Menschen, nicht nur Tier- und Naturfreunde, ohne menschlichem Einfluß sei die Natur ein "idealer Lebensraum". Das "Wesen der Natur" sei es, für "Ausgleich" zu sorgen. Ist das so? Wissen wir das? War die Natur zur Zeit der "Dino-Saurier", als es noch keine Menschen gab, im Gleichgewicht?

Eine andere Frage. Hat die Natur nicht, ihrem "ausgleichenden Wesen" entsprechend, den Menschen gebraucht und erschaffen? Der Mensch entschied schließlich nicht selbst, den Lebensraum "Erde" zu betreten. Vereinfacht gesagt und gefragt: Als wir noch Affen waren, wer war nochmal dafür verantwortlich, daß unser Gehirn wuchs?

Wir Menschen sind arrogant genug, einen göttlichen Willen hinter unsrer zunehmenden Intelligenz zu vermuten. Klar, wenn man sonst nichts weiß. Oder sollen es tatsächlich günstige Umweltbedingungen gewesen sein, die uns diesen Quantensprung vom Schimpansen zum geistig hochqualifizierten Menschen ermöglichten?

Wie auch immer. Gibt es einen Moment, wo sich das "Wesen der Natur" vom "menschlichen Wesen" trennte? War es gar die Zeit der "Aufklärung", als dem Menschen klar wurde, mit Hilfe seines Verstandes kann er die Welt verstehen und beherrschen?

Bis ins "Mittelalter" hinein glaubten wir, ein Spielball "höherer Mächte" zu sein, dem Willen einer entfesselten Natur ausgeliefert, der uns morgen schon ins ewige Verderben stürzen kann. Auch heute kann die Natur mit einem Schlag viele Menschenleben auslöschen. Sei es eine Seuche, sei es ein Tsunami.

Wo also stehen wir? Was sind wir? Über was hebt uns Moral und Zivilisation hinaus? Oder sind wir wie die Tiere, wie eine Libelle, die Seinesgleichen bei lebendigem Leib auffrißt? Wessen kann sich die Menschheit rühmen, wenn sie Bomben auf Krankenhäuser wirft? Wollen wir bewußt andere Menschen quälen, ohne sie hinterher zu fressen?

Alles in allem ist es nicht leicht, Argumente zu finden, um "Natur" und "Menschheit" auseinander zu dividieren, bzw. zusammen zu fügen. Blicken wir auf die "Formen der Gewalt" innerhalb beider Daseinsformen, verschwimmen Unterschiede sofort. Die Gründe für das Sterben sind jedoch völlig anders zu bewerten!

28.6.20 09:58
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (28.6.20 12:00)
Gute Fragen stellst du da ... :-)
Vermutlich begann das "Elend Mensch" spätestens dann so richtig seinen Lauf zu nehmen, als wir anfingen sesshaft zu werden, oder?
Wir machten uns die Erde untertan, legitimierten es, indem wir uns Götter erschufen, die dies natürlich genauso gewollt hatten, und seitdem vermehren wir uns ungehemmt, während wir gleichzeitig die "natürlichen Faktoren", die dem entgegenstehen würden, nach und nach ausschalten bzw. überlisten.
Manchmal frage ich mich, ob wir alle und die ganze Welt mitsamt dem Universum drumherum womöglich nichts anderes sind als der Inhalt einer Schneekugel oder vielleicht eines Computerspieles, das irgenwer von außen in Gang gesetzt hat und nun grinsend beobachtet, wie sich alles entwickelt ...
Für den Fall, dass er hier mitliest, würde ich ihm nun allzu gerne mal kräftig die Zunge rausstrecken. *g*

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