Fotografiert und erzählt!
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Es hat geklappt!

Mein dringender Wunsch, heute sofort wieder den Ort meines gestrigen "Erfolgs" aufzusuchen, fiel leider ins Wasser. Für den Nachmittag besteht allerdings noch Hoffnung.

Ja, manchmal ist die Welt eben doch ein "Wunschkonzert". ;-) Gestern Morgen sprach ich hier von meinen Zielen, eine "neue" Libellenart und ein Liebespärchen fotografieren zu können, und schon wenige Stunden später konnte ich "Vollzug melden".

Es "raschelte" direkt hinter mir im Gras. Ich kenne das Geräusch, wenn zwei Großlibellen eine Einheit bilden. Da ist sehr viel Hektik und Energie im Spiel. Vor allem durch das "Ineinander-Schlagen" der vier Flügelpaare. Kurze Zeit später erhob sich das "Plattbauch-Pärchen" aus dem Gras und suchte - ein typisches Verhalten - einen "Landeplatz".

Der befand sich ganz in meiner Nähe.



Es ist eine reine Glücksache. Mein Herz schlug schneller und ich hoffte, die Beiden würden meinen Bambusstecken nicht übersehen. Tatsächlich, sie flogen das kurze Stück herüber zu mir, setzten sich aber, es wäre des Glückes zuviel gewesen, recht weit unten auf den von mir installierten "Ausguck".



Der hellbraune Hintergrund ist die Farbe des Wassers im Teich. Nach der Paarung blieb das "Plattbauch"-Weibchen noch einige Augenblicke alleine sitzen. Auch das ist ein von mir häufig beobachtetes, "übliches" Verhalten.



Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Wäre das Pärchen weiter oben auf dem Bambus-Stecken zum Sitzen gekommen und hätte sich etwas seitlicher positioniert... aber ich darf nicht unzufrieden sein. ;-)

Nun will ich gleich zu meinem zweiten Vorhaben kommen, welches ich "umsetzen" konnte. Hier sehen wir die "Blutrote Heidelibelle". Auffallend sind der intensiv gerötete "Abdomen" und die metallisch glänzenden Flügel. Eine durchgehende Färbung der Flügel sehe ich bei Libellen sonst nicht. Diese Libelle gehört unter den "Großlibellen" zu den Kleineren.



Die "Blutrote Heidelibelle" fand ich an einem "Nebengewässer" des eigentlichen Fischweihers. Dort gab es einen herrlichen "Wildwuchs". Manchmal mahnte mich das "Quatschen" unter meinen Füßen zur Vorsicht. Doch meine "Jagdlust" war groß und dieser "Kleine Perlmuttfalter" zeigte keine Angst vor mir.



Es war, wie es immer ist. Wer mich läßt, dem rücke ich auf die Pelle. ;-)



Auch die "Braunkolbigen Braundickkopffalter" hatten keine Angst vor mir. Zu zweit hingen sie an der Unterseite einer Blüte.



Ob es ein "braunkolbiger" oder ein "schwarzkolbiger" Braundickkopffalter ist, erkennt man am Ende der "Fühler". Hier ist eine Schwarzfärbung nicht zu erkennen.



Ein erfolgreicher Tag und ich darf wieder einmal darauf hinweisen... diese Fotos sind mir nicht möglich, weil ich meine "Objekte" mit einem Telezoom zu mir heranhole. Mir bleibt für meine Nahaufnahmen eine einzige Möglichkeit - und darin liegt auch die große Schwierigkeit: Ich muß meine "Motive" direkt vor der Linse haben, um schöne Fotos schießen zu können.

So kämpfe ich mich durchs Unterholz, lege mich auf den Bauch und ertrage das nervige Summen einer Fliege an meinem Ohr, während ich mit ruhiger Hand versuche - Auge in Auge mit dem Insekt meiner Wahl - meine Fotos zu schießen. Oft genug fliegt es im entscheidenden Augenblick davon und alle Mühe war vergebens.

Aber manchmal kommen sie auch angeflogen und setzen sich dorthin, wo ich sie haben will. Manchmal haben sie keine Angst und ich kann die sogenannte "Fluchtdistanz" relativ mühelos überwinden. Doch das sind die Ausnahme-Situationen. Dagegen ist das Fotografieren von Pflanzen, z.B. von Blumen, das reine "Kinderspiel". Nur der Wind kann kurzzeitig eine "Aufnahme" verhindern. Und sollte sie nicht optimal gelungen sein, dann mache ich sie eben noch einmal.

Es ist auch eine Frage des Ehrgeizes, daß ich mich auf "Libellen" spezialisierte und viel Zeit damit verbringe, sie "anzulocken", ihr Vertrauen zu "erschleichen". Sie sind mit die "unruhigsten Geister" in der Natur, die immer alles sehen, egal von wo ich mich annähere. Ihren 30 000 Einzelaugen entgeht nichts. Eine Annäherung bis auf ca. einem Meter ist auch völlig unproblematisch, aber diese Distanz ist für tolle Nahaufnahmen zu groß.

Und dann, alles ist Bestens, die Sonne scheint und ich bin mit der Kamera nur 20 Zentimeter von der Libelle entfernt, meine Hand ist ruhig, ich drücke ab...



...dann ist das Foto eigentlich gut gelungen, aber ein klein wenig zu dunkel. Das reicht aus, um es wegzuwerfen. Auch das gehört zu meinem Schicksal. ;-) Erst bei der heimischen Betrachtung am Bildschirm sehe ich deutlich vor mir, was ich "da draußen" zustande brachte. Auch das ist eine "Schwierigkeit" meiner Fotografie. Der Blick auf das Kamera-Display sagt Einiges, aber manchmal nicht genug.

Hoffentlich denkt jetzt keiner von euch, ich würde über irgendetwas "jammern"! Nein, je größer die Herausforderung, desto süßer der Erfolg. Wer, außer mir, kann schon ein Libellen-Pärchen auf einem Bambus-Stab fotografieren, den er selbst eine Stunde zuvor in den Morast des Teich-Ufers steckte? ;-)

2.7.20 15:14
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mirco / Website (3.7.20 04:59)
Unglaubliche Fotos, einfach großartig!




Viele Grüße aus Ningbo

Mirco

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