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Kurz und bündig!

Die langen, abgrundtiefen Töne des Alphorns hingen über dem Tal. Mir gegenüber sprangen drei muntere Gemsen im steinigen Geröll. Ich dachte zurück an meinen Freund aus Heiligenhafen. Er konnte die Langeweile in den Bergen nicht ertragen. Zudem, meinte er, würde hier in Bayern hinter jeder Straßenbiegung ein neuer Berg erscheinen. Unerträgliche Zustände!

Das erste Treffen entwickelte sich sehr erfreulich. Wir konnten gut miteinander reden und hatten bei der Auswahl des Menüs den gleichen Geschmack. Als ich jedoch eine Flasche "Cremant" bestellen wollte, legte sie ihre Hand auf meinen Arm. Sie würde "Prosecco" bevorzugen. Da hörte ich inwendig, wie sich mein Magen umstülpte und ich ergriff augenblicklich die Flucht.

Ich wuchs in St. Pauli auf. Unter Huren, Zuhältern und Freiern. Meine Mutter stand am Tresen unserer Kneipe, zapfte das Bier für einsame Matrosen, während im Hintergrund Freddy Quinn von seinen Freunden sang, der Gitarre und dem Meer. Ich fühlte mich in diesem Milieu geborgen. Doch eines Tages setzte ich mich zu Freddy und sagte: "Sing doch einmal von dem Jungen, der hinaus muß, auf´s Meer, obwohl es ihm zuhause ganz gut gefällt!"

Ja, das sind die großen Themen für einen Mann. Die Berge und das Meer, die Mutter und die Geliebte. Die Freiheit auf dem Rücken eines Pferdes, an der Seite eines "Blutsbruders". Denn eines ist klar: "Ein Mann muß tun, was ein Mann tun muß!" Ich bin kein Mann, denn ich denke immer erst lange nach, um dennoch nicht zu wissen, was zu tun sei.

Mein Traum ist es, hoch in der Luft zu fliegen, wie ein Adler. Ich würde nichts mehr hören von dem Geschwätz auf der Erde, nur noch Gott stünde über mir. Wahrscheinlich würde ich dann aber verhungern, da ich nicht mehr bereit wäre, meine "Komfort-Zone" zu verlassen. Wegen einer Maus zu Boden stürzen? Das käme für mich nicht in Frage!

Ich bin ein Verlierer-Typ - andere Menschen spüren das! So sang ich gestern Abend meiner neuen Bekannten die schönsten Lieder vor, las aus meinem druckfrischen Gedichtband, erzählte ihr von meinen spannensten Abenteuern. Dennoch schlief sie laut gähnend ein und war heute Morgen verschwunden, mit dem Inhalt meiner Brieftasche und ohne eine Nachricht zu hinterlassen.

Vieles von dem, was ich erzähle, ist frei erfunden. Doch ein schlauer Mensch sagte mir, egal was ich schreibe, es sei immer ein "Körnchen Wahrheit", also ein Stück von mir darin enthalten. Nun bin ich unsicher geworden. Vielleicht sollte ich immer die volle "Wahrheit" sagen, da ja jeder denkt, so doof kann der nicht sein, als daß er uns "reinen Wein einschenkt". Also, liebe Leser und Leserinnen, jetzt sage ich euch einmal etwas über das "Wahre"... ;-)

Mein Geschriebenes ist wie das Bild eines Malers, der von einer Betrachterin gefragt wird, was das Bild ausdrücken soll. Der Maler antwortete: "Es drückt das aus, was Du siehst!" ;-)

3.7.20 11:12
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (3.7.20 12:48)
...schwere Kindheit,ich meine, was soll aus jemandem werden, der mit Freddy Quinn im Ohr aufgewachsen ist
Die Sehnsucht fliegen zu können, kann ich allerdings schon gut nachvollziehen.
Hoch durch die Lüfte wie ein Adler und nix mehr hören von dem unnützen Geschwafel hier unten-
Vielleicht eine Option für das nächste Leben-

Deine Fotos von gestern sind wieder "great"

Bis dahin, LG : D

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