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Die Verjagung aus dem Paradies!

Gestern aß ich einen Apfel. Gekauft im Discounter, bei "aldi", mit dem Wissen, ich würde mir ein paar "krumme Dinger" einhandeln. Ein Plastikbeutel voll großer Äpfel. Ich hoffte natürlich, jeder einzelne davon würde mir gut schmecken, denn ehrlich gesagt, ich esse Obst - und vor allem Äpfel - nicht deshalb, weil sie den Arzt fernhalten.

Der Apfel schmeckte nach gar nichts. So vermutete ich, seit Tagen leicht erkältet, mich hätte das "Corona-Virus" erwischt und nun beginne das Leiden eines "armen Poeten", der ja schon aufgrund seines Alters ein hohes Erkrankungs-Risiko mit sich trägt.

Typisch Mann, höre ich da jemanden sagen - und zurecht. Nur weil ich mich beim Apfelkauf mindestens drei mal über das Abstandverhalten meiner Mitmenschen aufregte. Da verstellen drei Menschen, tief im Gespräch vertieft, mir und allen anderen Kunden minutenlang den Weg und dann schiebt sich auch noch eine sehr korpulente Frau mit ihrer schreienden Kinderschar von hinten heran.

Auswegslos eingeklemmt bleibt mir nur die Flucht nach vorne. Meinen Einkaufswagen haarscharf am Hinterteil einer der gesprächigen Frauen vorbeischiebend, rette ich mich in die freie Käse-Ecke und beschließe, sofort Richtung Ausgang zu laufen. Es gelingt mir nicht, denn sogleich stehe ich vor einer Angestellten, die einen großen Karton mit sich schiebt und dabei ist, Regale einzuräumen.

Diese junge Dame beachtet mich nicht. Es ist ihr offensichtlich egal, in welchem Abstand ich an ihr vorbei komme und als sie dann auf den Zehenspitzen steht, um das Regal ganz oben zu füllen, passiere ich sie schnellen Schrittes und halte dabei die Luft an.

Nun bin ich im Kassenbereich angekommen, da will mich doch ein junger Mann noch links überholen. Ist der Kerl noch ganz dicht? Egal, ich fange keinesfalls eine Diskussion an, richte meinen Blick wieder nach vorne und beobachte einen sehr schmalen, kleinen Jungen, der versucht, einen brechend vollen Einkaufswagen auf das Band zu laden. Als ich genauer hinsehe, erkenne ich eine etwa zwanzig Zentimeter lange, graue "Haarpracht", die unter dem Mundschutz hervor schaut.

Der schmale Junge ist ein älterer Herr und wiegt vielleicht den fünften Teil der Frau mit den schreienden Kindern. Plötzlich muß ich an Solingen denken und an die Überforderung der Eltern kinderreicher Familien. Ich denke an "Corona" und die Milliardenhilfe für Unternehmen, die seltsamer Weise ihre "Stütze" gar nicht abrufen. Was läuft da falsch, in unserem Land? Brauchen wir russisches Gas damit arme Kinder nicht hungern und frieren müssen?

Was ist richtig, was ist falsch? Warum fährt der Eine mit einem dicken SuV beim Discounter vor, während der Andere immer nur den billigsten Käse kaufen kann? Warum bringt eine Mutter ihre Kinder um, wenn es doch heißt, die Kinder sind das Wichtigste für unsere Zukunft?

Ich habe da eine Vermutung. Wir alle blicken einfach nicht mehr durch. Selbst so einfache Fragen wie: "Ist Rotwein, oder Kaffee, oder Kalbfleisch gesund?" - können wir nicht zweifelsfrei beantworten, weil es dazu wissenschaftlich unterschiedliche Studien gibt. Noch schwieriger wird es bei politischen Themen. Da gibt es keine konkreten Anhaltspunkte. Wer ist der beste Bundeskanzler? Sollten wir es einmal mit einer weiblichen "Doppelspitze" probieren oder doch mit einem "Macho", der auf den Tisch haut und "basta" schreit?

Von mir bekommt ihr immer eine konkrete Antwort. Jeder Einzelne muß versuchen, seine Angelegenheiten nach bestem Wissen und Gewissen zu regeln. Wir dürfen nicht zu "Arschlöchern" werden, nur weil uns andere ein falsches Vorbild geben.

Der Philosoph Platon hat uns sein "Höhlengleichnis" erzählt. Dort saßen Menschen am Feuer und sahen nur ihren Schatten an der Wand. Als einer die Höhle verließ und von draußen zurückkam, sagte er, er hätte eine strahlende Sonne und ein wunderbares Land gesehen. Das war aber kein Grund für alle anderen, die Höhle zu verlassen. Sie blieben in ihrer "Echo-Kammer" sitzen und wollten den Boten mit der frohen Botschaft umbringen.

So ähnlich ist die Situation in der heutigen Zeit auch. Unser Gehirn ist dem Tempo der Entwicklung nicht gewachsen. Viel zu wenige Menschen kultivieren ihre Lebensfreude. Die meisten wollen das Bekannte bewahren. Beamter sein auf Lebenszeit, in einer Behörde mit den immergleichen Aufgaben und einem sicheren Einkommen - das wär´s doch! ;-)

5.9.20 11:23
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Faradei (5.9.20 13:05)
Mitten aus dem Leben - eben!
Und doch kommt das Rehlein immer an der selben Stelle zum äsen, sehr zur Freude des Jägers, oder Hegers, dessen Gedanken kreisen insgeheim doch stets nur um den späteren Schuss.
Drum Rehlein sei schlau und schau genau.........

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