meine Fotos - meine Meinung - meine Phantasie
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Abonnieren
 

Freunde
   
    indianwinter

    lebenslabyrinth
   
    mirco-reisen

    - mehr Freunde

Links
  




https://myblog.de/padernosder

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Auf in den Kampf!

Hätte ich mir all das merken können, was ich beim Anschauen von Tierfilmen an geballtem Wissen erzählt bekam, wäre mein Kopf so groß wie der eines Pferdes! ;-)

Glücklicher Weise ist es anders gekommen. Doch Einiges "speicherte" ich an neuer Erkenntnis, wahrscheinlich deshalb, weil ich es schon tausend mal sah und die "Information" endlich vom Kurzzeit- ins Langzeit-Gedächtnis wanderte. Ein Beispiel...

Da stehen sich in der Morgenröte, es ist noch leicht neblig, zwei gewaltige Hirsche gegenüber. Jedem der Beiden schießt eine Menge "Testosteron" durch die Blutbahn, jeder Muskel ist zum Zerreißen angespannt. Seit Tagen verzichteten die Duellanten auf jegliche Nahrungsaufnahme. Das war zwar ein Fehler, was die körperliche Fittness betrifft, aber sie mußten permanent Vorsicht walten lassen und aufmerksam sein. Vor allem die jüngeren Böcke, die sich keinem Zweikampf stellen, suchen immer wieder ihre Chance, falls der Platzhirsch Ansätze von Müdigkeit zeigt.

Nun senken sich die vier Geweihstangen zweier "Zwölfender". Sie versuchen beide, den Gegner nach hinten wegzuschieben. Dabei spannt sich der Körper zu einem Bogen. Auf den Hinterläufen lastet der ganze Druck. Diese dürfen keinesfalls nachgeben.

Und weil sie es irgendwann doch tun, muß einer der Kontrahenten rückwärts laufen. Das entscheidet den Kampf. Wer zuviel rückwärts läuft, ist der Verlierer. Der bleibt dann stehen, hebt den Kopf, schaut, als wäre nichts gewesen und trollt sich in gemächlichem Tempo davon.

Und genau dieses Verhalten ist das Geniale an diesen kräftigen Tieren. Sie versuchen keine faulen Tricks, so wie ich es tun würde, wenn ich einem Kerl meinen Harem überlassen müßte. ;-) Sie brauchen keinen Schiedsrichter. Irgendwann im Laufe des Kampfes fällt die Entscheidung. Dann ist der Riesenaufwand für den Verlierer umsonst gewesen.

Viele Menschen, gerade auch Sportler, sah ich an dieser Stelle weinen. Sie sind innerlich zusammen gebrochen, weil sie im Moment der höchsten Anspannung "versagt" haben. Anders herum, wer würde nicht den Riesen-Erfolg von Boris Becker nachvollziehen können, als er sich, der rothaarige Junge mit 17 Jahren, vor den Augen der Weltöffentlichkeit zum Sieger in Wimbledon emporschwang?

Verschmähte Liebe, das Verlieren eines Partners, Ehestreitigkeiten - all diese Schwierigkeiten des Miteinanders sind vor allem "menschliche Phänomene" und führten im Laufe der Zeit zu millionenfachen "Dramen". Wir Menschen werden es nie lernen, Gewalt auszuschließen, wenn es "emotional" wird.

An der Macht bleiben wir nur, wenn wir diese mit Waffen verteidigen können. Der Feind lauert überall und manchmal werden uns Männern Hörner aufgesetzt, die zum Kampf nicht taugen. ;-)

7.9.20 10:32
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (7.9.20 15:35)
Da wünscht man sich doch im Grunde viel mehr Gehörnte unter uns Menschen. ;-)

Sehr schön beschrieben übrigens, fast meinte man, das Aufeinanderknallen der Geweihe zu hören.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung