meine Fotos - meine Meinung - meine Phantasie
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Abonnieren
 

Freunde
   
    indianwinter

    lebenslabyrinth
   
    mirco-reisen

    - mehr Freunde

Links
  meine Fotos




https://myblog.de/padernosder

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Der Ruf des Waldkauzes!

Der langgezogene Ruf des Waldkauzes durchbrach die tiefe Dunkelheit der Nacht. Jetzt sollten alle Mäuse des Waldes wachsam sein. Ihr lautloser Flug verhilft der mittelgroßen Eule zu guten Erfolgen bei ihren nächtlichen "Beutezügen".

Diesmal aber hatte sie sich täuschen lassen. Oder kam Kommissar Hakenknecht ihrer Nisthöhle zu nahe? Jedenfalls attackierte sie den wippenden Gamsbart am Hut des Kommissars. Dieser hob seinen Hut vom Boden auf, schlug ihn zwei mal gegen seinen linken Unterarm und setzte ihn wieder auf.

Sein treuer Hund Phillipp hatte es mit der Angst zu tun bekommen. Kommissar Hakenknecht sprach beruhigend auf ihn ein und machte kehrt. Auch ihm war nicht recht geheuer. Der Angriff aus der Luft erinnerte ihn an den Krieg, an so manche Bombennacht, in der sein Leben nur noch an einem "seidenen Faden" hing.

Heutzutage macht sich Kommissar Hakenknecht keine Gedanken um die Zukunft. Seine Ehefrau Luise würde ihn um viele Jahre überleben, ebenso Phillipp, sein Hund. Er war nur noch mit einer Sonder-Genehmigung "im Dienst", weil seinen Außenposten niemand haben wollte. Und, hinzukommend, weil Kommissar Hakenknecht eine unglaubliche, weil 100%ige Aufklärungs-Quote seiner Fälle erreichte. Ganz alleine, nur mit Hund und Ehefrau.

Hakenknecht hatte sich immer gegen ein modernes Telefon gewehrt. Doch ein Fax-Gerät mußte er haben. Er wurde eindringlich gewarnt, ohne dieses Gerät gäbe es für ihn keine Zukunft. Seine Ehefrau kochte ihm etwas Gutes zu essen und dann schluckte Hakenknecht alles runter, auch den Widerstand gegen die Notwendigkeit eines Faxgerätes.

Trotz des reichlichen und schmackhaften Essens seiner Ehefrau war Hakenknecht ein "drahtiger" Mann. Er war viel unterwegs, mit seinem Hund, und er dachte viel nach. Sein Chef aus der fernen Landeshauptstadt besuchte ihn in 50 Jahren ein einziges Mal, anläßlich seiner Pensionierung. Doch daraus wurde ja nichts und der Chef fuhr etwas irritiert wieder nach Hause. Dabei dachte er über den Namen "Hakenknecht" nach, der so gar nicht zu diesem schrulligen Kommissar passen wollte.

Hakenknecht selbst wußte auch nicht, wie er diesen "unfehlbaren Riecher" bei seinen Kriminalfällen entwickelte. Hätte ihn heute der Waldkauz nicht gestört, sicher wäre er über die vermisste Person gestolpert, welche er mit seinem Hund Phillipp suchte. Wie ein "Wünschelrutengänger" spürt er den Ausschlag, wenn er am richtigen Ort ist. Und sein Hund bestätigt ihn darin. Nimmt man jetzt noch das liebevoll zubereitete Essen Luisens hinzu, ist ein perfekt harmonierendes Triumvirat beisammen. ;-)

18.10.20 12:02
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (18.10.20 12:57)
..."weil 100%ige Aufklärungs-Quote seiner Fälle erreichte. Ganz alleine, nur mit Hund und Ehefrau"...
Das ist "die" Aussage für mich in der Geschichte, ich habe mich sehr amüsiert, wieder herzlichen Dank und einen schönen Sonntag... :D

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung