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Alter schützt vor Torheit nicht!

Mein liebes Wiesenvögelchen,

nachdem ich all das los geworden bin, was Dir mein frohes Herz erzählen wollte, will ich Dir noch von Ereignissen berichten, die hier seit Wochen zu beobachten sind.

Wie Du weißt, genieße ich das milde Licht der Abendstunden gerne noch bei einer Fahrradfahrt rund um mein kleines Städtchen. Dabei fiel mir schon des Öfteren ein älterer Herr auf, der mit seiner Kamera in der Hand spazieren geht. Doch was soll ich Dir sagen, dieser Mensch wird immer seltsamer.

Gestern erst überquerte ich eine kleine Holzbrücke an der "Schafschwemme", da sah ich ihn unten an der Gollach liegen. Zuerst bin ich erschrocken und dachte, ich müßte "Erste-Hilfe" leisten, aber dann erkannte ich, daß er seine Kamera im Anschlag hatte.

Er richtete sein ausgefahrenes Zoom-Objektiv direkt auf das Gras vor ihm. Ich konnte nicht erkennen, was es da Interessantes zu sehen gäbe, aber dann flog ein blauer Schmetterling auf und der alte Mann kam mühsam wieder auf die Beine, wobei er fast in den Bach gefallen wäre.

Nur mit Mühe konnte ich mir ein Lachen verkneifen. Schnell fuhr ich weiter und dachte mir, später noch einmal hier vorbeifahren zu wollen. Wer weiß, vielleicht gäbe es noch etwas zu sehen? Und tatsächlich, Du wirst es mir nicht glauben wollen, als ich das zweite Mal an gleicher Stelle vorüber kam, saß der Alte auf einem Kirschbaum.

Offensichtlich hatte er es auf die roten Herzkirschen abgesehen, die dem Gärtner gehören, der in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt. Unten am Baum hing ein großes, selbstgemaltes Schild mit der sinngemäßen Aufschrift: "Gegen ein paar Kirschen ist nichts einzuwenden, den Rest aber hätte der Gärtner gerne selbst."

Ich dachte so etwas wie: "Zu Wasser und in der Luft, vor den Alten gibt es keine Sicherheit." Jedenfalls stieg ich vom Fahrrad und fragte den Baumbesteiger, ob denn die Kirschen schon reif wären. Er warf mir von oben ein paar Kirschen zu und ich konnte mich vom guten Geschmack derselben überzeugen.

Bevor ich mich versah, stand der Alte neben mir und fragte, ob ich denn wisse, was in der Gollach so los sei. Ich verneinte und wußte nicht, was er wohl meinte. Da erzählte er mir von einer Teichrallen- und Bisam-Familie, von der Hochzeit der Blauflügel-Prachtlibellen und von einem blauen Vogel, der hin und wieder im Tempo eines Düsenjets knapp über dem Wasser dahinjagt.

Am Schluß war ich davon überzeugt, daß der Kerl tatsächlich ein wenig verrückt ist. Die Jugend hat das Vorrecht, irren zu dürfen. Vielleicht ist es das Vorrecht des Alters, noch einmal jung zu werden, bevor es "in die Kiste" geht.

So, mein liebes Wiesenvögelchen, nun habe ich Dir noch ein wenig aus meinem ganz normalen Alltag erzählt und hoffe, Du denkst an mich, wenn ich in der Abendsonne Fahrrad fahre und mir dabei ganz sicher bin, daß Du der kleine Falter bist, der mich beschwingt begleitet und sich wünscht, für immer bei mir zu sein!
17.7.16 12:42
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (17.7.16 22:45)
;-)) wer ist hier wer in der Geschicht? ...LG!

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