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Immer wieder diese Frage...

Als der kranke Co-Pilot das Flugzeug an einem Berg zerschellen ließ, fragte in einer späteren Trauerfeier ein Bischof: "Wo warst Du, Gott?" Als jetzt in Italien die Erde bebte, höre ich, angesichts vieler Toter, wieder diese Frage eines "Geistlichen".

Die Verzweifelten aus den eigenen Reihen wenden sich an die höchste Instanz, weil sie überzeugt sind, von einem gnädigen Gott geleitet zu werden. Wo ist Deine Gnade, Gott, könnten sie auch fragen und dann wird es präziser, denn Gott, wenn er antworten würde, müßte sich dazu äußern, warum er nicht "gnädig" war.

Aber dieser Gott antwortet nicht und er greift nicht ein. Ich selbst war häufig genug in der Kirche, um zu wissen, was da gesagt wird. Sehr gut sehe ich die Pfarrer vor mir, die ihrer Gemeinde von einem "lebendigen Gott" erzählen, auf den wir alle vertrauen können. Ich weiß auch, daß in der Kirche gesagt wird, Gott sei immer da, wo ein paar Menschen in seinem Namen versammelt sind.

Man muß also davon ausgehen, Gott war anwesend, als die Erde bebte.

Doch bei Gott gibt es nichts ohne Einschränkungen. Wir sollen ihm vertrauen, aber wenn er unser Vertrauen enttäuscht, können wir ihn nicht verantwortlich machen. Gottes Wege - also die Art und Weise, wie er die Welt regiert - sind seltsam, rätselhaft für uns Menschen. Beim Beten tat ich mir immer schwer, am Schluß zu sagen: "Bitte hilf mir, aber nicht so wie ich will, sondern so wie Du willst, im Namen Jesu Christi."

Wenn Gott nicht der "Allmächtige" wäre, wenn nicht unser ganzes Weltbild zusammenbräche, hätten wir ihn schon längst zum Teufel gejagt. Angesichts seiner Unfähigkeit, seiner Ignoranz. Aber Gott steht als Institution unantastbar auf seinem für die Ewigkeit gemauerten Sockel.

Wir finden sie toll, diese Statue, hoch über Rio de Janeiro und haben sie kürzlich oft genug bewundern dürfen. Doch diese Statue ist lebloser Stein. Der lebendige, allmächtige Gott ist etwas, wovon wir träumen dürfen, damit wir, wie Nietzsche es sagte, vor dem Nihilismus bewahrt bleiben.

Doch wenn wir uns erlauben, noch etwas weiter zu denken, wird uns klar: Es gibt einen Gott, weil er dem menschlichen Leben einen Sinn gibt. Gott bewahrt uns vor dem "Fressen und Gefressen werden". Aber nicht, weil er es will, sondern weil der Mensch es so will. Wenn ein Einzelner dann im Angesicht der Katastrophe ruft "wo warst Du, Gott?", hat er vergessen, das Gott, welchen die Menschheit selbst geschaffen hat, nur über Fähigkeiten verfügen kann, die ihm tatsächlich auch "mitgegeben" wurden… und dann finden wir die Antwort: Gott tut nichts, weil er nichts tun kann!
25.8.16 15:51
 


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