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"Emotionen gegen rechts"!

Nun löschte ich tatsächlich einen Blog-Beitrag. Er gefiel mir nicht mehr. Je öfter ich ihn las, desto mehr wurde mir bewußt, so schlau ist das nicht, was ich da schrieb.

Es ging um "Emotionen gegen rechts", wie sie Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, in einer Fernsehsendung gefordert hatte. Er begründete seine Forderung so: "Es ist bekannt, bei einer Wahl seien Gefühle entscheidender als Fakten." Als Beispiel nannte er die Bundestagswahl nach der deutschen Wiedervereinigung. Nicht der Kandidat, der die Wahrheit sagte, wurde schließlich Bundeskanzler, sondern der, der die Gefühle des Wahlvolks ansprach.

Wer es nicht mehr weiß: Oskar Lafontaine sagte den Menschen in Deutschland, die Einheit sei zwar das, was wir alle wollten, aber es wird uns eine Menge Geld kosten, bis wir tatsächliche eine Einheit sind. Helmut Kohl sprach von "blühenden Landschaften zum Nulltarif". Und die Menschen wollten den Mann, der alles ohne Aufwand zum Besten richten würde.

Also der Schulz meinte, wir müssen uns nicht ständig um Fakten bemühen und den Wählern der AfD sagen, warum sie das Falsche tun, sondern wir müssen mehr auf Gefühle setzen, den derzeitigen AfD-Wählern ein gutes Gefühl geben, wenn sie wieder anders wählen…

Er hat ja hoffentlich seine Politiker-Kollegen gemeint und nicht mich! Denn ich werde nicht lügen, um einen möglichen AfD-Wähler wieder an das demokratische Ufer zu ziehen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto seltsamer kommt mir diese Aufforderung "Emotionen gegen rechts" vor. Der Schulz ist bei der SPD und die Genossen wählte ich oft genug. Aber wenn ich daran denke, daß ein SPD-Kanzler dafür verantwortlich ist, das auf viele Menschen die "Altersarmut" wartet, weil er das Rentenniveau senkte, dann frage auch ich mich, warum soll ich einer solchen Politik zustimmen?

Klar, ich bin einigermaßen erfahren, was das Wählen betrifft. Ich werde nicht hergehen und eine Partei wählen, die außer dem Widerspruch nichts zu bieten hat. Aber die große alte SPD muß noch viel tun, damit sie mich wieder "eingliedern" kann.

Und noch ein Gedanke. Ich habe keine Angst vor der AfD. Mir sagt meine Erfahrung, je mehr die Vertreter dieser Partei in den Parlamenten mitarbeiten müssen, desto schneller werden sie als unfähig erkannt. Es ist kein Problem für mich, daß es jetzt eine Partei gibt, welche die ehemals großen Parteien zwingt, ernsthaftere und gute Politik zu machen.

Im Gegenteil, wenn ich aus der SPD höre, sie wollen sich um die Renten und den sozialen Wohnungsbau kümmern, dann müßte ich der AfD schon fast dankbar sein, denn ihre Existenz und ihre momentane Stärke weckt so manchen etablierten Politiker wieder auf. Sollen diese auch einmal um ihren Arbeitsplatz kämpfen müssen, sollen sie auch einmal spüren, wie sich das Leben in unserer Republik tatsächlich anfühlt.

Kanzlerin Merkel hat jetzt zugegeben, die Regierung war auf das "Flüchtlingsproblem" nicht vorbereitet. Genauso wenig waren sie auf die Finanzkrise vorbereitet. Und wenn in ein paar Jahren eine Menge Alte mit ihrer Rente kein Auskommen haben, werden sie wieder nicht vorbereitet sein.

Es wäre schön, wenn wir eine neue Partei hätten, der wir zutrauen könnten, auf die kommenden Probleme unserer Zeit vorbereitet zu sein. Überall sehe ich nur "Abschottung". Das gemeinsame Europa zerbröckelt am Egoismus der einzelnen Länder. Nirgends geht einer offensiv an die Probleme ran. Es gibt keinen Plan, die Zukunft zu gestalten…

Und in dieser Situation ruft der Präsident des Europäischen Parlaments nach "Emotionen" gegen die AfD. Nicht die AfD ist das Problem. Diese Partei wird sich in dem Moment "auflösen", in dem die etablierten Politiker wieder anfangen, die tatsächlichen Probleme unserer Zeit zu lösen!

Also Herr Schulz, zeigen Sie Leidenschaft im Kampf für ein gemeinsames Europa, in dem das Miteinander wieder angesagt ist und nicht das Gegeneinander. Und vielleicht muß sich Europa erst einmal "gesundschrumpfen", um wieder durchstarten zu können! Daran können Sie den Rest ihres Lebens mit Herzblut arbeiten. Viel Glück!
28.9.16 13:46
 
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