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Influenza!

Es hat alles nichts geholfen! Täglich kalt duschen, stundenlange Spaziergänge an der frischen Luft - sie kam doch.

Die Hintertür muß offen gestanden sein. Eine Nachlässigkeit des reiferen Alters. Und dann fiel sie nachts über den arglosen Schläfer her, verstopfte ihm die Nase und rieb mit dem Hornhaut-Hobel kräftig über seine Stimmbänder.

Ungezählt sind die Teebeutel eines einzigen Tages. Der Honig fließt still und süß über die wunde Kehle. Der krächzende, sich nicht lösen wollende Husten läßt all die Muskeln schmerzen, die sich um die Leibesmitte im Laufe eines langen Lebens ansammelten. Der Tisch vor dem Sofa ist massiv, er trägt die Löffel, Tassen und Kannen, den Zwieback und die Bananen. Berge von Taschentücher fliegen in den Papierkorb, bis sich der Leidende aufrafft und ein wenig Platz schafft, damit er wieder atmen kann. Ja, das Atmen fällt schwer und ist doch so nötig...

Die schweren Knochen wollen sich nicht bewegen. Eine schlappe Müdigkeit mündet oft in ein Dämmern, bis Hals oder Nase ihren Widerspruch kundtun. Ach, dieses Leiden... es helfen nur die Rezepte aus Kindertagen: Eine Scheibe Zwieback mit Honig und darauf dicke Bananen-Scheiben. Dazu einen heißen Pfefferminz-Tee, der die Nase so richtig tropfen läßt. Es ist ja niemand da, der das ganze Elend sieht, der sich erbarmen muß. Und so wird der Zwieback irgendwie in den Mund gesteckt, während das Papier-Taschentuch aus der Nase ragt und das alles ist wirklich nicht sehr appetitlich, zumal der Körper jetzt wieder durchgeschüttelt wird, von einem Husten, der wie Feuer brennt und nicht im Geringsten nach Erlösung klingt.

In solchen Momenten denkt auch der Agnostiker, eine Welt mit einem helfenden Gott wäre durchaus denkbar, doch er verwehrt sich das Beten, weil er kein Schwächling sein will, der im Augenblick der Not seine Überzeugung dahinfahren läßt. Schon viele Menschen litten wie er, ohne an ihrem Elend gestorben zu sein. Dennoch geht der Blick hoch zum Himmel. Es wäre ja doch das Heilsamste, wenn die Mutter ihre schützende Hand auf die heiße Stirn des einstigen Knaben legen könnte, denn dann wäre das Urvertrauen ins fortwährende Leben wieder da und all die Zweifel am eigenen Vermögen beseitigt.
9.12.16 09:54
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mirco / Website (9.12.16 14:55)
Hab ich auch, mein Wochenende ist gelaufen. Am kommenden Mittwoch gehts nach Hause in die Nähe deiner Heimat, ich hoff da wieder fit zu sein.


Dorehn (10.12.16 22:10)
...mach mal "Zwiebelhonig"! 1 Zwiebel grob schneiden, 2 Esslöffel Honig drüber, über Nacht ziehen lassen und den "Saft" dann einnehmen, morgens 3-4 Teelöffel und dann über den Tag verteilt...schmeckt, stärkt und hilft!
(und abends mit einem heißen Cocktail aus Grog mit Honig und Zitrone schlafen gehen )
Wünsche Gute Besserung!! LG Dorehn

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