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Ein teuflischer Plan!



Das war die Hölle, gestern! Mein Neffe las, was ich über ihn in meinem Blog schrieb. Darauf sagte er, über so einen Mist könne er "nur bedingt lachen". Ich meinte, es wäre meine Sache, was ich schreibe und er könne es ja selbst versuchen, wenn er etwas zu sagen hätte. Daraufhin nahm er sein Handy und teilte bei "facebook" seinen Freunden mit, einen schwachsinnigen Onkel zu haben, den er füttern müsse.

Nun war es an mir ihm zu sagen, daß ich darüber nicht lachen kann. Aber ich bin gar nicht so blöd, wie er denkt, und so öffnete ich meine "Fritzbox" und schnitt ihm den Zugang zum Internet ab. Damit konnte ich ihn aber offensichtlich nicht "lahm legen". Er kam zu mir, lächelte, und meinte: "Netter Versuch, Alter!"

Mein Neffe ist der Sohn meines älteren Bruders. Den rief ich an und sagte ihm, er solle mich von dem Übel befreien, welches er mir zumute. Ach, stell Dich nicht so an, meinte der nur, er müsse ständig mit dieser Herausforderung leben, und ich nur für eine Woche! - Was soll man da sagen, wenn man seinem Bruder noch einen Gefallen schuldig ist und nicht als völliger, pädagogischer Versager dastehen will?

Dann rief ich noch meine Schwester an, ob sie sich nicht um ihren Neffen kümmern möge. Naja, die hat den Braten natürlich sofort gerochen und gesagt, das Bürschchen dürfe ich schön behalten. Doch sie gab mir einen Tipp, der sich nicht schlecht anhörte. Sie meinte, solche Neffen seien überzeugt, daß man es immer gut mit ihnen meine. Sie könnten sich - zum Beispiel - einfach nicht vorstellen, daß ihnen ihr Onkel Todesangst einjagt, nur um sie loszuwerden.

Wie mache ich das? Kaum fing ich an, über ein "Attentat" nachzudenken, fiel mir schon etwas ein. Ich dachte mir, es müßte doch möglich sein, in meinem Blog einen ausgeklügelten Mordplan zu veröffentlichen und es dann so einzurichten, daß mein Neffe diesen Plan zu lesen bekam. Er müßte glauben, daß es mir ernst damit sei. Deshalb darf es diesem Mordplan nicht an Worten der Verzweiflung mangeln. Mein Neffe muß glauben, sein schwachsinniger Onkel hätte jede Hoffnung aufgegeben und wähle nun das letzte, das äußerste Mittel.

Als ich mit meinem Blog-Beitrag fertig war, bekam ich selber Angst vor mir. Wie kann man nur so böse sein? Aber die Mühe soll nicht umsonst gewesen sein. Ich verließ also meinen Platz am PC und meldete meinen "Blog-Account" nicht ab. Sicher würde mein Neffe die Gelegenheit nutzen und seine neugierige Nase in Angelegenheiten stecken wollen, die ihn eigentlich nichts angingen.

Es klappte alles wunderbar. Ich hantierte in der Küche herum und versprach meinem Neffen, einen "Kaiserschmarrn" für uns herzustellen, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Ein solcher Kaiserschmarrn mit Vanille-Soße ist eines der wenigen Gerichte, die mein Neffe ohne Murren ißt. Mein Geheimnis: Ein "Schuß" Mineralwasser und das vorsichtige Unterheben des "Eiklar-Schnees".

Eine Viertelstunde später saßen wir am Eßtisch und ich wunderte mich, denn mein Neffe war sehr freundlich zu mir und meinte sogar, der Kaiserschmarrn wäre einfach köstlich und er hätte noch nie einen besseren gegessen. In dem Moment, als ich begriff, daß mein Plan nicht aufgegangen war, hörte ich auch schon das Martinshorn. Die Haustür wurde mit einem lauten Knall aufgebrochen und dann stürmten ein paar Männer im Kampfanzug in meine Wohnung, warfen mich zu Boden und legten mir Handfesseln an.

Einer der Herren fragte meinen Neffen, ob ich derjenige sei, der ihn umbringen wolle? Mein Neffe bejahte. So schleifte man mich hinaus, steckte mich in ein Polizeifahrzeug und ab ging die wilde Fahrt zur Polizei-Dienststelle. Dort verlangte ich einen Arzt, denn mein Nasenbein war gebrochen und ich vermutete, einiges andere auch. Doch man behandelte mich sehr unfreundlich. Ich solle das Maul halten und ich würde schon sehen, wie es weiter geht.

Der Schock saß natürlich tief und ich versuchte, mir klar zu werden, was passiert sei. Um es kurz zu machen... zu meinem Glück stellte man fest, der Kaiserschmarrn enthielt kein Gift. Und mein Neffe war der Polizei nicht unbekannt. Eine ähnliche Begebenheit war aktenkundig. Damals wurde meine Schwester irrtümlich verhaftet, als mein Neffe bei ihr zu Besuch war. Man klopfte mir den Staub von den Klamotten und schickte mich wieder heim.

Und mir dämmerte es so langsam... meine Schwester hat mich mit Absicht auf eine Idee gebracht, die für mich nicht gut ausgehen würde. Mein Bruder wollte seinen Sohn nicht zurück haben und dieser Sohn hätte mich eiskalt ins Gefängnis werfen lassen. Die Verwandtschaft ist ein gnadenloser Haufen von Menschen, die irgendwann einmal auf meinen Grabstein schreiben lassen wird: "Das Beste an ihm war sein Kaiserschmarrn!" ;-)
7.3.17 05:54
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (7.3.17 13:12)
Ich sag ja, die Verwandtschaft ;-))

Immer wieder gut, dass man sich Freunde aussuchen kann.

Wie alt ist denn Dein Neffe?

Ich hatte ja jetzt irgendwie eine fiktive Geschichte dahinter vermutet, aber das ist jetzt real oder?

Ehrlich gesagt, musste ich ja schon etwas viel schmunzeln bei Deinen Schilderungen.

Ich hoffe es geht Dir gut ;-) Und Dein Neffe hat den Kaiserschmarrn bereits aufgegessen.


Indianwinter (7.3.17 15:47)
Hallo,

ich bewundere mal wieder Deinen Ideen-und Einfallsreichtum.
Stets grüble ich, in wieweit Du Wahrheit und Fiktion in Deinen Storys vermischst : )

Doch wenn es um Kaiserschmarrn geht, bin ich dabei, den Trick mit dem Mineralwasser kenne ich auch.

Liebe Grüße an Deine Neffen. Sie tun mir etwas leid, müssen sie doch für solche Geschichten herhalten, was mögen sie denken,
wenn sie das lesen : )
Na, sie werden Dich ja kennen...

LG, Indianwinter


Marie / Website (7.3.17 16:33)


So, also doch Fiktion. Na so irgendwie hatte ich es ja gleich vermutet. *gggg

Aber da ich selbst ja so einiges gewöhnt bin, hätte mich die Realität auch nicht wirklich erstaunt.

LG; Marie


pally (7.3.17 19:32)
Hallo, spannende Geschichte; könnte fast als Krimi-Vorlage dienen! Sollte es Realität ein, finde ich es schrecklich. Aber Verwandtschaft kann grausam sein! Gruß, pally


Mirco / Website (8.3.17 04:50)
Superwitzig geschrieben. Kompliment!
smilies smileys

Viele Grüße aus Ningbo

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