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Aus dem Leben eines Taugenichts!

Meinen heutigen "Titel" habt ihr schon mal gehört - damals, in der Schule! Ja, eine Novelle des Josef von Eichendorff. Genau. Dieser Eichendorff war ein "Romantiker". Vielleicht kein typischer Romantiker, denn bei ihm kam zuerst der Beruf, dann das Schreiben, doch seine Gedichte lassen keinen Zweifel darüber aufkommen, wes Geistes Kind er war:

Es steht ein Berg in Feuer,
In feurigem Morgenbrand,
Und auf des Berges Spitze
Ein Tannbaum überm Land.

Und auf dem höchsten Wipfel
Steh ich und schau vom Baum,
O Welt, du schöne Welt, du,
Man sieht dich vor Blüten kaum!

Warum aber schreibe ich heute aus dem Leben eines "Taugenichts"? Bei Eichendorff ist der Protagonist ein verliebter junger Mann, den die Wechselfälle des Lebens in die unterschiedlichsten Situationen bringen. Wichtig dabei ist aber weniger "was" er erlebt, sondern mit welcher "inneren Haltung" er seine Abenteuer besteht. Er ist ein "Vagabund", dessen Lebenseinstellung noch vor zwei Generationen sehnsuchtsvoll besungen wurde, die aber heutzutage sehr viel weniger "anerkannt" wird.

Ganz im Gegenteil. Ein "arbeitsscheuer" Mensch kann niemandes Vorbild sein. Und der Politker, der die Wahl gewinnen will, spricht andauernd nur vom "hart arbeitenden Bürger", um den man sich kümmern muß, der nicht der "Verlierer des Systems" sein darf. Als wäre "hart zu arbeiten" irgendwie erstrebenswert. Das Gegenteil sollte der Fall sein. Keiner sollte "hart arbeiten" müssen, um ein auskömmliches Leben führen zu können. Das wäre ein wirkliches "Ideal". Aber es ist schwer, sich heutzutage noch eine klare Sicht zu bewahren. Wer schafft es noch - in diesen Zeiten - Sinn und Zweck seines Lebens "jenseits" von "Arbeit" zu definieren?

Natürlich weiß ich, daß nicht jeder versteht, was ich meine. Also will ich etwas "ausholen", um deutlicher zu werden. Als die "Industrialisierung" begann, "durften" die Menschen, auch Kinder, in den Fabriken für wenig Geld jeden Tag viele Stunden schwer schuften. Das war "hart arbeiten", meine ich und heute würde "Sklaverei" die Sache wohl am Besten beschreiben. Damals ging es los, mit diesem eigenartigen "System": Einer macht den Gewinn und viele arbeiten dafür! Kein Mensch wäre damals auf die Idee gekommen, diese körperliche Schwerstarbeit als erstrebenswerten Sinn seines Lebens anzusehen.

Also gingen schlaue Köpfe her und forderten, daß es ein besseres "System" geben muß. Warum nicht alle Güter gleich verteilen? Wir wissen heute, das mit dem "Kommunismus" hat nicht geklappt. Und dann gab es eben die "Vagabunden", die "Glücksritter", die mit einem Grashalm im Mund auf der Wiese lagen und den Sonnenschein genossen - die "Taugenichtse"!

Heute haben solche "Taugenichtse" einen Fotoapparat in der Hand und laufen - keinem eigentlichen Zweck folgend - fröhlich durch die Gegend. Und dann zeigen sie im Internet anderen, zum Teil "hart arbeitenden" Menschen, was sie auf ihren Streifzügen fotografierten... ;-)

Also, bevor es losgeht mit den Fotos, ich bin heilfroh, eine "Wahl" gehabt und das "Arbeitsleben" verlassen zu haben. Wenn wir am Sonntag zur Bundestagswahl gehen, dann werden wir leider nicht wirklich "auswählen" können. Ein "alternatives System" zu dem bestehenden gibt es von keiner größeren Partei! Zwar geistert das Denkmodell des "bedingungslosen Grundeinkommens" in manchen Köpfen herum, doch dafür spricht sich kein Politiker aus, der einen Platz im Parlament haben möchte - und darum, das darf "man" auch mal sagen, geht es den Politikern zuallererst - um die eigene Karriere!

Euphorie? Nein, ich beherrsche mich und stelle vor - die Herbstmosaikjungfer!



Und ich dachte, bezüglich "Libellen" wird es nichts mehr Neues geben. Schön, daß es anders kam und ich eine neue Libellenart fotografieren durfte.



Es war am Tennisweiher. Die Libellen flogen eifrig, denn es war der wärmste Tag seit gefühlten Wochen. ;-)



Im Weiher trieb - nahe am Ufer - ein Stück Holz. Die Herbstmosaikjungfer landete darauf und bewegte den Hinterleib hin und her. Ich wußte, die Eiablage ist meine Chance, gute Fotos zu bekommen und näherte mich, die üblichen "Regeln" außer acht lassend. Bei der Eiablage sind Libellen "standhaft". Ich nutzte zwei größere Steine, die halb im Wasser lagen, und kam der Libelle sehr nahe. Zwei, drei mal flog sie auf, kam aber immer wieder zurück.

22.9.17 07:35
 
Letzte Einträge: Zeiten ändern sich!, Darf der denn das? , Können Tiere sprechen?, In eigener Sache - Teil 2, Was soll das sein?


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Twity-Autor / Website (22.9.17 12:46)
Toller Blogeintrag - Respekt, Respekt!!! :-) :-)


Indianwinter (22.9.17 16:24)
Eichendorff- da fällt mir sofort das Gedicht „Mondnacht“ ein und auch „Abschied“ finde ich schön.

Die Aufnahmen sind Dir wieder super gelungen, ich kann mir schon vorstellen, wie erfreut Du warst eine, für Dich, neue Libellen- Art zu entdecken.

Sonst schließe ich mich Twity-Autor an, ein sehr guter Blogeintrag, schön beleuchtet und so wahr.
Also, auf zur Wahlurne, auch wenn sich vermutlich nix ändern wird...

Bis dann, LG und ein schönes Wochenende : D


mausfreddy (22.9.17 21:46)
Hallo!
Danke für deinen Kommentar bei mir.
Der Spreewald ist wunderbar für Fotos.
Du hättest sicher die Libellen besser erwischt.
Deine Fotos sind wieder sehr gut.
Man sieht sogar die kleinen Adern in den Flügeln.
LG mausfreddy

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