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Was ich wirklich will!

Wenn ich meine Zahlen anschaue, die mir "myblog" hier so offeriert, dann stelle ich fest, Textbeiträge werden von meinen Leserinnen und Lesern häufiger angeklickt als meine Bildbeiträge. Also heute keine Sonnen-Schnee-Fotos, sondern etwas Nachdenkliches... ;-)

Da gehe ich als Angehöriger der Seniorengruppe "Ü 60" täglich spazieren, um die 10 000 Schritte zu schaffen, die für ein "artgerechtes Menschenleben" nötig sind. Und dann befällt mich manchmal so eine unbegründete, selbstzerstörerische Unlust. Der Fiesling in mir meint, kauf´ Dir doch endlich ein neues Sofa. Du hast es Dir verdient. Du hast 20 Jahre "Schicht gearbeitet", Deinen Körper vergewaltigt, setz´ Dich endlich mal hin und ruhe Dich aus, gönn´ Dir was...

So ein Quatsch! Will ich einrosten? Zehn Kilometer täglich laufen, dann geht es mir gut! Und am Besten natürlich keinen Alkohol trinken und das Rauchen aufgeben. Verdammt! Wie soll ich denn solche Zwiespälte aushalten? Ich rauche, und ich habe erst vorgestern eine neue Lieferung erhalten. Schaumwein, von bester Qualität, bruttrocken. Meine Freude war groß, ich konnte sie nicht verbergen. Doch da hat mir mein schlechtes Gewissen sofort einen Schlag in die Magengrube verpaßt: "Du Idiot", schrie es, "glaubst Du tatsächlich, daß Rauchen und Saufen Deine Lebensqualität erhöhen?"

Ach, diese Zweifel immer wieder. Nein, natürlich muß ich erst einmal 10 000 Schritte tun, bevor ich mir was "leisten" darf. Das fällt mir ja auch leicht, ich bin doch gern draußen, in der Natur, und im Sommer müßten wir ja auch gar nicht reden... Aber jetzt, im dunklen Herbst, da fällt es manchmal schon recht schwer, den Hintern vom Sofa zu trennen. Und das Schlimmste... jetzt kommen wieder diese langen "Sporttage" im Fernsehen. Slalom, Biathlon, Skispringen, Rodeln, Bobfahren, Abfahrtslauf - alles hintereinander weg. Und ich habe doch jetzt den neuen, großen Fernseher, der sich gerade noch zwischen meine Bücherregale platzieren ließ.

Ich sprach ja schon von dem Fiesling, der in mir lebt und immer wieder seine Stimme erhebt. Doch da gibt es auch noch andere "Typen". Einer davon hat mit der Gesundheit so gar nichts am Hut. Der versucht mich ständig davon zu überzeugen, daß er der Schlauste von allen sei. Er meint: "Wirklich gut für Dich ist nur das, was Du gerne tust!" Und ich schaue einfach gerne zu, wenn andere Sport treiben. Sogar bei der Auslosung für die Fußball-WM sah ich gestern zu. Unsere Gruppe ist "machbar". Sie war eigentlich immer "machbar", bei jeder Weltmeisterschaft, bei der unser ruhmreiches Nationalteam teilnahm. Mit einer Ausnahme, da hat uns das Brudervolk aus Österreich - in Person eines Herrn Hans Krankl - die "Schmach von Cordoba" zugefügt.

Also diese Langläuferin, die vor Kurzem zu den Biathletinnen wechselte, hat jetzt ihren ersten Sieg "eingefahren". Super, denn die Laura, die im letzten Jahr so ziemlich alles gewann, was an Pokalen zu holen war, ist noch nicht dabei. Leider hat sich ja der inzwischen milchtrinkende "Felix", ich meine den mit den supersportlichen Eltern, das Kreuzband gerissen. Ja, manchmal ist eben Namen nicht Vorbedeutung. Aber was erzähle ich da? Ich schweife ab - das liegt wohl an dem wirklich vorzüglichen Cava-Sekt, Vintage Extra Brut.

Um ein Haar hätte mein Beitrag von den politischen Machenschaften gehandelt, von diesem CSU-Minister, der in Brüssel so abstimmte, wie er nicht abstimmen sollte. Die Bundeskanzlerin war dagegen, die Umweltministerin war dagegen - doch Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Schmidt stimmte für das Pflanzenschutzmittel, weil der Grazy-Horst, sein Parteichef aus Bayern, den Absprachen im "Regierungs-Kabinett" keine große Bedeutung beimißt. Klar, in Bayern wird bald gewählt und das Wohl der CSU ist selbstverständlich wichtiger als alles andere. Denn die bayrischen Bauern brauchen dieses Pflanzenschutzmittel. Es wirkt und kostet nicht viel. Artenvielfalt und Krebserkrankung - was soll das? Wir müssen den Blick auf das Wesentliche richten.

Nun bin ich wieder bei meinen kleinen Problemen angekommen. Was ist denn für mich wesentlich? Das Sitzen auf dem Sofa, das Rauchen und der Alkohol, oder ein langes Leben? Ich finde einfach keine endgültige Antwort. Immer dieses Hin und Her. Wie schön war es doch zu der Zeit, als wir täglich gekifft haben und uns mit zarten zwanzig Lebensjahren einen Scheiß darum kümmerten, was einmal sein, was aus uns einmal werden wird!

2.12.17 00:06
 
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