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Flieg, Jumbo, flieg!

Ihr werdet es nicht für möglich halten, doch soeben legte ich mein Telefon beiseite, nachdem ich mit dem Direktor des Zirkus "Phantarelli" einen Deal aushandelte. Er überläßt mir einen Elefanten, da ich extrem unter meiner Kontaktlosigkeit leide.

Zunächst versuchte ich es mit einer "App". Klar, das ist in der heutigen Zeit immer das Naheliegendste. Es gibt ja inzwischen für alles eine "App"! Doch mein altes Handy machte schlapp und so rief ich in einer "Sex-Boutique" an, um mir eine liebestolle Partnerin auf den Leib schneidern zu lassen. Auch das hat nicht geklappt. Eine Lieferung wäre frühestens Ende des Jahres möglich, wurde mir gesagt, da das Ausmaß der Bestellungen jede Vorstellung überstiege.

Auch der Zirkusdirektor war anfangs gar nicht entgegenkommend. Tiger und Löwen seien weggegangen wie warme Semmeln und selbst ein angriffslustiger Seebär wurde dankend abgeholt. Es blieb nur dieser eine, blinde Elefant, keineswegs stubenrein und derart gefräßig, daß es empfehlenswert sei, für einen großen Futter- und Wasservorrat zu sorgen.

Ich dachte, meine zwei Omnibus-Garagen seien geeignet für den "Kontakt-Elefanten". Die eine fülle ich mit Grünzeug, in der anderen darf der Elefant etwas hin und her laufen. Auch wenn der Elefant blind ist, das wird schon irgendwie klappen. Nun muß ich nur noch überlegen, wie ich den "Jumbo" in mein kleines Auto bekomme, denn ich erzählte dem Zirkusdirektor nichts von einem "Transport-Problem".

Am einfachsten wäre es, den Dickhäuter - an einem Helikopter hängend - knapp über die Dächer der Stadt dahinfliegen zu lassen, um ihn dann vorsichtig auf meinem Omnibus-Waschplatz nieder zu lassen. Sicher würden viele Mitbürger angerannt kommen, um zu schauen und mitzuhelfen. Aber dann müßte ich vorher ein Konzept genehmigen lassen, hinsichtlich der Viren-Problematik.

Endlich fängt der Wintersport im Fernsehen an. Ich setze mich auf meinen "Heim-Trainer" und schaue den Biathleten beim Laufen und Schießen zu. Falls ich jedoch einen näherkommenden Hubschrauber wahrnehmen sollte, werden mich leise Zweifel beschleichen, ob nicht doch ein blinder Elefant meine Bekanntschaft machen möchte, oder auch umgekehrt. ;-)

15.1.21 14:29


Feuer und Wasser!

Es geschieht selten genug. Heute möchte ich noch einmal auf meinen gestrigen Beitrag zurückkommen. Anlaß sind eure "Kommentare", die ich "so" nicht erwartete.

Warum? Den ersten Teil meines Artikels bezeichnete ich selbst als "belangloses Zeug", mußte dann aber feststellen, daß ihr euch in der Mehrzahl darauf bezogt. Mit etwas Nachdenken wurde mir auch klar, warum das so war.

Als junger Mensch verschlang ich die Bücher von Hermann Hesse. Eines dieser Bücher machte mich im wahrsten Sinne des Wortes glücklich - "Siddhartha". Wie gesagt, ich war jung und hatte noch nicht darüber nachgedacht, daß wir Menschen auch durch "Bedürfnis-Abbau" eine wohltuende Zufriedenheit erreichen können.

Durch das "In-Sich-Kehren", durch das "Meditieren", wird der Körper so anspruchslos, daß er Atmung und Herzschlag verlangsamt und eine innere Ruhe herstellt, die im "normalen Leben" nicht zu erreichen ist. Deshalb "hinkt" der Vergleich zwischen Europäer und buddhistischem Mönch. Doch beim Lesen eines Buches ist es eben anders, da wird vieles möglich.

So saß ich mit Hermann Hesse am Fluß, und beobachtete das fließende Gewässer. Immer wieder das gleiche Bild, aber nie ist es das gleiche Wasser. Ähnlich ist es mit dem Feuer. Die Flammen züngeln empor, vergehen und erneuern sich in einem Augenblick.

Dieser ständige Wechsel, diese Vergänglichkeit des Seins, hat viele Köpfe zum Nachdenken angeregt. Und niemand kann, bzw. konnte, so schön davon erzählen wie Hermann Hesse. Die traumhafte Bergwelt des "Tessins", in der italienisch sprechenden Schweiz, inspirierte ihn zu "Siddhartha", diesem wunderbar kleinen Büchlein. Dort malte er auch Miniatur-Aquarelle, die ich vor Jahren in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch-Hall sehen durfte.

Ich meine, für viele Menschen ist es ein oft langgehegter Traum, an einem Ort leben zu können, wo sich körperliches Wohlbefinden und geistige Frische jeden Tag erneuern. Friedrich Nietzsche, von ständigen Kopfschmerzen geplagt, suchte ihn zeitlebens vergebens.

Aber natürlich geht die "Suche nach dem Glück" auch anders. Der "moderne Mensch" will seine Bedürfnisse befriedigen. Er strebt danach, den Puls der Zeit zu fühlen, mitten drin zu sein, im rauschenden Leben. Berlin, unsere Hauptstadt, ist ein Beispiel dafür. Dort muß man hin, wenn man mitreden will, dort geschehen Dinge, die andernorts ausbleiben.

Ich gehöre zu der "Fraktion", die dem Naturerlebnis den Vorzug gibt. Dabei hoffe ich, nicht von der "Corona-Politik" ausgebremst zu werden. Eine ebenso unangenehme Vorstellung wäre, wovon Chris Rea singt: "I'm standing by a river, but the water doesn't flow!"

14.1.21 09:49


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